Bürgermeister Ludwig kündigt nächste Vorhaben für Wien an

  • Kostenlose Ganztagsschule für 63 Wiener Schulen geplant
  • Ausbildung: Garantierte Lehrstelle in überbetrieblichen Lehrwerkstätten
  • "Pflege-Garantie" soll Platz in Pensionistenwohnhäusern oder Pflegeeinrichtungen sichern
  • Neuer "Wien Bonus" in der Wirtschaft unterstützt Wiener Unternehmen
  • "Gruppe Sofortmaßnahmen" kontrolliert Sicherheit in der Stadt
  • 200 neue administrative Kräfte entlasten Medizinerinnen und Mediziner an Spitälern

Video: BGM Aktuelle Vorhaben

Mitte Februar 2020 erklärte Bürgermeister Michael Ludwig im Gespräch mit der Rathauskorrespondenz seine nächsten Vorhaben für Wien.

Kostenlose Ganztagsschulen

10 Jahre nach Einführung des Gratis-Kindergartens sollen jetzt 63 Ganztagsschulen in der ganzen Stadt kostenfrei werden. Je nach Bedarf sollen in den kommenden Jahren bis zu 10 weitere Standorte pro Jahr erschlossen werden.

Bürgermeister Michael Ludwig: "Ein Angebot, das zeigt: In der Stadt Wien nehmen wir Bildung sehr ernst. Kinder sollen sich persönlich und individuell entwickeln können."

Lehrausbildung aufwerten

Wer als junger Mensch nach der Pflichtschule eine Lehre antreten möchte, soll in Wien künftig einen garantierten Platz finden. Deshalb werden mit überbetrieblichen Lehrwerkstätten, die an die Stadt Wien angebunden sind, die Möglichkeit für eine Lehrstellen-Garantie geschaffen. In diesem Zusammenhang ist auch ein neues Zentralberufsschulgebäude geplant. Der Neubau soll architektonisch und inhaltlich Lust aufs Lernen machen und junge Menschen für die Lehre gewinnen.

"Pflege-Garantie"

Wiens Bevölkerungsentwicklung zeigt zwei Trends: Wien ist das jüngste Bundesland mit mehr als 360.000 Menschen unter 19 Jahren. Gleichzeitig werden die Menschen immer älter. Durch eine "Pflege-Garantie" sollen alle, die es benötigen, ein Apartment in einem Wiener Pensionistenwohnhaus oder einen Pflegeplatz in den Einrichtungen der Stadt bekommen.

"Wien-Bonus" wird ausgeweitet

Der Wien-Bonus wird auf die Wiener Wirtschaft ausgeweitet. Bei Auftragsvergaben durch die Stadt sollen künftig Wiener Unternehmen gemäß den gesetzlichen Richtlinien bevorzugt werden. Die Stadt verspricht sich davon eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wien. Bestehende Jobs sollen gesichert und neue geschaffen werden. Auch zum Klimaschutz soll der "Wien-Bonus" beitragen: Es wird bei der Auftragsvergabe auf kurze Wege und regionale Produkte geschaut.

Gruppe für Sofortmaßnahmen

Wien zählt zu den sichersten Großstädten der Welt. Grund dafür ist auch die gute Zusammenarbeit der Polizei mit den städtischen Einrichtungen, etwa die "Helfer Wiens". Als neuen, weiteren Schritt soll eine eigene Gruppe für Sofortmaßnahmen laufend kontrollieren, ob alles in der Stadt gut funktioniert - zum Beispiel kaputte Straßenbeleuchtung oder übervolle Mistkübel.

Für die Gruppe Sofortmaßnahmen sind rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich in der Stadt unterwegs. Auf Meldungen, zum Beispiel mit der Sag’s Wien-App, wird schnell reagiert.

Gesundheitssystem stärken

Im Gesundheitssystem sollen 200 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den administrativen Bereich in den städtischen Spitälern angestellt werden. Damit wird das medizinische Personal entlastet und hat mehr Zeit, sich um Patientinnen und Patienten in Ambulanzen zu kümmern.

Die Stadt Wien wird außerdem - in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesundheitskassa und der Ärztekammer - neue Gruppenpraxen schaffen. Dort können Ärztinnen und Ärzte gemeinsam betreuen und behandeln. Damit können im ganzen Stadtgebiet, dort wo es notwendig ist, Versorgung angeboten und Spitäler entlastet werden.

Zudem sollen 16 medizinische Spezial-Einrichtungen entstehen, etwa ein Diabetes-Zentrum, ein Wund- sowie ein Kinderzentrum.

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