ÖVP Wien will Welterbe-Status in Stadtverfassung verankern

Die Wiener ÖVP will den Schutz des Welterbe-Status der Wiener Innenstadt in der Wiener Stadtverfassung (WStV) verankert wissen. Das forderte nicht-amtsführender Stadtrat Markus Wölbitsch heute, Montag, in einem Pressegespräch. Einen entsprechenden Antrag wolle die Stadt-VP bei der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 27. April einbringen. Dieser Schritt sei notwendig, sagte Wölbitsch, weil die rot-grüne Stadtregierung in den vergangenen Jahren den Welterbe-Status bei der Stadtplanung „immer wieder außer Acht gelassen und damit in Gefahr gebracht“ habe. Das „i-Tüpfelchen“ sei der geplante Bau eines Turms am Heumarkt gewesen: Dieses Bauvorhaben hätte schließlich sogar dazu geführt, dass die UNESCO Wien auf die „Rote Liste des gefährdeten Welterbes“ gesetzt habe. Vom potenziellen Nachfolger Bürgermeister Michael Häupls, Stadtrat Michael Ludwig, forderte Wölbitsch einen Paradigmenwechsel bei der Stadtplanung: Das Welterbe müsse künftig verstärkt mitbedacht werden, damit Wien über kurz oder lang wieder von der UNESCO-Liste gestrichen werde.

Gemeinderätin Elisabeth Olischar (ÖVP) erinnerte daran, dass Bürgermeister Michael Häupl die Ernennung der Wiener Innenstadt zum Weltkulturerbe einst als „Meilenstein in der Geschichte der Stadt“ bezeichnete. Nun sei ihm und der Stadtregierung der Status „lästig“ und werde durch fragwürdige Rahmenbedingungen bei der Stadtplanung aufs Spiel gesetzt. Der Welterbe-Status müsse für künftige Bauprojekte bereits in Flächenwidmungen berücksichtigt werden, forderte Olischar. Nur so sei es möglich, den Erhalt des Status mit den Anforderungen einer modernen Stadtentwicklung in Einklang zu bringen.

Weitere Informationen: ÖVP Wien Rathausklub, Pressestelle, Tel. 01/4000-81905.

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