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Angaben zur Petition
Titel :    Für die Erhaltung der vom Abriss bedrohten Biedermeierhäuser Mariahilfer Straße 166-168 im 15. Bezirk
Kurzbeschreibung :    Die historischen Häuser auf der Mariahilfer Straße 166-168 im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus bilden mit den angrenzenden Häusern der Seiten-
gassen Karmeliterhofgasse und Oesterleingasse ein spätbiedermeierliches Ensemble. Der jetzige Eigentümer möchte dieses Ensemble abreißen
und an seiner Stelle einen siebengeschoßigen Neubau (inkl. Staffelgeschoßen) errichten.
Petitionstext :    Das spätbiedermeierliche, zweistöckige Häuserensemble Mariahilfer Straße 166-168 (Ecke Karmeliterhofgasse 1 und Oesterleingasse 2) wurde um 1840 erbaut. Nr. 166 ist mit Fassadendekor in Formen der Wiener Werkstätte, um 1910 dekoriert. Beide Häuser sollen abgerissen werden und einem überdimensionierten, siebengeschoßigen Neubau (inkl. Staffelgeschoßen) weichen.
Seit dem 30.6.2018 gilt die Bauordnungsnovelle, die besagt, dass Bauwerke, für die infolge ihrer Wirkung auf das örtliche Stadtbild ein öffentliches Interesse besteht, nicht abgerissen werden dürfen (§ 60 Abs. 1lit.d). Laut Medienberichten hat die Magistratsabteilung 19 für das Haus Mariahilfer Straße 166 die Erhaltungswürdigkeit anerkannt (Standard online, 6.7.2018, https://derstandard.at/2000082977549/Abbrueche-in-Wien-18-Gebaeude-als-erhaltungswuerdig-eingestuft). Dies darf wohl auch für das benachbarte Haus Mariahilfer
Straße 168 angenommen werden. Jedoch wurden Ende Juni und Anfang Juli – also kurz vor bzw. nach Inkrafttreten der Bauordnungsnovelle – Bauarbeiten am Gebäude festgestellt, die der Erhaltung zuwiderlaufen (u. a. teilweises Abschlagen der Fassadengliederung und Beschädigung des Daches).
Die Fassade des Hauses Mariahilfer Straße 168 wurde erst vor wenigen Jahren komplett saniert. In beiden Häusern befinden sich noch Mieter mit zum Teil unbefristeten Mietverträgen. Im Erdgeschoß auf Nr. 168 wird das beliebte vietnamesische Lokal „Hanoi“ betreiben. In den letzten
Monaten konnte beobachtet werden, dass laufend Mieterinnen und Mieter aus den Häusern ausgezogen sind. Obwohl in beiden Häusern noch Mieter wohnen, wurde bereits eine Bauverhandlung für einen Neubau mit Eigentumswohnungen anstelle der beiden historischen Mietshäuser anberaumt. Durch die massenhaften Abrisse der letzten Jahre in Wien geht jährlich sehr viel wertvoller und leistbarer Wohnraum verloren.
Die beiden Eckhäuser sind besonders stadtbildprägend, da sie vom Straßenniveau erhöht und in einer einsichtigen Kurve der Mariahilfer Straße liegen. Die äußere Mariahilfer Straße zeichnet sich durch eine noch weitgehend erhaltene historische Bebauung aus, so dass ein solcher Neubau an dieser sensiblen Lage für das historische Stadtbild besonders abträglich wäre. Die Stadt Wien hat durch die Sanierung des Hauses Mariahilfer Straße 182 (https://derstandard.at/2000076564087/2014-in-Wien-explodiertes-Wohnhaus-wurde-wiederaufgebaut) und durch erfolgreiche Sanierungen in den umliegenden Vierteln positive Akzente der sanften Stadterneuerung gesetzt. Eine ähnliche Sanierung der Biedermeierhäuser Mariahilfer Straße166 und 168 mit einem maßvollen Dachausbau wäre wünschenswert, würde zusätzlichen Wohnraum schaffen und wäre im Interesse der Allgemeinheit.
Laut dem Architekturführer „Dehio“ (Hrsg. Bundesdenkmalamt) befindet sich in diesem Bereich Mariahilfer Straße 162 bis 172 (samt Seitengassen) zwischen Sperrgasse und Würffelgasse ein geschlossenes Ensemble mit spätbiedermeierlich-frühhistoristischer Bebauung. Die Unterzeichnenden fordern daher die Verantwortlichen der Stadt Wien, insbesondere die Magistratsabteilungen MA 7, MA 19, MA 21 und MA 37 auf, die beiden Häuser, an deren Erhaltung öffentliches Interesse besteht, vor dem Abriss zu bewahren, das gesamte Häuserensemble zu erhalten, und auch die anderen Gebäude der unmittelbaren Nachbarschaft als Schutzzone zu widmen.
Die städtebauliche Qualität des Altbaubestandes der äußeren Mariahilfer Straße muss erhalten bleiben!
Freigabe :    20.07.2018
Anzahl bisheriger Unterstützungen :    > 500
Status :    Beendet
Anmerkungen :    500 Unterstützungen erreicht.
Eingebracht von :    Max Krauss
Beilage(n) :   
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Stellungnahme(n)/Beantwortung(en) :   
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