Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 29.01.2019:
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„Werkstadt Junges Wien“ – Größtes Teilhabeprojekt für Kinder und Jugendliche startet in Wien

„Werkstadt Junges Wien“ – Größtes Teilhabeprojekt für Kinder und Jugendliche

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„Werkstadt Junges Wien“ – Größtes Teilhabeprojekt für Kinder und Jugendliche

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Mindestens 10.000 Kinder und Jugendliche machen sich in Workshops Gedanken zu Wien – Ergebnisse fließen in Kinder- und Jugendstrategie der Stadt Wien

„Was gefällt euch an der Stadt? Was gefällt euch weniger? Was sollte sich ändern und wie soll das Wien sein, in dem du in Zukunft leben möchtest?“ Das sind die Fragen, über die sich Wiens Kinder und Jugendliche in den kommenden Monaten in hunderten Workshops in der ganzen Stadt Gedanken machen werden.

Wien startet mit der „Werkstadt Junges Wien“ das größte Teilhabeprojekt für Kinder und Jugendliche, das es in dieser Stadt bisher gegeben hat. Überall dort, wo Kinder und Jugendliche sind – in Kindergärten, Schulen und Horten, in Jugendzentren, im Verein und vieles mehr – wird von Februar bis April gemeinsam mit Pädagoginnen und Pädagogen, JugendarbeiterInnen und Ehrenamtlichen daran „gewerkt“, Wien im Sinne der Kinder und Jugendlichen weiterzuentwickeln: Wien wird zur „Werkstadt“.

„Kinder und Jugendliche prägen unsere Stadt – sie machen Wien lebendig, vielfältig und jung. Mit der „Werkstadt Junges Wien“ wollen wir Kinder und Jugendliche noch stärker in die Gestaltung ihrer Zukunft miteinbeziehen“, sagt Bürgermeister Michael Ludwig.

„Für mich sind Teilhabe und Mitgestaltung keine leeren Wörter: Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf. Als Jugendstadtrat ist es mir wichtig, dass wir Politik nicht nur für Kinder und Jugendliche machen, sondern mit ihnen. Denn Kinder und Jugendliche sind die Expertinnen und Experten für ihre eigenen Anliegen“, betont Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky.

„Gemeinsam mit der Stadt wollen wir einen großen Beitrag dafür leisten, dass Kinder und Jugendliche in Wien ihre Zukunft mitbestimmen können“, betont Bildungsdirektor Heinrich Himmer.

Wien ist jüngstes Bundesland Österreichs

Fast jede/r fünfte Wienerin bzw. Wiener war 2018 unter 19 Jahre alt. Das sind über 360.000 Kinder und Jugendliche. Wien ist damit das demografisch gesehen jüngste Bundesland Österreichs. „Wien hat sich in den letzten 50 Jahren von einer schrumpfenden und alternden Stadt zu einer jungen und wachsenden Metropole im Herzen Europas entwickelt. Höchste Zeit also, den Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt genau zuzuhören, wie die Stadt aus ihrer Sicht heute, in 20 oder 50 Jahren aussehen soll“, so der Bürgermeister.

„Wien ist gewissermaßen das Jugendzentrum Österreichs. Mein Ziel ist es, dass die Stadt auch weiterhin ein attraktiver Lebensraum für junge Menschen ist. Eine Stadt, in der alle jungen Menschen ihre Potentiale voll ausschöpfen können“, sagt Czernohorszky. „Und was es dafür braucht, darauf haben die Kinder und Jugendlichen selbst die besten Antworten.“

So funktioniert die „Werkstadt Junges Wien“

Die „Werkstadt Junges Wien“ wurde von Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky initiiert. Bei der Regierungsklausur im September 2018 wurde das Mitmach-Projekt zu einem der Schwerpunktprojekte 2019 auserwählt. Umgesetzt wird es von der Jugendabteilung der Stadt Wien (MA 13) in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion, den Wiener Kindergärten, der Kinder- und Jugendhilfe, Vereinen und Organisationen der offenen und verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit sowie zahlreichen Bildungsträgern und Dienststellen der Stadt.

Ziel der „Werkstadt Junges Wien“ ist es, in über 500 Workshops mindestens 10.000 Kinder und Jugendliche zu erreichen. Mit Unterstützung der Projektpartner sollen möglichst viele verschiedene Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen abgebildet werden.

Die Workshops finden vorwiegend in Schulen, Kindergärten, Jugendvereinen und diversen außerschulischen Bildungsträgern statt. Sie können aber auch von allen Personen und Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, im Zeitraum Februar bis April durchgeführt werden. Der Leitfaden und die benötigten Materialien für die Workshops können auf der Website www.werkstadt.junges.wien.gv.at bestellt werden. Auf dieser Website wird es auch die Möglichkeit geben, über einfache Formulare Ideen digital einzubringen.

Kinder und Jugendliche erarbeiten Themen und Ziele für die Kinder- und Jugendstrategie der Stadt Wien

Die Ergebnisse der hunderten Workshops werden bis zum Sommer ausgewertet und zu Zielen für die Stadt Wien verdichtet, die schließlich Grundlage für die Entwicklung der Wiener Kinder- und Jugendstrategie sein werden. Die von den Kindern und Jugendlichen erarbeiteten Themen und Ziele sollen bis Mitte des Jahres präsentiert werden.

Bis Ende des Jahres wird die Kinder- und Jugendstrategie federführend durch die Jugendabteilung in Zusammenarbeit mit allen Dienststellen der Stadt Wien erstellt und im Gemeinderat beschlossen. Um die weitere Einbindung von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten, werden Kinder- und Jugendbeiräte für das Monitoring der Umsetzung der Wiener Kinder- und Jugendstrategie eingesetzt.

„Ziel der Werkstadt Junges Wien ist es einerseits die Teilhabe und Mitwirkung für alle Altersgruppen von 3 bis 19 erlebbar zu machen. Zum anderen geht es uns auch darum, die selbst artikulierten Interessen der Kinder und Jugendlichen stärker in die Politik und Verwaltung zu tragen“, so Czernohorszky. (Schluss)

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