24 Jahre Bürgermeister Michael Häupl für Wien - eine Erfolgsbilanz

Kein Bürgermeister hat die Stadt so sehr geprägt wie Michael Häupl: 24 Jahre lenkte er die Geschicke der Stadt und machte Wien zu einer modernen und weltoffenen Millionenmetropole.

Häupl mit Blick über Wien

Am 24. Mai 2018 folgte Michael Ludwig als Wiener Bürgermeister auf Michael Häupl. Unter Rekord-Stadtchef Häupl wurde Wien zur attraktiven Großstadt, die seit 2009 den 1. Platz des Mercer-Rankings der weltweit lebenswertesten Städte belegt. Er führte die österreichische Bundeshauptstadt mit großem Erfolg in die Europäische Union und etablierte Wien als Stadt des Wissens.


Attraktive und deshalb stark wachsende Stadt

Bürgermeister Michael Häupl bei der Eröffnung der U3-Verlängerung nach Simmering

In der Amtszeit Häupls wuchs die Stadt Wien von 1,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern 1994 auf aktuell mehr als 1,8 Millionen an. Für die wachsende Stadt wurden wichtige Infrastruktur-Projekte wie der neue Wiener Hauptbahnhof sowie U-Bahn-Verlängerungen von U1, U2, U3 und U6 umgesetzt. Insgesamt wuchs das Öffi-Netz zwischen 1994 und 2016 um mehr als 300 auf rund 935 Kilometer. Der Ausbau der U-Bahn mit der neuen U5 sowie eine weitere Verlängerung der U2 wurde unter Bürgermeister Häupl auf Schiene gebracht. Dank klarer Mehrheit bei einer BürgerInnen-Befragung fährt die Nacht-U-Bahn an Wochenenden und vor Feiertagen. Die Zahl der Öffi-Nutzerinnen und -Nutzer ist auch dank der unter Häupl 2012 beschlossenen 365-Euro-Jahreskarte so hoch wie nie. 2017 waren 961,7 Millionen Fahrgäste mit Bim, Bus und U-Bahn unterwegs. 1995 waren es noch 687 Millionen.

Der Trendwechsel vom eigenen Auto zur umweltfreundlichen Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist seit dem Amtsantritt Häupls 1994 ungebrochen. Mehr als die Hälfte der Wege in der Stadt werden aktuell laut Modal Split mit den Öffis zurückgelegt. Aktuell haben mehr Menschen eine Jahreskarte als es angemeldete Autos in Wien gibt.

Trotz massiv steigender Bevölkerungszahl blieb die Anzahl der Magistrats-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter während der Amtszeit von Bürgermeister Häupl konstant. Wiens Verwaltung ist effizient, die Stadt sichert die Daseinsvorsorge für ihre Bewohnerinnen und Bewohner.

Wiens grünes Herz: Die Hälfte der Stadt besteht aus Grünflächen

1996, gleich zu Beginn der Amtszeit von Bürgermeister Michael Häupl, wurden 9.300 Hektar Augebiet zum Nationalpark Donauauen und Biosphärenpark Wien. Neben dem Einsatz für die Quellschutzgebiete des Wiener Hochquellwassers sichert eine großangelegte Modernisierung des 3.000 Kilometer umfassenden Wasserrohrnetzes die einzigartige Wasserversorgung der Stadt mit bestem Hochquellwasser.

Modernste Bildung mit Gratis-Kindergarten und Campus-Schulen

2009 beschloss Wien die größte Mittelstands-Förderung Österreichs der letzten Jahrzehnte: Der Kindergarten wird für 45.000 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren gratis. Bei der Bildungspolitik setzt Wien unter Häupl auf Campus-Schulen. Diese vereinen Kindergarten, Ganztags-Volksschule und Neue Mittelschule an einem Standort und ermöglichen es Kindern von 0 bis 14 Jahren in einer Schule gemeinsam zu lernen. All das geschieht nach modernsten Bildungsstandards.

Herzensanliegen: Wien zu Stadt des Wissens machen

Wien entwickelte sich von der Stadt der rauchenden Schlote zur Stadt der rauchenden Köpfe. Die Zahl der Forschungsstätten stieg von 894 (1994) auf 1.554 (2015) um 75 Prozent. In der Ära Häupl wurde Wien zu einem der "big player" in der europäischen Biotechnikszene. Generell wurden die Bereiche Wissenschaft, Forschung und Technologie forciert, um Wien zu einer Stadt des Wissens zu formen.

Das spiegelt sich auch in der Bevölkerung wieder: Jede vierte Wienerin beziehungsweise Wiener hat mittlerweile einen Uni-Abschluss. Mit 175.500 Studierenden ist die Uni-Stadt Wien aktuell die größte im deutschsprachigen Raum. Und die "Scientific Community" in Wien hat mit dem Ball der Wissenschaften 2015 auch Einzug in den Wiener Ballkalender gefunden.

Wirtschaftsmotor, Magnet für internationale Betriebsansiedelungen

Bildung und Forschung sind auch ein Job- und Innovationsmotor: Seit 1994 stieg die Beschäftigung - trotz Wirtschaftskrise 2009 und ihre Auswirkungen - um 7 Prozent. Die Zahl der Arbeitsstätten hat sich im selben Zeitraum auf 143.000 verdoppelt. Parallel dazu wuchs das Bruttoregionalprodukt zwischen 1995 und 2016 um 84 Prozent.

