Austria Center Vienna wird modernisiert

Das größte Kongress-Zentrum Österreichs in der Donaustadt wird bis 2022 umgebaut und erweitert. Geplant sind unter anderem ein neues Zugangsgebäude und eine markante Vorplatz-Überdachung.

Rendering des Austria Center Vienna neu

Der Vorplatz erhält eine teilweise transparente Überdachung - das neue "Donausegel".

Im Zuge der Modernisierung wird das Gebäude besser erschlossen: Ein neues Zugangsgebäude am Bruno-Kreisky-Platz mit einem Skywalk und drei weiteren Eingängen ermöglicht die getrennte Begehung von vier Ebenen und bietet gleichzeitig kurze Verbindungswege innerhalb des Hauses und in die Ausstellungshallen.

Besonders für kleinere Veranstaltungen ist die rasche Erreichbarkeit vom Vorplatz aus eine wesentliche Aufwertung. Eine moderne verglaste Außengalerie sorgt für viel Lichteinfall, die bestehenden Terrassen werden erweitert.


Überdachung des Vorplatzes als neues "Landmark"

Der Vorplatz erhält eine teilweise transparente Überdachung - das neue "Donausegel".

Dadurch entstehen ein neuer städtischer Begegnungsraum und 4.200 Quadratmeter zusätzliche Veranstaltungsfläche, die offen oder geschlossen genutzt werden kann: An rund zwei Monaten im Jahr wird der Raum unter dem "Donausegel" zu einer multifunktionalen Halle geschlossen, die für Veranstaltungen und Kongresse genutzt werden kann. Für das restliche Jahr bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Nutzung als Aufenthaltsort, Treffpunkt oder Kulturfläche.

Ideen-Wettbewerb für Anrainerinnen und Anrainern

Das Kongresszentrum möchte die Anrainerinnen und Anrainer im Laufe des kommenden Jahres einladen, ihre Wünsche und Vorstellungen in Form eines Ideenwettbewerbs einzubringen.

Kongress-Standort Wien bleibt wettbewerbsfähig

Vorstandssprecherin Susanne Baumann-Söllner, Finanzminister Hartwig Löger, Finanzstadträtin Renate Brauner und Architekt Much Untertrifaller präsentieren das Modell des Austria Center Vienna 2022 mit dem neuen "Donausegel".

Vorstandssprecherin Susanne Baumann-Söllner, Finanzminister Hartwig Löger, Finanzstadträtin Renate Brauner und Architekt Much Untertrifaller präsentieren das Modell des Austria Center Vienna 2022.

Finanzstadträtin und Präsidentin des Wien Tourismus Renate Brauner:

"Der Kongresstourismus - und das Austria Center Vienna als größtes Kongresszentrum Wiens und Österreichs - ist ein ganz wichtiger Baustein im Tourismuskonzept der Stadt Wien, der jedes Jahr 20.000 Arbeitsplätze in Wien sichert und über eine Milliarde Euro Wertschöpfung generiert. Die Stadt beteiligt sich mit 35 Prozent an den Baukosten - auch das ist ein klares und deutliches Bekenntnis zum Tagungsstandort Wien."

Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf 32 Millionen Euro. 65 Prozent werden durch die Eigentümerin, die Republik Österreich getragen.

Die Stadt Wien liegt hinter Paris weltweit auf dem 2. Platz, was die Anzahl der internationalen Kongresse angeht. Die zahlreichen Veranstaltungen stellen für den Bund und die Stadt Wien mit jährlich über 450 Millionen Euro Wertschöpfung - alleine durch das Austria Center Vienna - einen großen Wirtschaftsfaktor dar.

Der internationale Wettbewerb ist derzeit besonders dynamisch, Konkurrenten wie Barcelona, Paris, Berlin und auch Amsterdam haben in den vergangenen Jahren massiv in Kongresszentren investiert.

Jury kürte Siegerprojekt

Um das Austria Center noch weiter auslasten zu können und durch zusätzliche Veranstaltungsflächen international konkurrenzfähig bleiben zu können, wurde 2017 ein Wettbewerb zur Modernisierung ausgerufen.

Eine Jury bestehend aus Architektinnen und Architekten, Behördenvertreterinnen und Behördenvertretern, Kongress- und Tourismus-Expertinnen und -Experten sowie Eigentümervertreterinnen und Eigentümervertretern kürte aus den eingegangenen Wettbewerbsbeiträgen die Einreichung der österreichischen ARGE Dietrich - Untertrifaller sowie Vasko und Partner zum Siegerprojekt.

Umbau bei laufendem Betrieb

Die baulichen Maßnahmen finden teilweise bei laufendem Betrieb statt. Dabei wird das Austria Center Vienna besonderes Augenmerk auf die reibungslose Abstimmung zwischen Veranstaltungen und Bauphasen legen.

Der Start des Umbaus ist für April 2019 geplant, das "Donausegel" soll bereits im März 2020 stehen. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist im Frühjahr 2022 vorgesehen.

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