Wien wird Digitalisierungshauptstadt

Wien wird Digitalisierungs-Hauptstadt

Ohne digitale Leistungen ist eine moderne Gesellschaft nicht mehr denkbar. Die Wiener Stadtregierung hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, diese Entwicklung aktiv und im Sinne der Menschen zu gestalten. Die Digitalisierung soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.

In den kommenden Jahren werden daher in den Kernbereichen Gesundheit, Bildung und Verwaltungsstraffung die ersten konkreten Projekte umgesetzt.

Bürgermeister Michael Ludwig: "Gleich zu Beginn meiner Amtszeit als Bürgermeister habe ich angekündigt, dass wir Wien zur Digitalisierungshauptstadt Europas machen. Die Digitalisierung ist eine Entwicklung, die dem Menschen dienen soll und darum müssen wir sie gestalten. In Wien tun wir das gemeinsam mit den Menschen, egal wie jung oder alt sie sind. Für die lebenswerteste Stadt der Welt bedeutet das, dass alle Zugang zu den Vorteilen der Digitalisierung haben müssen."

Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke: "Effiziente und straffe Strukturen in der Verwaltung sind mir ein großes Anliegen. Sei es, um dadurch Kosten zu sparen, oder um den Bürgerinnen und Bürgern Zeit zu ersparen. Dazu wollen wir Möglichkeiten und Technologien, die sich durch die Digitalisierung ergeben, verstärkt nutzen."

5 Ziele der Digitalisierungsstrategie

Wien hat sich für die Digitalisierungsstrategie 5 Ziele gesetzt:

  • Alle müssen Zugang zu den Vorteilen der Digitalisierung haben: Jung und Alt, im Beruf und im privaten Bereich, große Unternehmen und kleine, jeder und jede Einzelne in dieser Stadt soll von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren.
  • Digitalisierung dient dem Menschen und nicht umgekehrt: Digitale Produkte, egal ob am Smartphone, am Computer oder in Haushaltsgeräte implementiert, müssen zum Ziel haben, das Leben einfacher und sicherer zu machen.
  • Die Digitalisierung mit den Menschen gemeinsam voranbringen: Die Stadt setzt auf die Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern sowie mit den Wienerinnen und Wienern. Vor allem älteren Menschen soll durch ganz konkrete Vorteile und Hilfestellungen geholfen werden, die Skepsis vor dieser Entwicklung abzubauen.
  • Auf bestehenden Stärken aufbauen und diese weiterentwickeln: Wien wurde für die ganzheitliche Digitalisierungsstrategie "Digitale Agenda Wien" zur digitalsten Stadt gekürt. Die Stadt hat zudem Services wie den WienBot, die Sag’sWien App und die Stadt Wien live-App eingeführt. Darauf soll aufgebaut werden.
  • Digitalisierung spart auch Geld: Digitalisierung kann die Leistungen der Stadt näher an die Menschen bringen und effizienter machen. Wien ist weltweiter Vergleichsmaßstab, wenn es um das Leistungsangebot der Stadt geht. Diese Leistungen sollen schneller und einfacher zur Verfügung gestellt werden. Das spart auch Geld, das für neue Projekte eingesetzt werden kann.

Einen Überblick über E-Government, Open Data und alle digitalen Services der Stadt Wien bietet die Website Digitales Wien.

Projekte

Digitalisierung und Infrastruktur

5G-Ausbau - Mobilfunknetz der Zukunft

Der Bedarf an mobilen Daten ist in den letzten Jahren rasant angestiegen und wird auch weiter steigen. Technische Innovationen brauchen ein höheres Datenvolumen und schnellere Daten-Geschwindigkeit.

Die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten ist nicht nur in der privaten Nutzung am Smartphone wichtig. Sie wird auch für Unternehmen ein immer wichtigerer Entscheidungsfaktor bei Standortentscheidungen. Schnelle Datenübertragung wird in Zukunft darüber entscheiden, ob ein Wirtschaftsstandort weltweit erfolgreich sein kann oder nicht.

