Klausur der Stadtregierung: Wiens nächste Vorhaben

  • Maßnahmenpakete und neue Initiativen in den Bereichen Wohnen, Kinder und Jugend, Kultur und Verkehr
  • Gezielte Investitionen im Bereich der Wissenschaft, der Bildung und der Sicherheit
  • Die bestehenden Angebote und Leistungen für die BürgerInnen werden weiter ausgebaut und verbessert.
  • Der Wirtschaftsstandort Wien wird gestärkt.
  • Die enge Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern wird weiterhin von zentraler Bedeutung sein.

Video: Stadtregierung stellt Weichen für Wiens Zukunft

Am 6. September 2018 fand die erste Klausur der Wiener Stadtregierung unter Bürgermeister Michael Ludwig im Wiener Rathaus statt.

Dabei wurden quer durch die Ressorts viele Maßnahmen festgelegt, die weiterhin soziale Sicherheit und die hohen ökologischen Standards garantieren sollen.

Bürgermeister Michael Ludwig:

"Mir ist wichtig, dass wir die hohe Qualität in sämtlichen Lebensbereichen in unserer Stadt weiter ausbauen und dass auch in Zukunft alle Wienerinnen und Wiener von dieser Qualität profitieren können."

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou:

"Die soziale Sicherheit und unsere hohen ökologischen Standards sind Voraussetzungen für die hohe Lebensqualität unserer Stadt. Wir sorgen dafür, dass diese Errungenschaften langfristig gesichert bleiben."

Maßnahmen im Detail

Folgende Programme kommen in den nächsten Monaten sukzessive zur Umsetzung:

Neue Multifunktionsarena

Wien punktet international als erfolgreiche Kultur-, Kongress- und Tourismusmetropole.

Ein Konzept für Veranstaltungshallen soll die Position von Wien als Veranstaltungslocation im europaweiten Wettbewerb absichern.

Teil dieses Konzepts wird die Errichtung einer neuen High-Level-Multifunktionsarena sein. Diese neue Multifunktionsarena deckt ein Einzugsgebiet im Radius von 300 Kilometern und 15 Millionen Menschen ab. Mit einer Sitzplatzkapazität von bis zu 20.000 Besucherinnen und Besuchern spielt Wien in Zukunft in einer Liga mit London, Köln und Paris.

Die Evaluierung möglicher Standorte erfolgt noch in diesem Jahr. Die neue Multifunktionsarena soll einen modernen Medien- und Kreativcluster langfristig in Wien etablieren und abgestimmt auf das bestehende Angebot einen zusätzlichen Mehrwert bieten.

"Werkstadt Junges Wien"

Wien ist die Stadt der Jugend. Als jüngstes Bundesland ist Wien das Jugendzentrum Österreichs.

Anfang 2019 ist Kick-off der "Werkstadt Junges Wien", einem großen Kinder- und Jugend-Beteiligungsprozess.

Ziel ist es, dass in mindestens 500 Werkstätten mindestens 10.000 Kinder und Jugendliche an der "Werkstadt Junges Wien" mitwirken. Die Ergebnisse werden anschließend im Herbst 2019 als Grundlage in die Kinder- und Jugendstrategie der Stadt Wien einfließen.

Wohnen bleibt leistbar

Das Leben in unserer Stadt soll auch in Zukunft für alle Wienerinnen und Wiener erschwinglich sein. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das Thema Wohnen ein.

Durch die Einführung einer neuen Widmungskategorie (verankert in der Wiener Bauordnung) wird hier ein nachhaltiges Instrument mit nachhaltig preisdämpfender Wirkung eingesetzt. Ziel ist es, in Wien noch mehr geförderten Wohnbau zu errichten und die Wohnbauleistung der Stadt weiter voranzutreiben.

Eine weitere verbindliche Neuerung betrifft die Grundstückskosten: Um kostengünstiges Bauland zur Verfügung stellen zu können, gelten für Bauträger die schon bisher im geförderten Wiener Wohnbau üblichen Grenzen von 4,87 Euro bei der Nettomiete je Quadratmeter Wohnnutzfläche sowie 188 Euro pro Quadratmeter oberirdischer Bruttogrundfläche beim förderbaren Grundstückspreis.

Damit wird der Grundstücksspekulation ein Riegel vorgeschoben. Auf die Förderungsdauer von 40 Jahren soll dieses Grundkostenlimit eingefroren und die Wohnungen weder gewinnbringend vermietet noch veräußert werden können.

Eine gewinnoptimierte Veräußerung soll durch Übernahme der Kaufpreisbildungsvorschrift nach dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz verhindert werden.

Ausbau des Wissenschaftsstandortes

Mit rund 200.000 Studierenden ist Wien heute schon der größte deutschsprachige Universitätsstandort der Welt.

Die langfristige Ansiedlung der internationalen Top-Universität Central European University (CEU) mit 1.500 Studierenden aus 117 Ländern ermöglicht es, das heutige Otto-Wagner-Areal (OWA) als neues Stadtentwicklungsgebiet zwischen Penzing und Ottakring weiterzuentwickeln.

Das OWA wird die beiden Bezirke in Zukunft als Wissenschafts-, Kultur- und Bildungscluster prägen. Die Ergebnisse des Mediationsverfahrens (historische Gebäudesubstanz erhalten, Eigentum der Stadt Wien, öffentliche Zugänglichkeit) werden dabei in vollem Umfang berücksichtigt. Mit einer Nutzfläche von insgesamt 120.000 Quadratmetern bietet uns das OWA die einmalige Chance, die Stadt international weiter an der Weltspitze zu positionieren.

Die Übergabe der ersten Pavillons soll 2023 stattfinden. Rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze werden durch die Ansiedlung geschaffen. Die jährliche Wertschöpfung wird rund 50 Millionen Euro pro Jahr betragen.

Volle Fahrt für Wiens Öffis

Bis 2020 wird von den Wiener Linien Schritt für Schritt ein Öffi-Paket, das mit der Wiener Stadtregierung vereinbart wurde, umgesetzt. In das Bim- und Busnetz werden dazu 70 Millionen Euro investiert.

Um stark frequentierte Linien zu entlasten und neue Verbindungen zu schaffen, wurde bereits das Linienkreuz U2/U5 auf den Weg gebracht: Die Verlängerung der U2 und der Um- und Neubau der U5 sind das wichtigste Zukunftsprojekt für die Wiener Öffis.

Neben dem U-Bahn-Ausbau wird auch das Straßenbahn- und Busnetz attraktiviert und ausgebaut.

Investitionen in Wiens Infrastruktur

Im Zuge des Brücken-Investitionsprogrammes werden im kommenden Jahrzehnt rund 50 Brücken fit für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts. Das Investitionsvolumen beträgt rund 200 Millionen Euro und stellt damit einen wichtigen Impuls für die Bauwirtschaft dar.

Die 826 Brücken der MA 29 werden regelmäßig von eigenen Fachleuten überprüft und erhalten. Durch diese umfassenden und regelmäßigen Prüfungen werden Schäden rechtzeitig erkannt, sodass genug Zeit bleibt um Instandsetzungskonzepte zu entwickeln. Damit wird sichergestellt, dass Arbeiten noch vor Eintreten von Gebrechen durchgeführt werden, die Lebensdauer der Objekte optimal ausgenutzt wird und der Aspekt der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt wird.

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