Mögliche Hinweise auf Gewalt an Kindern

Es gibt keine Check-Listen, die das Erkennen von Gewalt an Kindern erleichtern. Es kann aber verschiedene Hinweise geben, die sich wie ein Puzzle zusammenfügen. Jede der nachfolgend genannten Auffälligkeiten, ganz besonders das Auftreten mehrere Symptome gleichzeitig, kann Gewalterfahrungen bei Kindern vermuten lassen.

Die Kinder

  • sprechen offen darüber,
  • machen mehr oder weniger versteckte Andeutungen,
  • verhalten sich plötzlich anders - werden besonders ruhig oder lebhaft, weinerlich, aggressiv, anhänglich oder abweisend,
  • wollen beim Turnen oder Schwimmen nicht mehr mitmachen und wollen sich vor anderen nicht mehr umziehen,
  • haben panische Angstzustände, nässen (wieder) ein, kauen Nägel, verletzen sich selbst, oder bekommen plötzlich Lernschwierigkeiten,
  • sind krankheitsanfällig, haben Ausschläge beziehungsweise wiederholt Infektionen im Mund- oder Genitalbereich,
  • spielen mit anderen Kindern oder mit Puppen sexuelle oder gewaltgeprägte Szenen,
  • zeichnen überwiegend dunkle und bedrohliche Bilder,
  • haben Verletzungen im Gesicht, am Kopf, im Genitalbereich oder haben Kratzspuren und Brandwunden,
  • leiden unter Bauchschmerzen und Krämpfen - oft im Unterleibsbereich,
  • stottern unerwartet oder haben andere Sprachstörungen,
  • fallen durch Essstörungen oder Unterernährung auf,
  • leiden unter Schlafstörungen,
  • reagieren auffällig irritiert bei körperlicher Annäherung,
  • setzten Selbstmordversuche,
  • neigen zu Drogenkonsum.
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