Regierungsübereinkommen 2010 - Bildung, Jugend, Information, Sport

Stadt der Bildung und des Wissens

Wien wird Bildungshauptstadt!

Wien ist eine Bildungsmetropole, in der jeder alles lernen kann und damit ein Leben voller Chancen vor sich hat. Wien soll die Stadt mit dem fortschrittlichsten Bildungssystem Europas werden und die besten Weiterbildungsmöglichkeiten bieten.

Kindern und Jugendlichen ist die bestmögliche Bildung und Ausbildung in allen Bereichen anzubieten. Das Fundament einer guten Zukunft für die Jugend und somit für die Gesellschaft insgesamt kann nur in der Gegenwart gelegt werden. Der Zugang zu Bildung (vom Kindergarten bis zur Universität) und Ausbildung muss gefördert und darf nicht durch finanzielle und gesellschaftliche Barrieren behindert werden. In Wien muss jedes Kind unabhängig von Einkommen, Herkunft, Sprachkompetenz und Bildung der Eltern die Chancen auf beste Bildung und Ausbildung haben. Keinem Kind werden die Zugänge zu Bildung verschlossen bleiben. Je höher die Bildung, umso geringer das Risiko, arbeitslos zu werden, und umso höher die Chance auf besseres Einkommen. Einzig die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen wahrt den gesellschaftlichen Frieden. Die Stadtregierung verwirklicht daher in der Bildungspolitik das "Modell Wien" - die Stadt der Bildung und des Wissens.

Kindergarten - Die erste Bildungseinrichtung

Rot-Grün in Wien bedeutet:

  • Die Spitzenstellung Wiens in der Kinderbetreuung wird weiter ausgebaut.
  • Wien setzt verstärkt auf die Förderung der Sprachkompetenz im Kindergarten.
  • Das Barcelona-Ziel bei den 0-3-Jährigen wird in 2 Jahren erreicht, bei den 1-3-Jährigen schafft Wien einen Versorgungsgrad von 50%.
  • Neue Ausbildungsmodelle für PädagogInnen werden ausgeweitet und für private Träger geöffnet.

Wir verstehen den Kindergarten als eine erste wichtige Bildungseinrichtung, wo Kinder spielerisch sehr Vieles lernen. Im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die ganztägige Kinderbetreuung weiterhin ein zentrales Anliegen. Die städtischen Kindergärten bilden gemeinsam mit den privaten gemeinnützigen Vereinen die tragende Säule der Kinderbetreuung.

Beitragsfeier Kindergarten

Mit der Einführung des beitragsfreien Kindergartens wurde eine Vision verwirklicht, die beibehalten wird.

Ausbau des Platzangebotes

Neben ihrer gesellschaftspolitischen Bedeutung gehen von Kindertageseinrichtungen positive ökonomische Effekte für Familien und für die Gesamtwirtschaft aus. Zum einen sichern die Personal- und Sachaufwendungen der Kindertageseinrichtungen Beschäftigung und tragen zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung bei. Zum anderen beeinflusst das Angebot an außerhäuslicher Kinderbetreuung die aktive Erwerbsbeteiligung von Eltern und den Familien fließt ein höheres Einkommen zu.

Die Stadt Wien wird den Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes weiter forcieren und ihren Schwerpunkt insbesondere in der Erweiterung des Platzangebotes für Krippenkinder setzen. Der regionalen Versorgungssituation kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Hierfür wird ein regionaler Versorgungsplan erarbeitet um zielgerichtet dort Plätze zu schaffen, wo sie benötigt werden.

Als Zielsetzung gilt die Erreichung des Barcelona-Ziels mit einem Versorgungsgrad von 33% bei den 0-3-Jährigen. Bei den 1-3-Jährigen hat Wien derzeit einen Versorgungsgrad von rund 42%. Die Stadtregierung peilt nach Maßgabe der budgetären Mittel in dieser Zielgruppe eine Versorgung von 50% an.

Für den Berufswiedereinstieg ist die Kinderbetreuung eine wichtige Voraussetzung. Wien stellt sicher, dass WiedereinsteigerInnen bzw. KarenzrückkehrerInnen spätestens 8 Wochen vor Arbeitsbeginn eine Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt bekommen. Die Berufstätigkeit der Eltern ist bei der Platzvergabe ein Prioritätskriterium, die Nicht-Berufstätigkeit jedoch kein Ausschließungskriterium.

Um Betriebe und Unternehmungen zur Einrichtung von Kinderbetreuungsplätzen zu motivieren, soll intensiv über die Möglichkeit der Errichtung von Betriebskindergärten und -kindergruppen informiert werden.

Weiters werden wienweit freistehende Räumlichkeiten auf die Nutzung als Kinderbetreuungseinrichtung - sowohl für städtische wie auch private - überprüft.

