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Angaben zur Petition
Titel

Abschaffung der Jagd auf Füchse

Kurzbeschreibung

Der Fuchs ernährt er sich überwiegend von Ratten und Mäusen und spielt im urbanen Gebiet die wichtige Rolle des „Gesundheitspolizisten“ Eine Bejagung im Stadtgebiet ist nicht nur grausam und aus ethischen Gründen abzulehnen, sondern vollkommen kontraproduktiv. Der Fuchsbestand ist in erster Linie vom Nahrungsangebot (Ratten und Mäuse!) abhängig.

Petitionstext

Die Jagd in den Wiener Gemeindejagdgebieten wird in der historisch gewachsenen und traditionellen Art und Weise ausgeübt - das beinhaltet auch die Bejagung des Fuchses. Der Fuchs hat allerdings im Ökosystem die unentbehrliche Rolle des „Gesundheitspolizisten“, indem er schwache und kranke Tiere beseitigt und damit eine wichtige Rolle in der natürlichen Auslese spielt. Darüber hinaus ernährt er sich überwiegend von Mäusen und Ratten und verhindert dadurch eine Überpopulation dieser Nagetiere. Wie in mehreren wissenschaftlichen Studien der TU München [1] und der TU Dresden [2] festgestellt wurde ist eine Regulierung der Fuchspopulation mithilfe der Jagd nicht möglich. Durch die Jagd entnommene Füchse werden durch höhere Reproduktionsraten im nächsten Jahr sofort wieder ausgeglichen! „Zehntausende Füchse werden in Österreich geschossen und auch in Fallen gefangen. Das ist Tierquälerei.“ Es sei unnötig, weil man die Bestände der Füchse nicht regulieren könne. Und es sei auch nicht notwendig. „Bitte schafft die Jagd auf den Fuchs ab“, appelliert Der Förster Peter Wohlleben! [3] In mehreren Kantonen der Schweiz sowie in ganz Luxemburg ist die Jagd auf Füchse komplett verboten. Seitdem ist weder die Fuchspopulation gewachsen, noch haben Wildtierkrankheiten zugenommen. Gleichzeitig hat sich zwischen 2014 und 2020 der Prozentsatz der mit Fuchsbandwurm befallenen Tiere halbiert. Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise dafür, so Umweltministerin Carole Dieschbourg aus Luxemburg, dass das Fuchsjagdverbot für den Rückgang gewisser Vogelarten, insbesondere bei den Wiesen- und Bodenbrütern, verantwortlich sei. [3] In der Zusammenfassung eines wissenschaftlichen Artikels vom 27. Feb. 2011 schrieb Herr Prof. Dr. Andreas König, Arbeitsgruppe Wildbiologie und Wildtiermanagement am Lehrstuhl für Tierernährung und Jäger: Der Rotfuchs ist eine extrem anpassungsfähige und faszinierende Wildart. Er ist in Mitteleuropa in keiner Weise gefährdet und kann daher unbedenklich jagdlich genutzt werden. Über die Jagd kann die Fuchsdichte nicht auf eine epidemiologisch notwendige sehr niedrige Dichte gesenkt werden. Mit dem Argument der Seuchenvorbeugung kann eine Fuchsbejagung nicht begründet werden. Ein effektiver Schutz der Bevölkerung vor Zoonosen kann nur auf veterinärmedizinischem Weg erreicht werden. Vorrangig ist hier die Entwurmung der Füchse zu nennen. Als Begründung für die Jagd auf den Fuchs bleibt daher nur ehrlich zu bekennen, dass diese Jagd sehr viel Spaß macht…… In meiner Zusammenfassung möchte ich hervorheben, dass man kein Tier aus Spaß töten darf! Ich fordere daher die politisch Verantwortlichen auf, die Verordnung der Wiener Landesregierung betreffend Schonzeiten der jagdbaren Tiere dahingehend abzuändern, dass der Fuchs in den § 3. der ganzjährig geschonten Tiere aufgenommen wird. [1] Prof. Dr. Josef H. Reichholf, Zoologe, Evulutionsbiologe und Ökologe an der TU München [2] Prof. Dr. Andreas König, Arbeitsgruppe Wildbiologie und Wildtiermanagement am Lehrstuhl für Tierernährung an der TU Dresden und Jäger [3] Peter Carstens, Zeitschrift GEO; Streitthema Fuchsjagd: ökologisch sinnvoll oder reine Tierquälerei? (24. Feb. 2021)

Freigabe

22.10.2021

Anzahl bisheriger Unterstützungen

284

Status

Freigegeben

Anmerkungen

Eingebracht von

Leopold Kanzler

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Stellungnahme(n)/Beantwortung(en)

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