Patientenanwältin Dr.in Pilz zu Wartezeiten auf Krankentransporte – Runder Tisch in der WPPA

Bekenntnis für gemeinsame Lösungen

Auf Initiative der Wiener Patientenanwältin fand heute in der WPPA ein runder Tisch mit Akteuren aus der WGKK, der Wiener Rettung, dem KAV und Rettungsorganisationen statt.
Man war sich einig, dass überlange Wartezeiten auf Krankentransporte für Patienten eine unzumutbare Belastung darstellen. In einem offenen und kollegialen Gespräch gab es Konsens, dass die Reduzierung von Wartezeiten nicht nur im Interesse der Patienten sondern auch der Gesundheitsanbieter ist. Daher braucht es organisationsübergreifende Lösungen zwischen Spitälern, Ambulanzen, Pflegeheimen, Ordinationen und Rettungsorganisationen.
Pilz zieht eine positive Bilanz des Gesprächs: „Alle Akteure bekundeten die Bereitschaft, durch bessere Abstimmung und aktive Zusammenarbeit die Transporte effizienter zu organisieren.“ 
Kritisch bemerkt die Patientenanwältin, dass wesentliche Einflussfaktoren, wie etwa eine bessere Ressourcenausstattung  auf Bundesebene oder von der künftigen Gesundheitskasse zu gestalten sind. So beklagen die Rettungsorganisationen den zunehmenden Mangel an Zivildienern. Ihre Forderung nach besserer Vergütung der Transportleistungen ist an die neue Gesundheitskasse zu richten.

Pilz erwartet sich aus dem Bekenntnis für bessere Abstimmung positive Auswirkungen für die Patienten. Folgende Maßnahmen sollen rasch umgesetzt werden:

  • Vorrangige Nutzung der elektronischen Anmeldeplattform (webbasierter Dienst der Rettungsorganisationen);
  • Verbesserung in der Termin- und Ablauforganisation; 
    rechtzeitige Voranmeldung der Patienten für einen Krankentransport;
  • Ausbau von Terminambulanzen.

Pilz betont aber auch die Verantwortung der Rettungsorganisationen selbst. Sie sind gefordert, genügend Personal bereitzustellen  und Infrastruktur effizient einzusetzen, damit die Intention des WRKG, nämlich die Versorgungsqualität für die Patienten zu verbessern, umgesetzt wird. 
Die Gespräche zwischen den Verhandlungspartnern hinsichtlich der Lösung der Schnittstellenprobleme werden fortgesetzt.
„Die gemeinsamen Bemühungen und das Engagement aller Beteiligter stimmen mich zuversichtlich, dass Verbesserungen erreicht werden“, so Pilz abschließend. (Schluss)

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