Kinder mit besonderen Bedürfnissen

In den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen werden rund 2.000 Kinder mit besonderen Bedürfnissen von SpezialistInnen betreut. Wien verfügt über Integrationsgruppen sowie über derzeit insgesamt 29 heilpädagogische Gruppen. Mit der Gründung einer speziellen Einrichtung für Klein- und Schulkinder mit autistischer Wahrnehmung hat die Stadt Wien bereits 1983 eine wichtige Einrichtung geschaffen, um Kindern mit dieser Behinderung den Weg ins Leben zu erleichtern. Dieser Kindergarten ist weltweit der einzige, in dem Kinder mit autistischer Wahrnehmung gemeinsam mit Kindern mit Lern- und Entwicklungsstörungen betreut werden und daneben spezielle autismus-spezifische Hilfe erhalten. Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen wird Wien ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau von Betreuungsplätzen in diesem Bereich legen und zudem Unterstützungsmaßnahmen für diese Kinder erarbeiten.

BildungspartnerInnenschaft

Elternarbeit ist ein wichtiger Schwerpunkt der nächsten Jahre. Die bereits vorhandenen Pilotprojekte der Elternbeteiligung an einzelnen Kindergartenstandorten werden evaluiert und in Zusammenarbeit mit den PädagogInnen flächendeckend umgesetzt.

Ausbildungsoffensive

Wien hat bereits vor Jahren als einziges Bundesland zusätzliche Ausbildungswege für KindergartenpädagogInnen ins Leben gerufen. Die Ausbildungsoffensive mit den Modellen "Change" und "Pick up" wird weiter forciert und ausgebaut. Wien wird mit dem Bund Gespräche über eine gemeinsame Ausbildungsoffensive starten und Vorschläge für eine Neugestaltung der pädagogischen Ausbildung erarbeiten. Vorstellbar wären die Einrichtung eines Schulversuches einer AHS-Oberstufe mit dem Schwerpunkt "Sozialberufe" und die Möglichkeit eines daran anschließenden Curriculums (11/2 bis 2 Jahre) als Ausbildung zur KindergartenpädagogIn.

Wien bekennt sich zu einer gemeinsamen Ausbildung aller PädagogInnen (KindergartenpädagogInnen und LehrerInnen).

Wien verstärkt die Bemühungen die Ausbildungsmodelle für alle Bildungsanstalten und -träger zu adaptieren, um auch für private TrägerInnen ein Angebot zu schaffen.

Qualitätssicherung

Die Stadtregierung bekennt sich zur Schaffung eines Bundesrahmengesetzes für den elementaren Bildungsbereich, der den Ländern Mindeststandards vorgibt. Zur Sicherung der hohen Qualitätsstandards in den Wiener Kindergärten wird ein Schwerpunkt auf die Fort- und Weiterbildung der MitarbeiterInnen (PädagogInnen, AssistentInnen) sowie auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen gelegt. Darüber hinaus wird die derzeitige Gehaltskurve einer Evaluierung unterzogen.

Nach dem kürzlich umgesetzten Gehaltspaket und dem noch notwendigen Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen wird ein Stufenplan für weitere Maßnahmen im Bereich der Qualitätssicherung und der pädagogischen Rahmenbedingungen erarbeitet (Supervision, Gruppengröße, etc.).

Fortsetzung der sprachlichen frühen Förderung

Die Stadt Wien bekennt sich zum flächendeckenden Angebot an Kindergartenplätzen und insbesondere zur Bedeutung des Kindergartens als Bildungseinrichtung im Bereich Sprache und soziale Kompetenz.

Durch gezielte und frühzeitige Sprachfördermaßnahmen ermöglicht die Stadt Wien jedem Kind die notwendigen Deutschsprachkenntnisse für den Schuleintritt. Zusätzlich forciert die Stadt Wien den verstärkten Einsatz bilingualer Modelle, um der Mehrsprachigkeit in Wiener Kindergärten in der Frühförderung gerecht zu werden.

Schule - ein Ort des Lernens und sozialen Miteinanders

Rot-Grün in Wien bedeutet:

  • Die ganztägigen Schulformen sind die Zukunft in der Bildung und werden flächendeckend angeboten.
  • Alle Kinder verfügen bei Schuleintritt über ausreichende Deutsch-Kenntnisse.
  • Die flächendeckende Betreuung durch SchulsozialarbeiterInnen wird sichergestellt.
  • Das Modell der Mehrstufenklassen wird verstärkt angeboten.
  • Ein Angebot für die Sommerferienbetreuung in Wien wird erarbeitet.
  • Die Entwicklung eines Modells, welches sicherstellt, dass junge Menschen nach Ende der Schulpflicht die notwendigen Grundlagen (lesen, schreiben, rechnen) für eine Berufsausbildung haben.
  • In Wien soll die gemeinsame Schule für alle 6-15-Jährigen eingeführt werden. Daher sollen alle AHS- und Hauptschulstandorte als "Neue Mittelschule" geführt werden.
  • Jeder junge Mensch hat das Recht auf einen kostenfreien Pflichtschulabschluss.

Jedes Kind soll in Wien Zugang zu erstklassigen öffentlichen Schulen haben. Denn die Förderung von Interessen und Talenten, der Abbau von Lernschwächen sind besser als teure Nachhilfe.

