Tagung "Menschenrecht auf Arbeit" - Rückblick

Mann an einem Arbeitsplatz mit widrigen Bedingungen

Die entwicklungspolitische Fachtagung "Menschenrecht auf Arbeit" fand am 10. Dezember 2018 im Wiener Rathaus statt. Sie thematisierte mit internationalen und nationalen Gästen, wie man gute Arbeit für alle Menschen schaffen kann. Denn viele Produkte werden unter widrigen Bedingungen hergestellt. Global agierende Unternehmen zeigen oft wenig Verantwortung. Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren oder die Familie nicht mehr versorgen zu können, treibt Menschen in prekäre Arbeitssituationen.

Die Fachtagung griff diese Herausforderungen auf: Wie bringt man nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Einklang mit den Menschenrechten? Braucht es neue Regelungen? Wer achtet auf deren Einhaltung? Welchen Beitrag kann die Entwicklungszusammenarbeit leisten? Und was können wir alle dazu beitragen?

Um diese Fragen miteinander zu diskutieren, luden die Stadt Wien und Südwind nach den Vorträgen zur Podiumsdiskussion ein.

Arbeit als Menschenrecht

Das Recht auf Arbeit wurde am 10. Dezember 1948, vor 70 Jahren, von den Vereinten Nationen mit der Verabschiedung der Menschenrechte verkündet. Gerechte Arbeitsbedingungen, das Recht auf gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit sowie die Begrenzung der Arbeitszeit wurden dabei ebenso niedergeschrieben wie das Recht, seine Interessen zu vertreten. Auch die 2015 beschlossenen UN-Nachhaltigkeitsziele, die SDGs, sehen menschenwürdige Arbeit als Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum an (SDG 8).

Doch diese Ideale werden nicht immer und überall auf der Welt eingehalten. Die Politik, Unternehmen, Gewerkschaften sowie Konsumentinnen und Konsumenten sind gefragt, die Einhaltung des Menschenrechts auf Arbeit zu gewährleisten und zu fordern.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Bernhard Bouzek (Magistratsabteilung 27)
Kontaktformular