Städtebarometer 2017 zum digitalen Wandel

Video: Städtebarometer: Digitalisierung im Fokus

Das SORA-Städtebarometer ist eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Österreichischen Städtebundes. Es wurde im Frühjahr 2017 unter 1.051 Personen österreichweit durch SORA - Institute for Social Research durchgeführt. Unter dem Schwerpunktthema "Digitalisierung" wurden umfassend Fragen zu Nutzungsverhalten und Datensicherheit erhoben.

Michael Häupl, Präsident des Österreichischen Städtebundes: "Der sogenannte 'Digital Divide', also die Kluft zwischen Menschen mit umfassenden digitalen Kompetenzen und jenen, die sich damit schwerer tun, muss ein Ansporn für Kommunen sein, auf dem Weg in die Zukunft alle Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen."

Schwerpunktthema Digitalisierung

Panorama des abendlichen Wiens entlang der Donau

86 Prozent der Befragten fühlen sich im öffentlichen Raum sehr oder ziemlich wohl. Interessant ist dabei, dass die Überwachung des öffentlichen Raums (Ordnungswachen, Videoüberwachung) bei sechs von zehn Befragten ein Gefühl von Sicherheit auslöst, während die Überwachung des Internets nur für 44 Prozent Sicherheit erzeugt.

Generell wird der digitale Wandel ambivalent beurteilt: 27 Prozent erkennen Chancen bei der Digitalisierung, 19 Prozent sehen Risiken.

Diese Ambivalenz zeigt sich auch bei der Frage zu Datensammlung und Anonymität im Netz: Rund die Hälfte (52 Prozent) ist darüber besorgt, die andere Hälfte (55 Prozent) sagt, dass Datensammlung und Vernetzung technisch lösbar sind. Interessant dabei ist, dass bereits 2015 diese Frage erhoben wurde und die Einstellungen leicht positiver geworden sind.

Die Internetnutzung ist weiter gestiegen: 67 Prozent geben an, dass sie ein Smartphone besitzen und es auch regelmäßig für den Einstieg ins Internet verwenden.

Vertrauen in Städte und Gemeinden

Die Lebensqualität am Wohnort wird von der Bevölkerung wie auch in den letzten Jahren als sehr hoch eingeschätzt. Fast neun von zehn Befragten (88 Prozent) geben an, dass ihre Wohngemeinde eine hohe Lebensqualität bietet.

Im Vergleich zeigt sich, dass das Vertrauen in die Stadt beziehungsweise Gemeinde am stärksten ausgeprägt ist: 54 Prozent sind der Ansicht, dass sich ihre Wohngemeinde in die richtige Richtung entwickelt, 52 Prozent stimmen dieser Aussage bei ihrem Bundesland zu. Nur 36 Prozent sagen, dass sich Österreich in die richtige Richtung entwickelt.

Wie auch 2016 sind die Ergebnisse der Zufriedenheit sehr stabil. Jeweils neun von zehn Befragten sind mit der Trinkwasserversorgung (98 Prozent), der Müllentsorgung (96 Prozent) oder Abwasserentsorgung (94 Prozent) sehr zufrieden.

Mit den Gesundheitseinrichtungen sind die Befragten zu 85 Prozent sehr zufrieden. Neun von zehn Befragten sind mit dem Angebot der Nahversorgung im Wohngebiet sehr zufrieden. Ebenfalls hoch ist die Zufriedenheit mit dem Stadtbild (82 Prozent) und der Infrastruktur im Bereich Verkehr. Letzteres betrifft beispielsweise die Angebote für Fußgängerinnen und Fußgänger, das Radwegenetz, den öffentlichen Verkehr sowie die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.

Gute Schulversorgung

88 Prozent der Befragten sind mit dem Angebot an Pflichtschulen sowie höheren Schulen in ihrer Wohngemeinde sehr oder ziemlich zufrieden. Die Zufriedenheit mit dem Angebot an Betreuungsmöglichkeiten für Unter-Dreijährige ist um elf Prozentpunkte gegenüber der Befragung vor drei Jahren gestiegen. Potential gibt es beim Angebot der schulischen Nachmittagsbetreuung, hier sind nur 59 Prozent zufrieden.

Städtetag zum Thema "Digitalisierung"

Von 17. bis 19. Mai 2017 findet unter dem Titel "Stadt neu denken, Digitalisierung meistern" in Zell am See der Österreichische Städtetag statt. Es ist die jährliche Generalversammlung der rund 250 Mitgliedsstädte und -gemeinden.

Städtetag 2017

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