In Wien haben mehr als 200 internationale Firmen ihr Headquarter. Die Stadt ist auch Sitz von 32 internationalen Organisationen wie der UNO, der Internationalen Atombehörde IAEA, Organisation für industrielle Entwicklungshilfe UNIDO oder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Tourismus-Rekorde und die Weltspitze der Kongressstandorte

All das unterstreicht den international ausgezeichneten Ruf Wiens. Davon profitiert auch der Tourismus: Mit 15,5 Millionen Nächtigungen pro Jahr hat sich die Zahl seit 1994 annähernd verdreifacht.

2016 fanden dazu 1.320 Kongresse in Wien statt und brachten 1,4 Millionen Nächtigungen, dreimal so viele wie noch zum Amtsantritt Häupls im Jahr 1994.

Stadt der Kultur und der internationalen Großevents

Bürgermeister Michael Häupl mit Conchita Wurst

Bürgermeister Häupl mit Conchita Wurst

Bürgermeister Häupl festigte den Ruf Wiens als Welt-Kulturhauptstadt. 2001 wurde das MuseumsQuartier eröffnet. Wien bekam eines der größten Kunstareale der Welt mit 3,6 Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr.

Das Theater kehrte an der Wien 2006 zu seinen Ursprüngen zurück und wurde zum Opernhaus mit Schwerpunkt Barockoper und modernes Musiktheater. Öffentliche Konzerte wie das Popfest am Karlsplatz, Electric Spring bis hin zur traditionellen Eröffnung der Festwochen am Rathausplatz runden das Angebot der Musikmetropole Wien ab.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Bürgermeister Häupl bei der Erinnerungskultur, beispielsweise mit der Eröffnung des Deserteursdenkmals am Ballhausplatz 2014 oder der Sanierung jüdischer Friedhöfe wie jenem in der Seegasse am Alsergrund.

Auch als Austragungsort internationaler Großereignisse punktet Wien international. Die Fußball-Europameisterschaft 2008, der Eurovision Song Contest 2015, die Beachvolleyball-WM 2017 oder Events wie das Finale der UEFA Champions League 1995, die Eishockey-WM 1996, die Handball-Europameisterschaft 2010, die American Football-WM 2011, die Baseball-Europameisterschaft 2013 und 2015 sowie wiederkehrende Veranstaltungen wie der Vienna City Marathon oder das ATP-500 Tennis Open in der Stadthalle: Immer wieder zeigt die Stadt, dass sie Großevents sicher und gut abwickeln kann.

Politik mit großem Herz - Wien lässt niemanden in Stich

Während der Balkan-Kriege Mitte der 1990er-Jahre half Wien den Nachbarn in Not und auch bei der Flüchtlingsbewegung 2015 nahm Wien Schutzsuchende auf, die vor Mord, Terror und Hunger flüchteten. Bei der Sozialpolitik setzte Bürgermeister Häupl auf die Maxime Integration ab Tag eins und Hilfe in Notlagen. Michael Häupls politisches Handeln war stets von Respekt und Rücksichtnahme sowie von Humanität und Ordnung geprägt.

Das Modell der Wiener Mindestsicherung ermöglicht es allen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern unabhängig von ihrem Einkommen oder Herkunft an der hohen Lebensqualität in Wien teilzuhaben.

Mit der Spitalsreform 2030 stellte Häupl die Weichen für die Gesundheitsversorgung der wachsenden Stadt. Im nächsten Jahr wird das modernste Spital Europas in Wien Floridsdorf mit 800 Betten eröffnet.

Leistbarer Wohnraum für alle

Ein Wohnbauprogramm mit geförderten Wohnungen sichert, dass Wohnen auch weiterhin leistbar bleibt. In der Amtszeit von Bürgermeister Häupl wurden neue Stadtteile wie die Seestadt Aspern, das Sonnwendviertel, das Eurogate oder der Monte Laa erschlossen. Neben den neuen Stadtteilen lief unter Häupl auch die sanfte Stadterneuerung mit der geförderten Sanierung von Altbauten weiter.

"Meine Frösche sind nicht deppert"

Helmut Zilk und Michael Häupl

Bürgermeister Helmut Zilk bei der Amtsübergabe an Michael Häupl 1994

Der am 14. September 1949 in Altlengbach in eine Lehrer-Familie geborene Häupl hat als Biologe und Spezialist für Amphibien eine Karriere als Forscher verfolgt, bis ihn Bürgermeister Helmut Zilk 1988 mit den Worten "Ich brauch dich in der Politik, deine depperten Frösche kannst du auch später zählen" in die Stadtregierung geholt habe, erinnerte sich Häupl später an seinen Start im Gemeinderat. Die Aufgabe nahm Häupl an - nicht ohne Zilk zu kontern: "Meine Frösche sind nicht deppert." Am 7. November 1994 wurde Michael Häupl im Gemeinderat zum neuen Stadtchef gewählt.

Häupl schlug fünf Wahlen als Spitzenkandidat in Wien und holte zweimal, 2001 und 2005, die Absolute. 2010 koalierte er mit den Grünen - eine Premiere in der Österreichischen Politik, die 2015 fortgeführt wurde.

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