Die internationalen Bildungsvergleiche PISA 2005 und 2007 haben gezeigt, dass die Bildungspolitik in Österreich viel zu lange in die falsche Richtung gelaufen ist. Österreich hat enormen Aufholbedarf. Das österreichische Bildungssystem ist in vielen Bereichen überaltert. Daher muss sichergestellt sein, dass Schulentwicklung und Innovation österreichweit stattfindet. Wien kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.

Wien spricht sich für die Gemeinsame Schule für den gesamten Pflichtschulbereich aus. Unter keinen Umständen darf die Herkunft der Kinder über den Bildungsweg entscheiden.

Wiener Mittelschule

Die gemeinsame Bildung der 6- bis 15-Jährigen setzt sich international durch. Denn durch die Trennung in Gymnasium und Hauptschule wird über Bildungschancen und Lebenswege junger Menschen viel zu früh entschieden. Insgesamt 22 Schulstandorte sind derzeit "Wiener Mittelschulen" - davon sechs ehemalige AHS-Standorte. Wien braucht weitere Standorte und wird sich mit Nachdruck für eine Abschaffung der 10% Grenze einsetzen und die Wiener Mittelschule ausbauen. Ziel ist es, dass alle AHS-Unterstufen und Hauptschulstandorte als Wiener Mittelschule geführt werden können.

Zur Sicherung der Qualitätsstandards setzt Wien auch auf den reformpädagogischen Unterricht: Die PädagogInnen haben Anspruch auf eine entsprechende kostenlose Aus- und Weiterbildung.

Campusmodell & Ganztagsschule

Und Wien wird noch einen Schritt weiter gehen: Das Wiener Schulmodell Campus für alle 6- bis 15-Jährigen sowie Ganztagsschulen werden die Zukunft in der Bildung sein und flächendeckend angeboten. Das bereits seit dem Schuljahr 2009/10 laufende Campusmodell Monte Laa wird einer Evaluierung unterzogen. Im Bereich der Ganztagsschulen ist die Zielsetzung, in den nächsten sieben Jahren die Standorte im Pflichtschulbereich zu verdoppeln und in jedem Bezirk jeweils mindestens eine ganztägige Schulform anzubieten. Eltern sollen aber nach wie vor die Möglichkeit haben, sich für eine halbtägig geführte Schule zu entscheiden. Weiters soll im Bereich der Ganztagsschule ein Modell für eine frühere Abholung an Freitagen erarbeitet werden.

Zudem soll eine Analyse aller bestehenden Schulen bezüglich ihrer Eignung als ganztägige Schulform durchgeführt werden.

Für die Ganztagsschulen werden Qualitätsstandards festgelegt und veröffentlicht. Darüber hinaus strebt Wien eine Mehrfachnutzung der Räumlichkeiten nach Möglichkeit der jeweiligen Ganztagsschulstandorte an.

Schulneubau & -erweiterung

In Wien werden in den kommenden Jahren mehr als 160 Mio. Euro in die Errichtung neuer Schulen bzw. Schulerweiterungen investiert. Schwerpunktmäßig entstehen vor allem in neuen Stadtteilen Schulbauten, darüber hinaus werden aber auch bestehende Schulen erweitert und adaptiert.

Neben dem bereits in Bau befindlichen Bildungscampus am Donaufeld Nord in Wien Floridsdorf wird in den kommenden Jahren am Hauptbahnhof ein weiterer Campus realisiert. Die Planungsarbeiten für weitere Campusmodelle werden fortgesetzt.

Das Schulsanierungspaket wird zügig fortgesetzt und gleichzeitig sind neue Modelle für eine Dynamisierung der Schulsanierung zu erarbeiten.

Der Bau eines neuen Berufsschulgebäudes wird gestartet und die Modernisierung der vorhandenen Berufsschulen wird verstärkt.

Das Errichten von Schulgärten am Dach oder in unmittelbarer Umgebung für jene Schulen, die dafür Bedarf anmelden und ein Konzept vorlegen, ist erwünscht.

Schnittstelle Kindergarten-Schule

Priorität hat die Sicherstellung, dass kein Kind ohne ausreichende Deutsch-Kenntnisse in die Schule eintritt. Mit der Einführung des verpflichtenden Kindergartenjahres wurde ein weiterer Schritt für eine möglichst optimale Förderung aller Kinder ein Jahr vor Schuleintritt geschaffen. Das Fördermodell 1+1 wird einer umfassenden Evaluierung unterzogen und gegebenenfalls adaptiert.

Sprachförderung

Integration in Wiens Schulen wird nicht dem Zufall überlassen, sondern durch zahlreiche Maßnahmen in sämtlichen Schularten aktiv unterstützt. Die Maßnahmen umfassen sowohl die SchülerInnen als auch die LehrerInnen und Eltern.

Jeder Klassenverband ist eine heterogen zusammengesetzte Gruppe von SchülerInnen. Gerade deshalb ist es unabdingbar, vielfältige pädagogische (Förder)Maßnahmen zu setzen. In Wien wird bereits seit vielen Jahren mit zahlreichen Initiativen dieser Herausforderung begegnet.

