Institut Go-Governance: Wien unterstützt "Gute Regierungsführung"

Buchcover Good Governance and Youth

Das in Wien ansässige Go-Governance Institut ist ein unabhängiges und international ausgerichtetes Institut mit dem Forschungsschwerpunkt "Good Governance" zu Deutsch "Gute Regierungsführung". Begründet wurde der Begriff in den 1980er-Jahren von internationalen Organisationen wie der OECD, der Weltbank und den Vereinten Nationen aufgrund ihrer Erfahrungen in der internationalen Finanz- und Entwicklungshilfe. Mittlerweile versteht man unter "Good Governance" ein neues Verständnis von Regierung und Verwaltung, das eine Gesamtsteuerung der gesellschaftlichen Entwicklung unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft umfasst. Gute Regierungsführung wird heute in den internationalen Beziehungen - vor allem auch in der Entwicklungszusammenarbeit - eine immer wichtigere Leitlinie und zur Voraussetzung für menschliche Entwicklung. Dabei hat sich "Good Governance" von seinem ursprünglichen Fokus auf ökonomische Prozesse und verwaltungstechnische Effizienz hin zu einem Thema mit stärkerem Bezug zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Partizipation entwickelt.

Wiener Institut mit internationaler Reichweite

Im Fokus des Go-Governance Instituts stehen die Erforschung und Diskussion rund um Verbesserungsmöglichkeiten von Demokratieprozessen sowie Partizipation, effiziente Verwaltung, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit. Neben Österreich und Europa liegt ein Arbeitsschwerpunkt derzeit bei der Schwarzmeerregion. Die Leiterin des Instituts, die Politologin und ehemalige Professorin der Diplomatischen Akademie in Wien, Prof.in Melanie Sully, erkannte die zunehmende Bedeutung und die Notwendigkeit eines neuen, kritischen Diskurses zum modernen Demokratieverständnis. Gemeinsam mit Dr. Josef Mantl gründete sie 2012 das Go-Governance Institut und veranstaltet seither mit Unterstützung der Stadt Wien, dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und vieler weiterer Partnerinnen und Partner zahlreiche Veranstaltungen zur Dialogförderung und thematischen Auseinandersetzung mit Demokratie. So blickt das relativ neue Institut bereits auf einige Veranstaltungen und internationale Konferenzen in Österreich, Armenien, Georgien, Montenegro, der Republik Moldau, der Ukraine und in der Türkei zurück.

Die Stadt Wien als Projektpartnerin

In Kooperation mit der Stadt Wien organisierte das Go-Governance Institut im Jahr 2015 eine sehr erfolgreiche internationale Konferenz in Jerewan, Armenien, zum Thema "Good Governance und Partizipation". Im vergleichsweise jungen demokratischen Staat Armenien stieß der Themenbereich der Jugendpartizipation auf besonders großes Interesse. Angelehnt an die Konferenz und die daraus resultierenden Ergebnisse erschien im Frühjahr dieses Jahres der Sammelband "Good Governance and Youth". In diesem Buch wird das Thema "Jugend" in verschiedenen Beiträgen anhand von Best-Practices und Fallstudien aus vielen Ländern und Regionen behandelt. Dabei werden vor allem Schlüsselbereiche wie Jugendpartizipation bei Wahlen und Referenden, die Jugend in der Politik auf der lokalen, regionale, nationalen und europäischen Ebene sowie die Jugendbeteiligung bei Kulturprojekten mit gesellschaftspolitischen Inhalten eingehend diskutiert.

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