5,5 Jahre "Smarter Together" in Simmering

Im Rahmen des Projektes "Smarter Together - gemeinsam g'scheiter" wurden im Gebiet rund um den Enkplatz und den Geiselberg 80 Millionen Euro in die Aufwertung des Grätzls investiert.

Menschen an Informationsstäden, davor ein "Smarter Together"-Rollup

Die Initiative zur Stadterneuerung im Nordwesten Simmerings startete Anfang 2016 und lief bis Ende August 2021. Die EU förderte das Projekt mit 7 Millionen Euro.

In dem ausgewählten Grätzl wurden innovative technische Lösungen in den Bereichen Energie, Mobilität und Sanierung verknüpft. Damit wurden wichtige Beiträge zur Erreichung der Klimaziele geleistet und gleichzeitig die Smart City Wien Rahmenstrategie umgesetzt.

Dabei hat die EU besondere Anforderungen gestellt: Das Projekt sollte ganzheitliche, innovative Lösungen bieten. Zudem mussten die einzelnen Projekte in 3 Jahren umgesetzt und danach mussten deren Ergebnisse noch 2 Jahre auf Nachhaltigkeit kontrolliert werden.

Highlights der Umsetzungsprojekte

Viele innovative Ideen und Lösungen wurden verwirklicht und tragen zur Lebensqualität in Simmering und zum Klimaschutz bei. Über 40 Einzelprojekte wurden umgesetzt, wie etwa:


  • 3 Wohnhausanlagen wurden "smart" saniert. Das spart 6 Millionen Kilowattstunden Energie pro Jahr.
  • Die "WienMobil Station" am Simmeringer Platz bot mehrere Mobilitätsangebote: E-Bikesharing, Carsharing, Radboxen, eine Ladestation und ein E-Lastenrad.
  • Die Werkslogistik der Siemens-Mobility am Leberberg wurde rundum erneuert und spart seitdem 20.000 Liter Diesel pro Jahr.
  • Ende 2017 ging das E-Carsharing der BWSG in der Wohnhausanlage Hauffgasse mit 3 E-Autos in Betrieb. Besonders wichtig war dabei die Teilhabe der sogenannten "Aktivgruppe" von Bewohner*innen, die das Projekt und die Autos betreuten.
  • Im Herbst 2019 wurde die Schulerweiterung am Enkplatz mit 4 Null-Energie-Turnsälen eröffnet. Die Sportplätze haben 3.500 Quadratmeter und werden von rund 1.000 Schüler*innen genutzt.
  • Das SIMmobil, der mobile Informations- und Partizipationswagen, war immer dort, wo gerade etwas Spannendes los war, und so konnten sich die Bewohner*innen einbringen und mitmachen.
  • Gemeinsam mit der Abteilung Wien Digital wurde eine Open Source Datenplattform entwickelt.
  • Das AIT (Austrian Institute for Technology) und die UIV (Urban Innovation Vienna) haben prozessbegleitend das Monitoring und das Wissensmanagement betrieben, was für die Nachhaltigkeit wichtig war.
  • 900 Arbeitsplätze wurden durch das Projekt gesichert und zum Teil neu geschaffen.

Der Abschlussbericht zeigt auf 194 Seiten, was sich in den insgesamt 5,5 Projektjahren getan hat. Factsheets wurden zu ausgewählten Projekten verfasst.

Abschlussbericht herunterladen

Nachhaltige Ergebnisse und Nachfolgeprojekte

"Smarter Together" diente dank EU-Förderungen als Innovationslabor der Stadt. Zahlreiche innovative Projekte und Prozesse konnte im Realbetrieb getestet werden. Das Ergebnis sind zahlreiche Nachfolgeprojekte, wie etwa:

  • WieNeu+ wurde im Herbst 2021 in Innerfavoriten gestartet. Es soll den umfassenden Grätzl-Ansatz der Stadterneuerung von "Smarter Together" die nächsten 10 Jahre weiterführen.
  • Mit dem EU-Projekt RenoBooster wurde die Informationsstelle Hauskunft für private Immobilienbesitzer*innen eingerichtet, die ihre Immobilie sanieren wollen. Die Qualitätsplattform Sanierungspartner stellt dazu Informationen zu Professionisten bereit.
  • Die Stadt Wien hat eine Novelle zur Sanierungsverordnung beschlossen, die auf den Erkenntnissen aus "Smarter Together" beruht.
  • In Zukunft sollen auch Schulen und Gemeindebauten, wo immer möglich, mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden: Wiener Photovoltaik-Offensive
  • Die Stadt Wien hat eine eigene Förderschiene für E-Carsharing im Mehrparteienwohnbau eingerichtet.

Smarter Together - gemeinsam g'scheiter - Projektwebsite und Blog

Internationaler Austausch

Die internationalen Partner ließen sich vielfach von den Wiener Ideen inspirieren. Umgekehrt sind einige innovative Lösungen in Wien Resultat des europäischen Austausches. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam g'scheiter in Europa.

Das Zukunftsweisende an der Initiative "Smarter Together" ist, dass sie Menschen verbindet, die Wirtschaft einbezieht, das partnerschaftliche Zusammenwirken aller unterstreicht und Wiens Standort-Attraktivität international fördert.

Vorbild für andere Städte

Video: Smarter Together Wien - gemeinsam g'scheiter

Venedig ließ sich vom Wiener SIMmobil inspirieren. Der mobile Informations- und Partizipationswagen, macht an verschiedenen Plätzen Station, veranstaltet Aktionstage und lädt die Bewohner*innen dazu ein, ihren Stadtteil zukunftsfit mitzugestalten. In Venedig wurde dafür ein ausrangierter Bus bunt bemalt.

Sofia interessierte sich für die integrierten Mobilitätslösungen, Santiago de Compostela für Energielösungen und die Bemühungen, die Mieter*innen einzubeziehen.


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