Dafür ist Sprache eine wichtige Grundlage - denn wer die Unterrichtssprache möglichst gut beherrscht, der wird auch größere schulische Erfolge und bessere Bildungsabschlüsse erreichen. Integration basiert ganz wesentlich auf der Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren und eine 'gemeinsame Sprache' zu sprechen!

Wien bekennt sich zum integrativ sowie parallel geführten Begleitunterricht im Schulwesen. Aufbauend auf derzeit insgesamt 500 BegleitlehrerInnen wird dieses Angebot ausgebaut.

Mit Sprach-Förderkursen, die von eigens hierfür geschulten LehrerInnen abgehalten werden, bekommen die Kinder 11 Stunden in der Woche die Möglichkeit, in Kleingruppen intensiv die Grundlagen der deutschen Sprache zu erarbeiten. Sie werden dabei genau dort abgeholt, wo sie stehen, und so rasch wie möglich fit für den normalen Unterricht gemacht. Dieses seit 2006/07 durchgeführte Modell wird verpflichtend für alle Kinder eingesetzt, deren Sprachkenntnisse einer Förderung bedürfen.

Die Beherrschung der eigenen Muttersprache darf keinesfalls vernachlässigt werden. Das ist essentiell für das Erlernen einer weiteren Sprache. Die Stärkung der Erstsprache ist wichtig zur Festigung der Identität des Kindes, als Basis für den Erwerb der Zweitsprache und für die interkulturelle Friedenserziehung durch die Wertschätzung und Gleichstellung aller Sprachen.

Wien bekennt sich zum Ausbau des Angebots an muttersprachlichem Unterricht und wird zudem das bilinguale Angebot mit Native Speakern an den Wiener Pflichtschulen ausbauen.

Schmelztiegel Schule: Integration & Toleranz

Wenn es einen Ort gibt, in dem wir die Zweite Generation erreichen können, dann ist es die Schule. Hier verbringen Kinder und Jugendliche mindestens neun Jahre ihres Lebens mehrere Stunden am Tag. Folglich ist die Schule nicht nur eine Bildungs- sondern auch eine Integrationseinrichtung. Dieses Bekenntnis bedeutet aber auch einiges an Reformen und Investitionen.

Die flächendeckende Betreuung durch SchulsozialarbeiterInnen an Schulen ist neben BeratungslehrerInnen, PsychagogInnen und mobilen Krisenteams ein wesentlicher Bestandteil des Wiener Schulwesens. Der weitere Ausbau vorhandener Ressourcen erfolgt auf Grundlage einer Evaluierung des Pilotprojekts Schulsozialarbeit. Grundsätzlich erfolgt der Ausbau der Schulsozialarbeit unter Einbeziehung aller Beteiligten sowie unter Einhaltung professioneller Kriterien und unter Entwicklung eines Aufgabenkatalogs. Das Ziel der Schulsozialarbeit ist die Entlastung aller Beteiligten und steht an der Schnittstelle zwischen SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Jugendwohlfahrt.

Wien bekennt sich zur besonderen Förderung von Integration und Toleranz in den Schulen als Beitrag zur Wahrung gesellschaftlichen Friedens. Diesbezügliche interkulturelle Projekte werden einen Schwerpunkt darstellen.

Konfliktmediation, interkulturelle Kommunikation werden als Freifach in der Schule angeboten, ebenso entsprechende Weiterbildungen für die Lehrenden.

Mehrstufenklassen

Das sehr erfolgreiche Modell der Mehrstufenklassen, bei dem Kinder von 6 bis 10 Jahren gemeinsam unterrichtet werden, wird weiter ausgebaut. Wien setzt sich das Ziel, im Volksschulbereich 50 zusätzliche Mehrstufenklassen schwerpunktmäßig in jenen Bezirken, die bislang am schwächsten ausgestattet waren, zu schaffen. Auch im Bereich der Sekundarstufe I soll das Angebot an Mehrstufenklassen erweitert werden. Verstärkt eingesetzt werden reformpädagogische Unterrichtsformen, wie Montessori, Freinet, Jenaplan u.s.w.

Pflichtschulabschluss

Der Anteil jener Jugendlichen, die nach der Pflichtschule kaum Sinn erfassend lesen und schreiben können, ist zu hoch. Ziel muss es sein, durch eine Vielzahl an Maßnahmen, dass jeder junge Mensch nach Verlassen der Pflichtschule Lesen, Schreiben und Rechnen kann.

Das derzeitige Angebot an Hauptschulabschlusskursen wird evaluiert und optimiert. Darüber hinaus wird ein neues Modell für SchülerInnen der Sekundarstufe I entwickelt, die in der 7. Schulstufe große Defizite in den Kulturtechniken haben. Aufgabe des neu zu entwickelnden Modells ist es sicherzustellen, dass alle jungen Menschen nach Ende der Schulpflicht gute Kenntnisse und Fähigkeiten in den Kulturtechniken besitzen und die notwendigen Grundlagen für eine Berufsausbildung haben.

