Daten und Fakten - Wiener Bevölkerung nach Migrationshintergrund

Zuwanderung und die damit verbundene Pluralisierung der Gesellschaft sind Realität, die sich in den Daten über die Wiener Bevölkerung widerspiegelt.

Unterschiedliche Migrationserfahrungen und der (aufenthalts)rechtliche Status können eine unmittelbare Auswirkung darauf haben, wo Personen in der Gesellschaft positioniert sind beziehungsweise inwieweit gesellschaftliche Teilnahme und Teilhabe (Integration) möglich sind.

Wien ist eine europäische Einwanderungsstadt

Umriss von Wien mit "plus 11 Prozent"

Seit 2006 ist die Wiener Bevölkerung um elf Prozent von 1.652.449 im Jahr 2006 auf 1.840.226 im Jahr 2016 gewachsen. Bis 2029 wird mit einem weiteren Zuwachs von 250.000 Wienerinnen und Wienern mehr gerechnet.

Mehr als ein Drittel aller Neuzugewanderten, die jedes Jahr aus dem Ausland nach Österreich kommen, ziehen nach Wien. Der Großteil kommt aus Europa.

Jede zweite Wienerin beziehungsweise jeder zweite Wiener hat Migrationshintergrund, wurde also selbst im Ausland geboren oder hat mindestens einen im Ausland geborenen Elternteil.

27 Prozent haben einen nicht-österreichischen Pass und 34 Prozent wurden im Ausland geboren.


Wanderungsbewegungen nach und aus Wien

Stand: 1. Jänner 2016, Quelle: Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) und Statistik Austria

Datentabelle zu Zuwanderung in Wien von 2014 bis 2015

Wien verzeichnet bereits seit einigen Jahren die höchsten Bevölkerungszuwächse aller Bundesländer (37 Prozent des österreichischen Gesamtzuwachses 2015 fällt auf Wien). In der Bundeshauptstadt stieg die Bevölkerungszahl im Jahr 2015 mit plus 2,39 Prozent deutlich stärker als im Durchschnitt Österreichs. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Anstieg um 42.889 Personen.

Insgesamt betrug der Neuzuzug nach Wien aus dem Ausland oder den anderen österreichischen Bundesländern 2015 über 138.000 Menschen. Die Abwanderung betrug im selben Jahr knapp 76.000.


Wiener Bevölkerung 2016 nach Herkunft *

* Herkunft meint den Geburtsort und die Staatsangehörigkeit. Das heißt Personen mit ausländischer Herkunft sind entweder im Ausland geboren und/oder besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Stand: 1. Jänner 2016, Quelle: Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23)

Herkunft gesamt

Herkunft in Prozent

Frauen gesamt

Frauen in Prozent

Staatsangehörigkeit gesamt

Staatsangehörigkeit in Prozent

Ausland

704.902

38,3

358.296

50,83

504.197

27,4

davon EU/EFTA

285.507

15,5

152.393

53,38

217.903

11,8

davon Drittstaaten

419.395

22,8

205.903

49,1

286.294

15,6

1. Österreich

1.135.324

61,7

588.845

51,87

1.336.029

72,6

2. Serbien

99.082

5,4

51.682

52,16

74.538

4,1

3. Türkei

76.363

4,1

36.135

47,32

45.539

2,5

4. Deutschland

55.361

3

28.641

51,73

42.190

2,3

5. Polen

51.639

2,8

26.656

51,62

39.737

2,2

6. Bosnien und Herzegowina

40.387

2,2

21.112

52,27

21.786

1,2

7. Rumänien

33.224

1,8

18.286

55,04

26.800

1,5

8. Kroatien

26.125

1,4

12.997

49,75

20.933

1,1

9. Ungarn

25.100

1,4

13.702

54,59

19.387

1,1

10. Slowakei

17.692

0,1

11.314

63,95

14.503

0,8

restl. EU, EFTA & assoz. Kleinstaaten

76.366

4,1

40.797

53,42

54.353

3

restl. Europa

51.066

2,8

27.476

53,8

39.288

2,1

Afrika

27.657

1,5

10.975

39,68

16.413

0,9

Asien

101.512

5,5

46.484

45,79

71.213

3,9

Amerika

14.666

0,8

8.099

55,22

9.326

0,5

Australien und Ozeanien

1.008

0,05

511

50,69

601

0,03

Staatenlos / Konv.flüchtling / Unbekannt

7.654

0,4

3.429

44,8

7.590

0,4

Gesamt

1.840.226

100

947.141

51,47

1.840.226

100

2016 betrug der Anteil der Wienerinnen und Wiener mit ausländischer Herkunft 38 Prozent (704.902). 504.197 (27 Prozent) der Wienerinnen und Wiener haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 217.903 besitzen einen Pass aus einem EU/EFTA-Staat und 286.294 besitzen einen Pass aus einem Drittstaat.

