Wiener Software spart europäische Steuergelder

Fahnen der Europäischen Union

Das an die Abteilung Europäische Angelegenheiten (MA 27) angegliederte INTERACT-Büro entwickelte eine Software, die eine einheitliche Verwaltung von EU-Förderprogrammen in allen EU-Mitgliedstaaten ermöglicht. Dadurch werden zehn Millionen Euro an europäischen Steuergeldern eingespart. Das gemeinsam erarbeitete Computerprogramm ist ein gutes Beispiel dafür, dass länderübergreifende Kooperationen höhere Kosten-, Leistungs- und Wirkungseffizienz bringen.

Erste Software für alle EU-Förderungen

Die Verwaltung von EU-Förderungen gestaltet sich mitunter kompliziert: Zahlreiche Vorschriften, aber auch Vorstellungen von Projektträgerinnen und -trägern sind zu berücksichtigen. Um den einzelnen Verwaltungsbehörden der Fördergelder viel Arbeit und hohe Kosten zu ersparen, entwickelte die MA 27 mit dem INTERACT Point Vienna und weiteren Partnerinnen und Partnern eine optimale Software zur Umsetzung von EU-Kooperationsprogrammen für ganz Europa.

Anders als früher wurde nicht zuerst eine IT-Lösung in jedem Land separat erstellt. Das elektronisches Monitoring System (eMS) bietet von Anfang an eine einheitliche Software an, die in der gesamten EU ohne Änderungen übernommen werden kann. Staaten und Regionen, die selbst nicht an der Entwicklung beteiligt waren, können so kostenlos auf ein bewährtes Produkt zurückgreifen.

Derzeit verwenden bereits 20 Verwaltungsbehörden aus Österreich, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Kroatien, Italien, Litauen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei das eMS.

Die Vereinheitlichung kommt nicht nur Antragstellerinnen und -stellern beziehungsweise Projektträgerinnen und -trägern zugute, sie erhöht auch die Qualität der EU-Projekte.

Zentrale für ganz Europa

Der INTERACT Point Vienna ist seit 2003 in Wien. Die Serviceeinrichtung wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert und unterstützt die rund 100 grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen EU-Förderprogramme bei der Umsetzung. Die Hilfestellungen richten sich primär an alle europäischen Verwaltungsbehörden.

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