Besoldungsreform und neues Dienstrecht

Wiener Rathaus mit Rathausplatz

Die Stadt Wien hat sich mit den Sozialpartnern auf eine neue Besoldungsordnung und ein neues Dienstrecht geeinigt. Sie sollen mit 2018 für neu in den Dienst der Stadt Wien eintretende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kraft treten. Kernpunkte sind eine funktionsorientierte Entlohnung, flachere Gehaltskurven sowie der Wegfall von Zulagen und Nebengebühren.


Personaldirektorin Martina Schmied, Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Gemeinerätin Barbara Huemer und Younion-Wien Vorsitzender Christian Meidlinger

Personaldirektorin Martina Schmied, Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Gemeinerätin Barbara Huemer und Younion-Wien Vorsitzender Christian Meidlinger (v.l.n.r.)

Personalstadtrat Jürgen Czernohorszky: "Die Umsetzung der Besoldungsreform ist ein wesentlicher Schritt, die Attraktivität der Stadt Wien als Arbeitgeberin aufrecht zu erhalten, um die besten Menschen gewinnen zu können. Nur so ist es möglich, das hohe Niveau der öffentlichen Dienstleistungen langfristig zu halten und in vielen Bereichen weiter zu verbessern."

Die Dienstrechts- und Besoldungsreform gilt für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das geltende Gehaltsystem bleibt bestehen und wird laufend weiterentwickelt.


Kernpunkte der Einigung

  • Funktionsorientierte Entlohnung: Die Entlohnung im neuen System orientiert sich an der ausgeübten Funktion. Basis dafür bildet die Funktionsbewertung, die unter Einbindung der Dienststellen erarbeitet wurde. Im transparenten Funktionsgehalt sind alle Faktoren, die bei Ausübung der Tätigkeit relevant sind, berücksichtigt. Künftig sind 26 Gehaltsbänder vorgesehen.
  • Neue Gehaltskurven: Zu Beginn erhält man ein höheres Einstiegsgehalt. Der Verlauf der Gehaltskurve wird über die Dienstjahre hinweg flacher. Mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 1.670 Euro setzt Wien soziale Maßstäbe.
  • Neue Möglichkeiten der Personalressourcensteuerung: Das neue Dienst- und Besoldungsrecht ermöglicht einen flexibleren Personaleinsatz und erhöht die Durchlässigkeit beziehungsweise die interne Mobilität.

Die Klärung der Details sowie die legistische Umsetzung wurden nun gestartet. Die Beschlussfassung soll im Herbst 2017 im Landtag erfolgen und das Gesetz 2018 in Kraft treten.

Reformprozess "Wien neu denken"

Mit "Wien neu denken" startete die Wiener Stadtregierung gemeinsam mit der Verwaltung im November 2016 einen groß angelegten Reformprozess. Das Ziel sind weitreichende Strukturreformen, um die Herausforderungen einer wachsenden Stadt zu meistern und das Stadtbudget zu konsolidieren. So sollen mit limitierten Mitteln weiter hochwertige, komfortable und sichere Dienstleistungen für mehr Wienerinnen und Wiener angeboten sowie das Leistungsniveau hochgehalten werden.

In vier Innovationsgruppen werden weitreichende Themen wie die Bezirksreform, Deregulierung und Vereinfachung, Stadtteil- und Grätzlarbeit sowie die Struktur der Stadtverwaltung neu gedacht. Parallel dazu erarbeiten Projektgruppen zu speziellen Themenfeldern Konzepte und Ideen.

Eine dieser Projektgruppen beschäftigt sich mit dem Thema Personal. Ein Team rund um die Personaldirektorin Martina Schmied verhandelt unter Berücksichtigung der laufenden Strukturmaßnahmen mit den Sozialpartnern ein Maßnahmenpaket.

Die Umsetzung der Dienstrechts- und Besoldungsreform unterstützt ganz wesentlich die strukturellen Veränderungen die durch "Wien neu denken" angestoßen wurden.

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