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Angaben zur Petition
Titel :    Rettet das ehemalige Hotel National - kein Abriss der Taborstraße 18!
Kurzbeschreibung :    Das ehemalige "Grand Hotel National", Taborstraße 18 im 2. Bezirk, ist ein wichtiges Frühwerk (erbaut 1849) von Parlaments- und Ringstraßenarchitekt Theophil Hansen, im Altbau-Ensemble am Karmeliterplatz. 1. Das Haus, in dem 100 MieterInnen leben, soll als Wohnhaus in einer Schutzzone erhalten bleiben. 2. Alternativen zur Erweiterung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder sollen geprüft werden. Aktuelle Infos unter https://facebook.com/tabor18
Petitionstext :    Der Gemeinderat möge: 1) Die Schutzzone sowie den aktuell gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für das Haus beibehalten. 2) Den Bürgermeister respektive den Landeshauptmann auffordern/bitten, einen Antrag an das Bundesdenkmalamt zu stellen mit dem Begehren das Haus unter Denkmalschutz zu stellen bzw. eine Unterschutzstellung zu prüfen (gemäß § 26 Abs. 3 Denkmalschutzgesetz) 3) Mit dem Eigentümer Alternativen zur Erweiterung des Krankenhauses ausarbeiten, damit das Haus Taborstraße 18 nicht abgerissen/entmietet wird. Ad 1) Häuser, die sich nicht in einer Schutzzone befinden, können vom Eigentümer derzeit ohne Abbruchbewilligung abgerissen werden. "Wenn wir das Haus wegreißen dürfen, bauen wir das Krankenhaus sicher aus", sagt Helmut Kern, Geschäftsführer der "Barmherzigen Brüder" http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/news/Abriss-wegen-Spitalzubau-Mieter-bangen-um-ihr-Haus;art86827,1348834 Keine Änderung der Flächenwidmung: Derzeit wohnen im Haus über 100 MieterInnen in 60 Wohnungen. Durch einen Ausbau des Krankenhauses im/anstatt des Hauses würden finanzschwache Menschen aus ihrem Grätzl verdrängt und viel leistbarer Wohnraum vernichtet, der in Wien dringend benötigt wird. Ad 2) Das Haus Taborstraße 18 muss unbedingt unter Denkmalschutz gestellt werden, da Schutzzonen zunehmend umgangen werden, z.B. wurden 2009/2010 in unmittelbarer Nähe die Häuser Große Sperlgasse 14 und Karmelitergasse 3 trotz Schutzzone abgerissen: http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/545803/Wiener-Karmeliterviertel_Schutzlose-Schutzzone Die Errichtung als "Grand Hotel National": Das Haus Taborstraße 18 wurde 1847-1849 von Ludwig Förster und Theophil Hansen als "Grand Hotel National", eines der bedeutendsten Gebäude der Leopoldstadt in dieser Zeit erbaut, und war ein beliebter Treffpunkt von Künstlern. Das Hotel hatte 300 Zimmer und - für die damalige Zeit - zahlreiche moderne Neuerungen: Eine Dampfmaschine sorgte nicht nur für eine zentrale Heizung, Warmwasser und eine eigene Waschküche, sondern pumpte auch Wasser im Haus hinauf (vor dem Bau der Hochquellenwasserleitung). Dies ermöglichte den ersten Dachgarten mit Bäumen in Wien, Springbrunnen in den Etagen und Spülklosetts. Es gab eine "Aufzugsmaschine", eine Eisgrube 3 Meter unter dem Donautiefpegel und Verkaufsflächen zur Straße nach internationalem Vorbild. Einige architektonische Besonderheiten: Der Grundriss, ein seltener zweihüftiger Trakt, beinhaltet einen markanten halbrunden und einen rechteckigen Innenhof. Die Fassade hat eine regelmäßig gegliederte Gestaltung, figuraler Schmuck in den Parapetfeldern, Karyatiden in der Mittelachse. Es gab zwei Einfahrten, sodass Kutschen von Eingang Taborstraße über Ausgang Schmelzgasse durchfahren konnten. Die Geschichte des Hauses: 1648-1847 Einkehrgasthof "Goldener Ochs". 1847-1849 Errichtung als damals hochmodernes "Grand Hotel National". 1918-1932 Konvertierung der Zimmer in Wohnungen aufgrund der damaligen Wohnungsnot. 1938-1945 Requiriert von der deutschen Schutzpolizei. 1945 ging es in das Eigentum der UdSSR über. 1957 rückgestellt an Eigentümer Isidor Gutmann, in Folge nach Südamerika vererbt. 2005 von Paul Julian Weindling geerbt. 2009 vom Konvent der Barmherzigen Brüder als Erweiterungsreserve erworben. (aus Diplomarbeit "Hotel National in Wien", Ute Petritsch, 2006) Das Haus Taborstraße 18 ist Teil des historischen Ensemble rund um den Karmeliterplatz: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Karmeliterplatz Nr. 1: Ehemaliges "Zum goldenen Hirschen", hier wohnten Johann Strauß Vater und Sohn. Nr. 2: Wohnhaus "Zum Glücksrad", erbaut 1788-1791, hier wohnte Strauß-Kapellmeister Joseph Drechsler. Nr. 3: Wohnhaus "Zum Reichsapfel", erbaut 1788. Kl. Sperlgasse 10: Alte Amtshaus, 1824/25 von Matthias Mindl erbaut: http://www.baugeschichte.at/Kleine_Sperlgasse_10_(Wien) Karmeliterkirche "Zum heiligen Josef", 1624 nach italienischem Vorbild erbaut und mehrmals ausgebaut.
Freigabe :    07.11.2016
Anzahl bisheriger Unterstützungen :    > 500
Status :    Beendet
Anmerkungen :    In der Sitzung des Petitionsausschusses am 19.04.2017 abschließend behandelt.
In Bearbeitung genommen (1.2.2017)
Insgesamt wurden auf Papierlisten ca. 621 Unterschriften abgegeben.
Eingebracht von :    Stefan Ohrhallinger
Beilage(n) :   
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Stellungnahme(n)/Beantwortung(en) :   
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Martin Hofmann (Magistratsabteilung 65)
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