Ganztägige Betreuung, Frühbetreuung & Ferienbetreuung

Der Ausbau ganztägiger Betreuungsformen wird fortgesetzt und für den Bereich der Sekundarstufe flächendeckend erweitert. Zudem wird eine Arbeitsgruppe an einem neuen Modell der Frühbetreuung an Schulen sowie eines Angebotes für die Sommerferienbetreuung arbeiten. Ziel dabei ist, allen berufstätigen Eltern, die eine Betreuung benötigen, ein dementsprechendes Angebot in den Bezirken zur Verfügung zu stellen.

Weiters wird die Ausbildung der FreizeitbetreuerInnen überarbeitet.

Eine Erhebung der Zufriedenheit jener Eltern, die ihre Kinder in der Nachmittagsbetreuung haben, wird vorbereitet.

Kostenlose Lernhilfen

Wien arbeitet an einem Modell, welches eine kostenlose Lernhilfe für SchülerInnen aus einkommensschwachen Haushalten am eigenen Schulstandort ermöglicht: Verhandlungen mit der Pädagogischen Hochschule und den Universitäten (Verknüpfung Lernhilfe mit Praxiserwerb angehender LehrerInnen) werden aufgenommen.

Lehraus- und Fortbildung & Qualitätssicherung

Wien bekennt sich zu einer gemeinsamen Ausbildung aller PädagogInnen (KindergartenpädagogInnen und LehrerInnen) und strebt ein durchlässiges Ausbildungssystem an. Das LehrerInnendienstrecht ist zu vereinheitlichen.

Für die Einrichtung einer Laborschule/Übungsschule für angehende PädagogInnen werden Vorarbeiten gestartet.

Weiters wird ein Modell für die Personalsicherstellung erarbeitet (Starterwohnungen).

Wien setzt sich dafür ein, gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule auch ein Angebot im Bereich der Reformpädagogik zu schaffen.

Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen

Dem Anliegen der Integration behinderter Kinder ist weiterhin Rechnung zu tragen. In jenen Fällen, wo eine Integration sinnvoll und möglich erscheint und ein Maximum an spezifischer und qualitativ gesicherter Betreuung sichergestellt ist, ist eine Integration in die Regelschule zu ermöglichen. Wien verfügt derzeit über rund 700 Integrationsklassen im Pflichtschulbereich. Vorgesehen ist ein weiterer Ausbau.

Für den Bereich der Schulassistenz wird geschäftsgruppenübergreifend (FSW) ein Modell für eine mittel- bzw. langfristige Gestaltung, Einbettung sowie Finanzierung erarbeitet.

Bewegungsangebote

Ausbau von Bewegungsangeboten im Wiener Pflichtschulbereich sowie die Einführung einer täglichen Bewegungsstunde in Ganztagsschulen.

Gewaltprävention

Wien legt ein besonderes Augenmerk auf Gewaltpräventionsprojekte in Kindergarten, Schule und Hort. Das umfasst unter anderem Projekte zur gewaltfreien Lösung von Konflikten bis hin zu Selbstverteidigungskursen.

Schuldemokratie

Ziel ist es, demokratische Beteiligung von klein auf zu lernen. Es soll eine Enquete stattfinden, auf der sowohl nationale als auch internationale best practice Beispiele zur Schuldemokratie vorgestellt werden. Auch Pilotprojekte dazu sollen umgesetzt werden, angedacht ist z.B. die Demokratiewerkstatt Wien.

Schule der Zukunft

Die Stadt Wien wird ein Pilotprojekt "Schule der Zukunft" initiieren. Das Projekt zeichnet sich durch besonders ambitionierte Lernmethoden und einem hohen Grad an Autonomie im Rahmen einer öffentlichen Schule aus.

Administration

Zur Erleichterung der Verwaltungsarbeit an den Wiener Schulen wird ein einheitliches Datenbanksystem entwickelt sowie ein Berichtswesen erstellt, welches den Verwaltungsaufwand in den Direktionen auf seine Effizienz überprüft.

SchulleiterInnenbestellung

Schulentwicklung und Innovation erfordert die am besten geeigneten Personen: Dazu wird das Arbeitsplatzprofil geschärft, eine erstklassige Ausbildung für jede BewerberIn verbindlich vorgeschrieben und ein neues Modell zur SchulleiterInnen-Bestellung in Fortsetzung des bestehenden Objektivierungsverfahrens bis Sommer 2011 entwickelt.

Musikschulen

Wien bekennt sich zum vielfältigen musikalischen Angebot für Kinder und Jugendliche. Konkret soll die stärkere Implementierung von Musikangeboten insbesondere an neuen Schulstandorten forciert werden. Konkret ist an allen neuen Schulstandorten die Musikschule ein fixer Bestandteil der Angebotspalette.

