Petitionsplattform

Angaben zur Petition
Titel :    Pferde raus aus der Stadt – für ein Fiakerverbot in der Wiener Innenstadt!
Kurzbeschreibung :    Der Kutschenbetrieb in einer modernen Großsstadt wie Wien ist nicht mehr zeitgemäß und bringt diverse Probleme mit sich. Neben hohen Kosten für die Straßenerhaltung und des Sicherheitsrisikos im Verkehr ist es vor allem das Tierleid der eingesetzten Pferde, das viele BürgerInnen nicht mehr länger hinnehmen wollen. Deshalb fordern die UnterzeichnerInnen ein Ende der Fiakerei in der Inneren Stadt!
Petitionstext :    Schon seit Jahren machen Tierschutzvereine wie der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN auf das enorme Tierleid aufmerksam, das der Fiakerbetrieb in der Stadt verursacht. Pferde sind Fluchttiere, der Lärm und das hektische Treiben in einer Großstadt stressen sie ungemein. Außerdem würden Pferde ihrem natürlichen Verhalten nach den Großteil des Tages mit Grasen bei ständiger Fortbewegung verbringen, im Fiakerbetrieb werden sie allerdings nur dreimal täglich gefüttert und sind bis zu 13 Stunden am Tag (von 10:00 – 23:00 Uhr) vor eine Kutsche gespannt. Immer wieder kommt es auch vor, dass die ohnehin schon langen Arbeitszeiten überschritten werden und schon vor 11 Uhr auf die Standplätze aufgefahren wird. Außerdem wird am Stephansplatz in den Sommermonaten die erlaubte Anzahl von 12 Kutschen beinahe täglich überschritten, einen wirkungsvollen Vollzug dieser Verordnung gibt es de facto nicht. Auch die große Hitze fordert ihren Tribut, immer wieder kollabieren Pferde und verursachen zudem auch Unfälle. Der diesjährige Hitzesommer hat wieder gezeigt, wie zahnlos die 35-Grad-Regelung ist: Auch bei 34,9 Grad leiden Pferde enorm, zudem befinden sich manche Standplätze in der prallen Sonne, und auch die Pflastersteine strahlen Hitze ab, was für eine weitaus höhere Temperatur vor Ort sorgt, als dann bei der Wetterstation gemessen wird. Der Hitzestress, den Pferde leiden, ist durch einschlägige Experten wie Prof. Lindinger von der Universität Guelph belegt: https://news.uoguelph.ca/2010/06/when-the-rider-is-hot-the-horse-is-hotter/ Ein weiteres Problem ist, dass viele Fiakerpferde in engen Boxen ohne Auslauf auf eine Weide untergebracht werden, noch bis vor einigen Jahren mussten einige Pferde in Kellern ein trauriges Dasein fristen. Andere Städte wie Rom und Berlin haben das Fiakergewerbe bereits stark eingeschränkt, Montreal und Barcelona kürzlich sogar verboten. Wien hinkt mittlerweile aus Tierschutzsicht anderen Metropolen hinterher und muss wieder nachziehen. Zudem gibt es auch andere Attraktionen für TouristInnen, für die keine Tiere leiden müssen. Die UnterzeichnerInnen fordern deshalb aufgrund all dieser Probleme ein Ende des Fiakerbetriebs in der Inneren Stadt! Als erste Schritte fordern die UnterzeichnerInnen folgende Verbesserungen für Fiakerpferde: Weitere Verkürzung der Arbeitszeiten Hitzefrei ab 30 Grad Vorkehrungen für Hitze-, Kälte- und Witterungsschutz auf allen Standplätzen Verbot von Maulkörben Verbot des Schweifbindens Fahrverbot bei Glatteis Förderung von alternativen Rundfahrtsangeboten wie E-Kutschen Konzessionsentzug bei vermehrten Verstößen Verpflichtende Ausschilderung bestellter Fahrten Boxenhaltung mit täglichem freien Auslauf Strengere Kontrollen der Auffahr- und Fütterungszeiten sowie des Einhaltens der Standplätze Fixe Ortswidmung der Platzkarten, um Standplatzchaos und Vollzugsdefizit beim Einhalten der erlaubten Standplatzzahlen zu beheben. Als langfristige Maßnahme fordern die UnterzeichnerInnen: Ende des Fiakerbetriebs im ersten Bezirk Keine neuen Konzessionen mehr für Fiaker, schrittweises Ende mit Übergangsfrist, die Stadt Wien muss dabei sichergehen, dass ehemalige Fiakerpferde einen angemessenen Lebensabend verbringen können.
Freigabe :    09.08.2018
Anzahl bisheriger Unterstützungen :    > 500
Status :    In Bearbeitung
Anmerkungen :    500 Unterstützungen erreicht.
Eingebracht von :    David Fenzl
Beilage(n) :   

   
Stellungnahme(n)/Beantwortung(en) :   
1,43MBpdf
507,64kbpdf
183,06kbpdf
235,94kbpdf
134,85kbpdf
511,38kbpdf

   
Verantwortlich für diese Seite:
Martin Hofmann (Magistratsabteilung 65)
Kontaktformular