Neue Akzente in der Wiener Außen- und Standortpolitik

Wien intensiviert ab 2020 seine internationalen und europapolitischen Aktivitäten. Neue Standorte, ein mobiles Büro in der Hauptstadt des jeweiligen aktuellen EU-Ratsvorsitzlandes, neue Programme für den Wirtschaftsstandort sowie Angebote im Wissenschaftsbereich stehen dabei im Fokus.

Bürgermeister Michael Ludwig und Internationales-Stadtrat Peter Hanke: "Wir wollen unsere Rolle als internationaler Vorzeigestandort in Zukunft aktiver leben und betreten mit dieser Initiative daher auch bewusst neue Handlungsfelder. Mit Stolz können wir bei unseren Aktivitäten auf die städtischen Leistungen hinweisen. Wien ist ein perfekter Standort für die Wirtschaft und einer der führenden Wissens-Standorte in Europa. Wir erwarten uns von dieser neuen Ausrichtung Vorteile für den Standort Wien und in der Außenwirkung eine noch deutlichere internationale Positionierung."

Maßnahmen

Neues Büro in Berlin

Als erste Maßnahme ist 2020 die Eröffnung eines neuen Büros in Berlin geplant. Deutschland übernimmt am 1.7. den EU-Ratsvorsitz. Ob weitere Standorte strategisch erforderlich sind, wird geprüft.

Mobiles Wien-Büro zur Ratspräsidentschaft

Als Hauptstadt eines kleinen, neutralen Landes zwischen West und Ost, Nord und Süd soll Wien noch stärker als Motor für smarte, urbane Politik in Europa tätig werden. Dies gilt insbesondere im Konzert der Europäischen Hauptstädte und im Kontext der Ziele, Chancen und Herausforderungen für die neue EU-Kommission.

Fixiert ist daher auch ein neues mobiles Büro, das in der Hauptstadt des jeweiligen aktuellen EU-Ratsvorsitzlandes angesiedelt ist. Gemeinsam mit dem Wien-Haus, den Wiener Stadtwerken und der Wirtschaftsagentur werden die Wiener Interessen so bestmöglich vertreten.

Wien-BotschafterInnen

Wien wird sogenannte "Wien-BotschafterInnen" nominieren. Diese werden als ehrenamtliche "VerbinderInnen" zwischen Wien und strategisch ausgewählten Zielländern agieren. Wichtige Weltregionen werden damit besser bespielt werden können. Zur Zeit läuft die Auswahl der Regionen und Personen. Die im Ausland lebenden Wienerinnen und Wiener sind oft die besten Visitenkarten der Stadt. Ziel ist es, mittelfristig in allen relevanten Weltgegenden mit "Wien-BotschafterInnen" vertreten zu sein.

Mehr Service für Wiener Betriebe

Die Ansiedlung weiterer internationaler Betriebe, die Stärkung des Standortes sowie die Unterstützung der Tourismus- und Veranstaltungswirtschaft sind Teil der strategischen Überlegungen.

2018 war dank der Aktivitäten der Wirtschaftsagentur Wien und des Wientourismus sehr erfolgreich: Mit 221 internationalen Betriebssiedlungen in Wien sowie mit 16,5 Millionen Nächtigungen und beinahe 800 Millionen Euro Umsatz wurden neue Rekorde verzeichnet. Auf dem Fundament dieser Erfolge soll bestmöglich weitergearbeitet werden.

Die Wienbüros bieten in den Partnerstädten auch für Unternehmen neue Möglichkeiten, die Wachstumsmärkte in Süd- und Osteuropa zu nutzen. Alle öffentlichen Ausschreibungen der Partnerländer werden auf der Internet-Plattform ANKÖ Donau präsentiert. Die Plattform bietet ab sofort aktuelle Ausschreibungen nach Branchen.

Zusätzlich bietet die Wirtschaftsagentur eine Reihe von Förderungen für Wiener Unternehmen an, die sich stärker Internationalisieren wollen.

Wissenschafts- und Forschungsstandort um Talente stärken

Eine der Grundlagen des erfolgreichen Wiener Wirtschaftsstandorts ist die Stärke des Wiener Universitäts-, Fachhochschul- und Forschungsstandorts. In Zukunft sollen noch intensiver die besten Köpfe aus den Nachbarländern für Wien gewonnen werden.

Gerade für High-Potentials aus unseren Nachbarländern bietet Wien neue Chancen und Möglichkeiten, für Wien bedeuten diese Menschen zusätzliche wirtschaftliche Dynamik. Daher werden in Zukunft regelmäßig Wiener Wissenschaftstage in den Partnerstädten abgehalten, um Wien als wissenschaftspolitisches Zentrum in Mittel- und Osteuropa, als Innovationsmetropole und als Drehscheibe für Wissenstransfers noch klarer zu positionieren.

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