Erwachsenenbildung

Die große Dynamik der kulturellen, sozialen, technischen und wirtschaftlichen Veränderungen stellt eine Herausforderung für das gesamte Bildungssystem dar und erfordert insbesondere innovative, zielgruppenspezifische Konzepte im Bereich des lebensbegleitenden Lernens (LLL). Komplexer werdende gesellschaftliche Zusammenhänge und Arbeitsprozesse stellen hohe Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit von Organisationen und Einzelpersonen, wobei Flexibilität und Mobilität - regional und grenzüberschreitend, beruflich und sozial, am Arbeitsplatz und im alltäglichen Zusammenleben - eine Schlüsselbedeutung zukommt. Vor diesem Hintergrund werden Bildung und laufende Weiterbildung im gesamten Lebensverlauf für alle Menschen wichtiger denn je.

Eine verstärkte, systematische und innovative Förderung von erwachsenengerechten Bildungsformen entlang des Kontinuums der allgemeinen Erwachsenenbildung sowie beruflichen Aus- und Weiterbildung ist zur Kernvoraussetzung für die Verwirklichung des lebensbegleitenden Lernens geworden.

Angebote zum Nachholen von Bildungsabschlüssen, der Erweiterung der fachlichen, sozialen und kreativen Kompetenzen, zum Zugang zu wissenschaftlichen Feldern, dem Bereich von IKT und neuen Medien für AnwenderInnen jedes Alters müssen für alle zugänglich und leistbar sein.

Die Büchereien Wiens sind eine Informations-, Bildungs-, Kultur- und Freizeiteinrichtung der Stadt Wien. Sie sind Orte der Begegnung und der Kommunikation und bieten allen Interessierten leichten, niederschwelligen Zugang zu Information, Bildung und Kultur. Als kundInnenorientierter Servicebetrieb und als lebendige Organisation stellen sich die Büchereien Wiens aktuellen Entwicklungen. Das Angebot der Büchereien soll so viele Menschen wie möglich ansprechen. Daher wird ein kundenorientiertes, aktuelles und qualitativ hochwertiges Angebot an unterschiedlichen Medien bereit gestellt und gezielte Beratung zur Medienauswahl angeboten.

Kinder und Jugend

Außerschulische Jugendarbeit - Freizeitangebote mit Mehrwert

Rot-Grün in Wien bedeutet:

  • Jugendarbeit, Parkbetreuung wird in allen Bezirken in Zusammenarbeit mit diesen ein fixer Bestandteil.
  • Kinder und Jugendliche bestimmen bei kommunalen Projekten mit.
  • Das Wiener Modell der Jugendarbeit wird als ein europäisches Vorzeigemodell etabliert.

Freizeit ist ein immer wichtiger werdender Teil des Lebens. Die eigenen Interessen und Stärken kennen zu lernen und das Freizeitangebot kritisch zu hinterfragen, sind wichtige Voraussetzungen dafür. Im Rahmen der außerschulischen Jugendarbeit wird Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft eine ganze Palette an permanenten Einrichtungen angeboten. Die Förderung von Demokratiebewusstsein und Toleranz sowie die Sensibilisierung im Bereich Geschlechtergerechtigkeit und soziale Integration stehen im Mittelpunkt der Arbeit.

Ziel der nächsten Jahre:

  • Die außerschulische Jugendarbeit muss auf die veränderten Lebenswelten und sozioökonomischen Anforderungen reagieren und ihre Angebote entsprechend ausrichten.
  • Lobbying für Kinder und Jugendliche, denn sie sind die Zukunft dieser Stadt: Jugendschutz, Nutzungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum u.ä.m.,
  • stärkere Verschränkung von ganztägigen Schulformen und Freizeitangeboten,
  • stärkere Individualisierung im Freizeitverhalten - Ausbau der aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit,
  • Schnittstelle zwischen Schule und Elternhaus - Aufgaben definieren (Stichwort: Wunsch nach Rückzugs- und Lernräumen von Kindern und Jugendlichen, aufgelöste Familienverbände)
  • Aufsuchende Jugendarbeit und Parkbetreuung wird in Wien angeboten.
  • Beteiligung am internationalen Diskurs über Jugendkulturen und Jugendarbeit im urbanen Bereich. Das Wiener Modell der Jugendarbeit wird als ein europäisches Vorzeigemodell etabliert.
  • Kinder- und Jugendparlamente sind und bleiben wichtige Mitbestimmungsinstrumente. Dafür wird ein Leitfaden zur Unterstützung erarbeitet.

Kinder und Jugendliche - die richtige Hilfe zu jeder Zeit

Rot-Grün in Wien bedeutet:

  • Soziale Arbeit mit Familien steht im Mittelpunkt der Jugendwohlfahrt.
  • Der Prävention kommt eine besondere Bedeutung zu: Für die dafür notwendigen personellen Ressourcen wird Sorge getragen.
  • Die Rahmenbedingungen für Pflegefamilien werden verbessert.
  • Im Bereich des Glückspiels wird ein besonderes Augenmerk auf den Jugendschutz gelegt.

