Hugo Portisch wurde Wiener Ehrenbürger

Video: Hugo Portisch ist Ehrenbürger der Stadt Wien

Bürgermeister Michael Häupl überreichte am 12. April 2018 dem namhaften Journalisten und Schriftsteller Dr. Hugo Portisch die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Wien. An der Ehrung nahmen zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien teil, beispielsweise der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer mit Gattin Margit. Die Laudatio hielt Prof. Heinz Nußbaumer.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny betonte in seiner Begrüßung, dass Hugo Portisch beispielgebend für kritischen und zugleich vermittelnden Journalismus stünde. Portisch zeichne besonders seine Glaubwürdigkeit aus, mit der er in seinen lebendigen Reportagen aus aller Welt komplexe Sachverhalte vermitteln konnte.

Nußbaumer verwies darauf, dass Portisch in ganz Österreich bekannt sei und gewürdigt werde. Er habe aus seiner eigenen Geschichte heraus eine sehr enge Beziehung zur Stadt Wien.

Portisch erzählte ins seiner Dankesrede, dass er 1945 in das vom Krieg zerstörte Wien gekommen sei und erschüttert war, die Stadt so zu sehen, in die er als Kind mit seinen Eltern so gern von Preßburg aus gekommen sei. Trotzdem habe er bei der Bevölkerung eine so positive Stimmung verspürt und Wien als großes Tor in die Freiheit gesehen. Des Weiteren erzählte er von der besonderen Beziehung zu Wien, die er bei Emigrantinnen und Emigranten im New York der Nachkriegszeit erlebt habe. Prominente Dichter, Denker und Künstler, die vor den Nazis geflüchtet waren, strömten eine enorme Sehnsucht nach Wien und Liebe zur Stadt aus. Die Versöhnung zwischen Wien und der Welt, beispielsweise durch Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, seien für ihn von enormer Bedeutung gewesen.

Lebenslauf

Hugo Portisch wurde 1927 in Preßburg geboren. Er studierte in Wien Geschichte, Geographie, Anglistik, Germanistik, Philosophie und Publizistik und promovierte 1951 zum Doktor der Philosophie. Noch während seines Studiums begann er seine journalistische Tätigkeit in Wien und Amerika. 1955 kehrte er nach Wien zurück und wurde 1958 Chefredakteur des "Neuen Kurier". Der Allgemeinheit bekannt wurde er als weltpolitscher Kommentator für den ORF. Äußerst erfolgreich sind seine zeitgeschichtlichen Dokumentationen "Österreich I" und "Österreich II". Neben seiner journalistischen Tätigkeit publizierte Portisch auch zahlreiche Bücher zur aktuellen Weltgeschichte sowie über sein Hobby, die Pilzesuche.

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