Rechnungsabschluss 2019: ausgeglichenes Budget vorzeitig erreicht

  • Ausgeglichenes Budget bereits ein Jahr früher als geplant
  • Keine neuen Schulden
  • 9,2 Millionen Euro Schulden zurückgezahlt
  • 758 Millionen Euro Rücklagen gebildet
Symbole mit Text: "Ein Jahr früher als geplant: Keine neuen Schulden; 9,2 Millionen Euro Schulden zurückgezahlt; 758 Millionen Euro Rücklagen gebildet."

Wien hat 2019 ausgeglichen bilanziert und damit ein Jahr früher als geplant. Gelungen ist dies trotz hoher Investitionen und Bildung von Rücklagen. Damit ist Wien für die aktuelle Corona-Krise gut aufgestellt.

Finanzstadtrat Peter Hanke: "Ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2019 und ein disziplinierter Budgetvollzug machen es möglich: Bereits ein Jahr früher haben wir unser Ziel erreicht und ausgeglichen bilanziert, mit hohen Investitionen, einer klaren Handschrift und ohne neue Schulden. Rechtzeitig vor der aktuellen Corona-Krise konnten wir auch wichtige Rücklagen aufbauen, um genau für Situationen wie diese Vorsorge zu treffen. Das hilft uns jetzt besonders."

Eckdaten zum Rechnungsabschluss 2019

Balkendiagramm "Ausgeglichener Haushalt erstmals seit 2007"

Insgesamt tätigte die Stadt Wien im Jahr 2019 Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 14,2 Milliarden Euro. Diese Summe konnte zur Gänze aus eigener Kraft finanziert werden. Der Schuldenstand wurde um 9,2 Millionen Euro verringert. Die Finanzschulden der Stadt Wien beliefen sich damit per 31.12.2019 auf 6,69 Milliarden Euro, das sind 6,6 Prozent des Bruttoregionalprodukts.

Tortendiagramm: Anteil der Einnahmearten am Gesamtbudget

Die wichtigsten Einnahmen sind mit rund 6,5 Milliarden Euro die Ertragsanteile Wiens an den gemeinschaftlichen Bundesabgaben, das sind 45,5 Prozent der Gesamteinnahmen. Für etwa 1,8 Milliarden Euro an Einnahmen (12,6 Prozent der Gesamteinnahmen) sind eigene Steuern verantwortlich. Die für das Wiener Budget in der Größenordnung wichtigste Steuer ist dabei die Kommunalsteuer, die im vergangenen Jahr 884,9 Millionen Euro einbrachte. Die Einnahmen aus Gebühren betrugen 522,2 Millionen Euro, das entspricht 3,7 Prozent aller Gesamteinnahmen.

Ausgaben: Schwerpunkte bei Bildung, Gesundheit und Soziales

Bereitgestellt wurden 2019:

  • 1,7 Milliarden Euro für Bildung
  • 2,3 Milliarden Euro für Gesundheit
  • 2,0 Milliarden Euro für Soziales
  • 864,3 Millionen Euro für Kinderbetreuung
  • 1,3 Milliarden Euro für die Schaffung von Vermögenswerten (Insgesamt 2,1 Milliarden Euro inklusive Eigeninvestitionen der Unternehmungen der Stadt Wien wie Wien Kanal, Wiener Krankenanstaltenverbund und Wiener Wohnen sowie der Wiener Stadtwerke, der Wien Holding und der Wirtschaftsagentur Wien)
  • 4,7 Milliarden Euro für die nachfragewirksamen Ausgaben (Das sind jene Bereiche, die einen unmittelbaren Effekt auf die Wirtschaftsleistung haben.)
  • 1,5 Milliarden Euro für das Bau- und Baunebengewerbe
Tortendiagramm: Anteil der Einnahmearten am Gesamtbudget

Unter Berücksichtigung der außerbudgetären Einheiten laut der Definition des ESVG (Europäisches System der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen) beträgt der für den Österreichischen Stabilitätspakt (ÖStP 2012) relevante positive Maastricht-Saldo im Jahr 2019 146,9 Millionen Euro. Dieser Wert hat sich somit gegenüber dem Voranschlag um einen 3-stelligen Millionenbetrag verbessert.

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