Rettungsleitstelle

Der Arbeitsplatz eines Leitstellendisponenten, ausgestattet mit Einsatzleitrechner samt Graphiksystem, Daten-Sprechfunk und einem zweiten Sprechfunksystem

Die EDV- und Telekommunikationseinrichtungen in der Rettungsleitstelle

Wer beim Betreten der Leitstelle ein Callcenter mit Hektik, laut klingelnden Telefonen und angespanntem Stimmengewirr erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Es herrscht professionelle Ruhe. Erst bei genauem Beobachten bemerkt man, dass an den mit jeweils fünf Bildschirmen bestückten Arbeitsplätzen beruhigende Stimmen Anrufe entgegennehmen. Die ausgebildeten Sanitäterinnen und Sanitäter mit Zusatzausbildung nehmen die Fakten des Notfalls nach einem standardisierten Protokoll auf und geben bereits telefonisch Anweisungen zur Ersten Hilfe. An der Wand hängt eine Leinwand, die die aktuelle Verkehrslage zeigt, damit die Rettung schnell an ihrem Ziel sein kann. Und das ist in Wien in zwölf Minuten oder weniger der Fall.

Kommunikations- und Einsatzleitsystem der Wiener Rettung

Rund um die Uhr für alle Notfälle

Video: Hinter den Kulissen der Wiener Berufsrettung

Die Leitstelle ist Drehscheibe zwischen Patientinnen und Patienten, Anrufenden, Einsatzkräften und den Spitälern. Dort wird entschieden, welches Einsatzmittel - vom Rettungstransportwagen bis zum Rettungshubschrauber - zum Einsatz kommt sowie in welches Krankenhaus die Patientinnen und Patienten gebracht werden. Das Team der Leitstelle leistet rund um die Uhr verantwortungsvolle Arbeit. Gemeinsam mit den im Rettungsverbund tätigen Hilfsorganisationen wie unter anderen Samariterbund, Johanniter Unfallhilfe, Rotes Kreuz und Malteser Hospitaldienst werden alle medizinischen Notfälle organisiert.

Allein im Jahr 2012 gab es insgesamt 296.759 Einsatz-Leistungen im Rettungsverbund. Sie alle wurden von der Leitstelle abgewickelt. Rund 160.400 davon waren allein Rettungseinsätze der Wiener Berufsrettung.

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