Die Jugendwohlfahrt (MAG ELF) versteht sich als größte Kinderschutzorganisation in Wien. Sie setzt sich dafür ein, dass die Rechte der Kinder und Jugendlichen gewährt und gestärkt werden. Gleichzeitig ist die MAG ELF mit einem umfassenden Unterstützungs- und Beratungsangebot Serviceeinrichtung für Familien und Erziehungsberechtigte.

Soziale Arbeit mit Familien/Eltern-Kind-Zentren

Die Phase rund um die Geburt des Babys und die ersten Lebensjahre mit dem Kind stellen für alle Eltern eine große Herausforderung dar. 18 Regionalstellen Soziale Arbeit mit Familien, 8 Eltern-Kind-Zentren, 24 Elternberatungsstandorte und 4 Familienberatungsstellen sind schon jetzt erste Anlaufstellen für Familien bei Fragen und Problemen im Lebensalltag mit Kindern. Im Sinne der Primärprävention erfolgt eine stärkere Ausrichtung der Angebote auf die Kernzielgruppe der Jugendwohlfahrt - das sind in Wien lebende Familien mit Unterstützungs- bzw. Betreuungsbedarf. Durch gezielte Schulungen soll gerade diesen Familien gezeigt werden, wie sie ihren Erziehungsalltag auch dann bewältigen können, wenn sie durch Umstände wie Trennung, Jobverlust, enge Wohnverhältnisse und Schulden in krisenhafte Situationen geraten. In den Stadterweiterungsgebieten - wie etwa Seestadt Aspern - muss für die Zukunft die Versorgung mit solchen Einrichtungen sichergestellt werden.

Das rot-grüne Projekt "Frühe Förderung" wird auf weitere Bezirke ausgedehnt.

Familiencoaching

Teams bestehend aus SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen sind in ganz Wien unterwegs. Sie machen nicht nur Präventionsarbeit, sondern betreuen auch Eltern, deren Kinder in einer Wohngemeinschaft leben, um eine Rückkehr in die Familie zu beschleunigen. Ziel ist es, Familien zu einem Zeitpunkt zu erreichen, wo ein Erziehungsproblem mit wenig Unterstützung noch gelöst werden kann, bevor es zu einem großen Problem wird. Dadurch kann der Verbleib von Kindern im Familienverband gesichert werden und eine Steigerung bei der Zahl der Fremdunterbringungen hintan gehalten werden.

Pflegeeltern, Krisenzentren und Wohngemeinschaften

Nicht daheim und doch zu Haus: Durch den konsequenten Ausbau von eigenen Wohngemeinschaften und Krisenzentren und den Zukauf von Plätzen und die enge Kooperation mit Pflegeeltern werden Kindern und Jugendlichen familienähnliche Betreuungsmöglichkeiten geboten. So können sie immer dann, wenn der Verbleib in ihrer Ursprungsfamilie nicht möglich ist, in adäquaten kleinräumlichen sozialen Bindungen heranreifen. Ein besonderes Augenmerk ist dabei zukünftig auch auf Mädchen und junge Frauen zu legen, die von Zwangsheirat und FGM bedroht sind, sowie auf minderjährige Mütter.

Die fachliche Begleitung und Betreuung von Pflegeeltern erhöht die Chance, dass in Zukunft noch mehr Menschen in Wien mit unterschiedlichsten Lebenskonzepten sich zutrauen, ein oder mehrere Pflegekinder zu übernehmen. Dafür müssen ausreichend fachliche Ressourcen zur Seite gestellt werden. Spezielle Angebote für spezielle Bedürfnisse

Spezielle Angebote für spezielle Bedürfnisse

Kinder mit Handicaps und speziellen Bedürfnissen werden von Eltern sehr intensiv betreut. Die enge Bindung führt oft zu Überforderungen bei den betreuenden Personen. Hier sollen gezielte Angebote der Familienhilfe und der teilstationären unterstützenden Betreuung einsetzen, die nicht nur Eltern, sondern auch das vollstationäre Unterbringungssystem entlasten. Im Rahmen eines eigenen Kompetenzzentrums für Integrationsfragen werden ratsuchende Familien betreut und mit den Betroffenen ein Unterstützungs- und Entlastungskonzept erarbeitet.

UN-Kinderrechtskonvention

Wien übernimmt im Bereich der Menschenrechte eine Leuchtturmfunktion. Die UN-Kinderrechtskonvention wird nach rechtlicher Prüfung in Wien verankert. Wien wird eine Verankerung der UN-Kinderrechtskonvention auf Bundesebene gezielt verfolgen und eine rasche Umsetzung einfordern.

Präventionsmaßnahmen - Koordination und Überblick

Um eine bessere Koordination aller Präventionseinrichtungen und -projekte im Jugendbereich zu ermöglichen, soll ein Überblicksraster über alle bestehenden Angebote (Streetwork, aufsuchende Jugendarbeit etc.) für die Bezirke erarbeitet werden.

Integration & Toleranz

Wien bekennt sich zur besonderen Förderung von Integration und Toleranz in den Kindergärten und Schulen als Beitrag zur Wahrung gesellschaftlichen Friedens. Diesbezügliche interkulturelle Projekte werden einen Schwerpunkt darstellen. Ein Beispielprojekt soll mit der "Biografiewerkstatt" verwirklicht werden.