Die Stadt Wien hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die beleuchtet, was es technisch, rechtlich, baulich und finanziell braucht, um bei den ersten Städten in Europa zu sein, in der 5G flächendeckend angeboten werden kann.

Die Stadt Wien testet Pre-5G-Technologien in der aspern Seestadt. Zudem gibt es ein 5G-Pilotprojekt am Wiener Rathausplatz.

Wien rüstet sich für 5G-Technologie

Digitalisierung und Bildung

Die Stadt Wien wird alle Wiener Pflichtschulen mit WLAN in den Klassenräumen ausstatten.

Digitalisierung und Gesundheit

KH Nord

Beim Krankenhaus Nord werden sämtliche Digitalisierungs-Innovationen zu einem Gesamtkonzept vereint. Das macht KH Nord zu einem der modernsten Krankenhäuser Europas.

Das digitale Krankenhaus Nord

WAALTeR

Im Gesundheitsbereich nutzt die Stadt Wien die Digitalisierung, um Seniorinnen und Senioren mit Hilfe von digitaler Technologie für ein aktives und selbstbestimmtes Leben zu unterstützen. Dazu gibt es bereits das Pilotprojekt WAALTeR.

Forschungsprojekt WAALTeR

Wartezeitenmanagement in den Spitalsambulanzen

Verbesserungen gibt es dank der Digitalisierung auch beim Thema Wartezeiten in den Spitalsambulanzen. Im Zuge eines Pilotprojekts können Termine bereits vorher online gebucht und aktuelle Wartezeiten eingesehen werden.

Die elektronische Fieberkurve

Unter der elektronischen Fieberkurve versteht man die elektronische Erfassung von verabreichten Medikamenten, von Vital- und Überwachungsparametern, Laborergebnissen oder auch klinischen Anordnungen direkt am Bett. Die ersten Pilotversuche werden in naher Zukunft im AKH und in den Wiener Städtischen Krankenhäusern (WSK) erfolgen.

eCard-Self-Check-In

Anstatt in Stoßzeiten auf die Anmeldung zu warten, soll diese künftig selbst und bequem über eCard-Self-Check-In-Terminals möglich sein. Erste Pilotprojekte wurden im AKH erfolgreich getestet und umgesetzt.

Digitale Ortungssysteme für Equipment

Oft zählt jede Sekunde. Deshalb ist es besonders wichtig, das richtige Equipment zur richtigen Zeit am richtigen Ort vorzufinden. Deshalb soll es in Zukunft digitale Ortungssysteme für medizintechnisches Equipment geben. Die Voraussetzungen dafür sind in den neuen Spitalsbauten bereits großteils gegeben.

Digitale Leitsysteme

Mittels App sollen Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher ihr gewünschtes Ziel schneller Finden. Eine Pilot-App ist in Entwicklung, ein Pilotversuch im Krankenhaus Hietzing geplant.

Digitalisierung und Sicherheit

Vienna Security and Privacy Hubs

Die Stadt Wien plant die Unterstützung eines "Vienna Security and Privacy Hubs" mit allen Wiener Universitäten, Hochschulen und Unternehmen, die in diesem Bereich in Wien tätig sind.

AI-Strategie

Bei "Künstlicher Intelligenz" geht es zum Beispiel darum, welche Rolle Roboter in Zukunft in unserem Leben spielen werden. Aber auch darum, welche Entscheidungen in Zukunft einem Algorithmus überlassen werden und welche Rolle uns Menschen mit unserer Intuition und unserer Empathiefähigkeit vorbehalten bleibt.

Wien wird die erste Stadt in Europa sein, die dazu mit den Wiener Hochschulen, mit der Wiener Wirtschaft und mit der Wiener Bevölkerung eine eigene "AI-Strategie" verfasst. Fragen sind zum Beispiel:

  • Welche Anwendungsfälle von Künstlicher Intelligenz können zu einer spürbaren Verbesserung der Service- und Lebensqualität in der Stadt Wien beitragen?
  • Welche Arbeitsabläufe gibt es in Ihrem beruflichen Umfeld, die mit Künstlicher Intelligenz optimiert beziehungsweise automatisiert werden können?
  • Welche Beispiele aus anderen Städten oder Regionen kennen Sie, in denen bereits Künstliche Intelligenz erfolgreich eingesetzt wird?
  • Welche Bedenken haben Sie hinsichtlich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im öffentlichen Bereich?

Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, Ideen zu diesem Thema zu posten.

Künstliche Intelligenz: Ideen und Vorschläge für die Stadt Wien

Digitalisierung und Verwaltung

Öffentlicher Raum

Die Stadt Wien hat 2018 im Rahmen des Projekts "Wien gibt Raum" die Digitalisierung des öffentlichen Raums abgeschlossen. Damit besitzt die Stadt nun eine extrem genaue, dreidimensionale digitale Version unserer Stadt. Die Bilddaten sind gemeinsam mit anderen Geodaten für die Planung und Verwaltung der Stadt zentral. Sie ermöglicht, Services für Bürgerinnen und Bürger einfacher und bequemer zu machen. Eines der ersten Anwendungsbeispiele ist die Schanigarten-Bewilligung.

Vorerst nutzt die Stadt Wien die Geodaten intern für die Bewilligung von Anträgen und für die Digitalisierung von Objekten im öffentlichen Raum. Dabei wird nach und nach der gesamte Antragsprozess digitalisiert.

Im Laufe des Jahres 2019 wird an der Freigabe der dreidimensionalen Bilddaten im Zuge der Open Government Data-Initiative der Stadt Wien gearbeitet.

Wien gibt Raum

Daten bei Open Government Wien

Daten sind die Grundlage für die Digitalisierung. Die Stadt Wien verfügt nun über einen wertvollen Datenschatz. Teile davon werden kostenlos für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen zur Verfügung gestellt. Open Government Data sind Verwaltungsdaten, die im Interesse der Allgemeinheit ohne jede Einschränkung frei zugänglich gemacht werden. Daraus entstehen etwa Apps.

Open Government Wien

mein.wien - Das neue digitale Service

Mit dem digitalen Service mein.wien will die Stadt Wien das Leben der Wienerinnen und Wiener erleichtern und gleichzeitig die öffentliche Verwaltung effizienter und schneller gestalten. mein.wien soll der digitale Dreh- und Angelpunkt werden, um Behördenwegen zu erledigen. Zusätzlich informiert "mein.wien" über Neuigkeiten im Grätzl.

mein.wien

Behördenwege von der Couch aus erledigen

Um den Wienerinnen und Wienern Zeit zu sparen und Wege zu verkürzen, gibt es Behördenwege online. Das Parkpickerl online als Chat-Bot-Antrag sowie die online Antragsmöglichkeit für die Bewilligung eines Schanigartens zählen zu den ersten Errungenschaften.

Ziel ist es, die am stärksten nachgefragten Behördenwege auch online anzubieten. Dazu gehört zum Beispiel die Online-Anmeldung für städtische Kindergartenplätze oder Wiener Musikschulen. Bereits im Mai 2019 wird die "digitale Baueinreichung" realisiert.

Genauso wird das Pass- und Meldewesen in Zukunft digitalisiert. Bisher muss man für Amtswege in diesen Bereichen persönlich anwesend sein.

Um einen einfachen Zugang zu Anträgen und Verfahren zu ermöglichen, können alle aktuellen Service-Angebote auch unauthentifiziert (ohne Login) durchgeführt werden. Mit einem persönlichen Profil mit Handy-Signatur werden bei einer Antragsstellung die bekannten Daten der Nutzerinnen und Nutzer aber vorausgefüllt, was eine zusätzliche Zeitersparnis bedeutet.

Die Grätzlmap

Die Grätzlmap zeigt, was sich in ihrem Grätzl in einem Umkreis von 500 Metern um diese Adresse so tut. Neben Veranstaltungen werden beispielsweise auch Altstoffsammelstellen, Trinkbrunnen, Citybike-Stationen oder die aktuelle Verkehrssituation angezeigt.

Im erste Halbjahr 2019 testen 1.000 Wienerinnen und Wiener die Grätzlmap. Die dort gesammelten Erfahrungen fließen laufend in das mein.wien-Angebot ein.

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