Wiener Gemeinderat gegen Streichung von 350 Unterstützungspersonen für Schulen

Dienstposten werden vom Bund nicht ins „Regelschulwesen“ übernommen

Nach der Streichung des sogenannten „Integrationstopfs“ des Bildungsministeriums stehen Wiens Schulen ab 2019 vor der Tatsache, dass rund 350 Unterstützungspersonen nicht mehr im Einsatz sein werden. „Konkret stehen ab 2019 insgesamt 150 Personen aus der Sprachförderung, 43 SchulsozialarbeiterInnen, 125 PädagogInnen für begleitende integrative Maßnahmen sowie MitarbeiterInnen von sechs mobilen interkulturellen Teams auf der Straße“, so Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky. „Entgegen anderer Behauptungen werden diese Dienstposten auch nicht ins ‚Regelschulwesen‘ übernommen, sie scheinen einfach nirgendwo mehr auf.“ Gerade für Wien sei dies katastrophal, weil dieses Unterstützungspersonal an Schulen mit besonders großen Herausforderungen im Einsatz ist.

Im Wiener Gemeinderat wird deshalb heute eine Resolution an den Bund eingebracht, in der die Bundesregierung dringend ersucht wird, „die notwendigen Ressourcen zur Unterstützung der SchulleiterInnen und LehrerInnen an jenen Schulstandorten, wo die Herausforderungen aufgrund der SchülerInnenpopulation größer sind, aufrechtzuerhalten und auszubauen.“ Und weiters heißt es: „Der Wiener Gemeinderat ersucht die Bundesregierung dringend gemeinsam mit allen Städten an einem neuen Modell der zusätzlichen Ressourcen für Schulen mit besonderen Herausforderungen zu arbeiten. Das AK-Modell mit dem Chancenindex für eine gerechte Schulfinanzierung stellt dafür eine geeignete Grundlage dar.“

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