Wien - Sportstadt

Rot-Grün in Wien bedeutet:

  • Der Breiten- und Spitzensport nimmt einen hohen Stellenwert ein und wird bestmöglich unterstützt - insbesondere im Nachwuchsbereich.
  • Die Sport- und Bewegungsangebote im Kindergarten und in der Schule werden fix in den Alltag integriert.
  • Allen WienerInnen werden vielfältige Möglichkeiten der Sportausübung zu leistbaren Bedingungen geboten.
  • Die Sportstätten-Infrastruktur wird kontinuierlich verbessert.

Wien schätzt die Rolle des Sports in der Gesellschaft und wird weiterhin den Breiten- und Spitzensport unterstützen. Sport ist Querschnittmaterie und leistet in vielen Bereichen einen wesentlichen Beitrag, wie beispielsweise in der Gesundheitsprävention und in der Integrationspolitik. Sport setzt wirtschaftliche Impulse, bietet sinnvolle Freizeitgestaltung und ist identitätsstiftend.

Schwerpunkte der kommenden Jahre sind Nachwuchsförderung, die Verbesserung der Sportinfrastruktur und deren Barrierefreiheit.

Breiten- und Spitzensport

Der Breitensport bietet in Wien eine Vielzahl von Angeboten und Aktivitäten, von Großsportveranstaltungen über Österreichische und Wiener Meisterschaften bis hin zu vereinsgebundener und individueller Sportausübung. Die Stadt Wien stellt den zahlreichen Vereinen Sporthallen und Sportflächen weiterhin zu günstigen Konditionen zur Verfügung, um allen WienerInnen Sportausübung zu leistbaren Bedingungen zu ermöglichen.

Auch im Spitzensport will Wien international leistungsfähig sein, denn erfolgreiche SportlerInnen sind eine Visitenkarte für unsere Stadt und motivieren Kinder und Jugendliche zu Sport und Bewegung. Hier gilt es, gute Strukturen und ein gutes Umfeld für unsere Aushängeschilder zu gewährleisten.

Große Sportevents sollen auch in Zukunft nicht nur den hohen Stellenwert von Sport in Wien unterstreichen, sondern auch Werbung für die jeweilige Sportart sein.

Nachwuchs- und Gesundheitsförderung

Wien strebt den Ausbau von Sport- und Bewegungsangeboten im Kindergarten- und Volksschulalter an, um den aktuellen Entwicklungen zu steigendem Übergewicht und der Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustands unserer Jugend entgegen zu wirken. Im Rahmen des Ausbaus des flächendeckenden Angebots von Ganztagsschulen gilt es, ein System zu etablieren, das verstärkt Sport und Bewegung, auch in kreativen Ansätzen, in den Schulalltag integriert.

Auch im Vereinssport setzt Wien beim Nachwuchs an. Mit einer neuen Sportnachwuchsförderung werden Mannschaften und EinzelsportlerInnen unterstützt. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass mehr Mädchen für den Sport zu begeistern und in der Förderung besonders zu berücksichtigen sind.

Verbesserung der Sportinfrastruktur

Wiens Sportstätten-Infrastruktur wird kontinuierlich verbessert. Dazu sind neue Modelle für eine Dynamisierung der Entwicklung unserer Sportstätten zu erarbeiten.

Sport muss für alle WienerInnen gleich zugängig sein - für Menschen mit Behinderung in gleichem Maße wie für Menschen ohne Behinderung. Barrierefreiheit ist dem Wiener Sport wichtig und wird bei allen Sanierungen und Neubauten bestmöglich berücksichtigt. Darüber hinaus werden weitere Maßnahmen gesetzt, um Menschen mit Behinderungen für den Sport zu begeistern.

Wien wird mit dem neuen innovativen Modell Sportcontracting in Energie optimierende Maßnahmen der städtischen Sportanlagen investieren. Damit werden Wiens Sportstätten attraktiver. Gleichzeitig mit diesem wichtigen Beitrag für die Umwelt wird den Sportvereinen geholfen, Kosten zu sparen, die sie wiederum in die Nachwuchsförderung investieren können.

Sport & Integration

Gerade im Sport kommt dem Bereich der Integration eine bedeutende Rolle zu. Wien unterstützt Maßnahmen, die TrainerInnen und BetreuerInnen beim Erwerb von integrativen und pädagogischen Fähigkeiten unterstützen.

Wiener Bäder

Die Anlagen und Einrichtungen der Wiener Bäder werden nachhaltig und im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Energie betrieben und erneuert. Der sukzessive Ausbau und die laufende Verbesserung bei der Barrierefreiheit der Wiener Bäder sind wichtige Schwerpunkte.

Bürgerdienst

Wien bekennt sich zum umfassenden Angebot des Bürgerdienstes, der eine wichtige Servicestelle für alle WienerInnen darstellt. In Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen der Wiener Stadtverwaltung trägt er wesentlich zu einem positiven Miteinander in der Stadt bei.

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