Petitionsplattform

Angaben zur Petition
Titel :    Aufhebung des Reitverbotes im Nationalpark Donau-Auen (Lobau)
Kurzbeschreibung :    Nach eine Verordnung des Magistrates der Stadt Wien vom 8.6.1976 ist im Gebiet der Lobau die Ausübung jeglichen Reitsportes verboten. In einigen Nationalparks in Österreich sowie im Wiener Prater ist die Ausübung des Reitsportes jedoch erlaubt. Deshalb sollte die Ausübung des Reitsportes im Nationalpark Donau-Auen (Lobau) ebenso wieder möglich sein und gestattet werden.
Petitionstext :    Die Verordnung des Magistrates der Stadt Wien vom 8. Juni 1976 besagt laut § 1, dass „Zur Vermeidung von Belästigungen und Gefährdungen von Erholungssuchenden“ im Gebiete der Lobau die Ausübung jeglichen Reitsports verboten ist. In einigen Nationalparks in Österreich (Kalkalpen, Hohe Tauern, Neusiedler See) sowie im Wiener Prater ist die Ausübung des Reitsports jedoch erlaubt. Nach diesen Vorbildern wäre die Ausübung des Reitsports im Nationalpark Donau-Auen ebenso möglich und sollte daher gestattet werden.

In der vergangenen Zeit wurden bereits einige Ansuchen an die für den Nationalpark Verantwortlichen gerichtet, das Reitverbot aufzuheben. Eine Aufhebung des Reitverbotes wurde immer abgelehnt, da befürchtet wird, dass die zusätzliche Nutzung durch Reiter problematisch wäre und für die Natur nachteilige Wirkung haben würde (siehe dazu http://www.donauauen.at/?area=guestbook&story_id=2055).

Dazu möchte ich Folgendes ausführen:
Ich bin selbst seit Jahrzehnten Freizeitreiterin und war einige Jahre auch im Gebiet rund um den Nationalpark zu Pferd unterwegs. Es gab nie Probleme mit Fußgängern und Radfahrern und ich wurde zu Pferd immer gerne gesehen. Die Menschen, besonders Kinder, freuen sich meistens sehr einem Pferd zu begegnen. Wildtiere scheuen vor einem Pferd weniger zurück als vor Spaziergängern, Hunden und Radfahrern. Der Pferdemist stellt für die Natur keine Belastung dar, da er lediglich ein Dünger für den Boden und Lebensgrundlage für diverse Insekten ist.

Im Gebiet rund um den Nationalpark befinden sich im Wiener Bereich nach meinem Wissensstand derzeit acht Reitställe. Ein größerer Reitstall, welcher an den Natio-nalpark grenzt, befindet sich in Groß-Enzersdorf. Der Bedarf an Ausreitmöglichkeiten ist gegeben, da sich diese aufgrund von Bautätigkeiten immer mehr verringern und ein Reiten im Straßenverkehr zwar erlaubt, jedoch – auch durch die geringe Rücksichtnahme von einigen Autofahrern - nicht immer gefahrlos möglich ist. Die Benützung des Nationalparks durch Reiter wird sich meiner Meinung nach trotzdem in Grenzen halten und keinesfalls „unüberschaubar“ werden, da nicht jeder Reiter täglich mit seinem Pferd im Gelände reitet. Die Nutzung durch Reiter könnte auch – wie dies im Wiener Prater bereits Praxis ist – nur durch Bezahlung einer jährlichen Gebühr (Reitplakette) gestattet werden. Damit könnte ein eventuell anfallender Mehraufwand abgegolten und Reiter, welche gegen die Verhaltensregeln verstoßen, ausfindig gemacht werden. Eine probeweise Aufhebung des Reitverbotes wäre ebenso denkbar. Anhand der gesammelten Erfahrungswerte und des Feedbacks der Wiener Bevölkerung könnte dann eine endgültige Entscheidung getroffen werden.
Freigabe :    28.01.2014
Anzahl bisheriger Unterstützungen :    > 500
Status :    Beendet
Anmerkungen :    Insgesamt wurden auf Papierlisten ca. 660 Unterschriften abgegeben.
Vom Petitionsausschuss am 19.09.2014 in Behandlung genommen.
Vom Petitionsausschuss am 16.12.2014 in Behandlung genommen.
In der Sitzung des Petitionsausschusses am 16.12.2014 abschließend behandelt.
Eingebracht von :    Karin Posteiner
Beilage(n) :   

   
Stellungnahme(n)/Beantwortung(en) :   
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Martin Hofmann (Magistratsabteilung 65)
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