Die meisten Wienerinnen und Wiener mit ausländischer Herkunft stammen aus Serbien (99.082), gefolgt von der Türkei (76.363) und Deutschland (55.361).

2015 betrug die Einbürgerungsquote 0,6 Prozent, das heißt es wurden sechs von 1.000 ausländischen Staatsangehörigen eingebürgert. Insgesamt gab es im letzten Jahr 2.967 Einbürgerungen in Wien.

Wiener Bevölkerung auf Bezirksebene nach Herkunft und Wahlberechtigung

Stand: 1. Jänner 2016, Quelle: Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23)

BezirksbewohnerInnen

BezirksbewohnerInnen mit ausländischer Herkunft absolut

BezirksbewohnerInnen mit ausländischer Herkunft in Prozent

Nicht-Wahlberechtigte [*] (ab 16 Jahre) BezirksbewohnerInnen absolut (Stand Jänner 2016)

Nicht-Wahlberechtigte BezirksbewohnerInnen in Prozent (Stand Jänner 2016)

1. Bezirk

16.411

5.874

35,8

3.429

23,5

2. Bezirk

103.225

45.218

43,8

27.861

32

3. Bezirk

89.806

35.853

39,9

22.378

28,8

4. Bezirk

32.751

13.321

40,7

8.581

29,9

5. Bezirk

54.938

25.602

46,6

16.478

34,4

6. Bezirk

31.620

12.281

38,8

7.835

27,9

7. Bezirk

32.020

12.013

37,5

8.129

28,6

8. Bezirk

25.054

9.331

37,2

6.541

29,2

9. Bezirk

43.095

17.774

41,2

11.954

31,6

10. Bezirk

194.746

87.750

45,1

52.061

32,1

11. Bezirk

97.342

36.662

37,7

20.309

25,3

12. Bezirk

94.170

40.774

43,3

24.340

30,7

13. Bezirk

53.813

14.685

27,3

8.256

17,9

14. Bezirk

91.596

30.731

33,6

18.270

23,4

15. Bezirk

78.349

40.890

52,2

27.023

40,2

16. Bezirk

102.605

46.403

45,2

29.403

33,7

17. Bezirk

56.329

23.478

41,7

15.209

31,7

18. Bezirk

50.283

17.913

35,6

11.364

26,5

19. Bezirk

71.609

23.609

33

13.272

21,7

20. Bezirk

85.815

41.174

48

24.878

34,3

21. Bezirk

155.986

47.558

30,5

25.134

19,3

22. Bezirk

180.272

51.069

28,3

25.228

17

23. Bezirk

98.391

24.939

25,3

12.651

15,3

Gesamt

1.840.226

704.902

38,3

420.584

27

Nach Wien, Graz und Linz zählen die Wiener Bezirke Favoriten (10. Bezirk) mit 194.746 Bewohnerinnen und Bewohnern, Floridsdorf (21. Bezirk) mit 155.986 Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die Donaustadt (22. Bezirk) mit 180.272 Bewohnerinnen und Bewohnern zu den größten "Städten" Österreichs.

Der Anteil der Bezirksbewohnerinnen und Bezirksbewohner mit ausländischer Herkunft liegt in zehn Bezirken bereits bei über 40 Prozent. Am höchsten ist der Anteil in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk) mit 52,2 Prozent und damit weit über dem Durchschnitt von 38,3 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil in Hietzing (13. Bezirk) und Liesing (23. Bezirk) mit 27,3 und 25,3 Prozent.

Der wienweite Anteil nicht-wahlberechtigter Wienerinnen und Wiener (über 16 Jahre und nicht-österreichische Staatsbürgerschaft) liegt bei 27 Prozent, in absoluten Zahlen entspricht das 420.584. Auch hier liegen bereits neun Bezirke bei über 30 Prozent. Am höchsten ist der Anteil in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk) mit 40,2 Prozent, das sind absolut 27.023 Nicht-Wahlberechtigte.

Anmerkung

* Abgebildet werden hier alle nicht-wahlberechtigten Wienerinnen und Wiener, die zwar im wahlfähigen Alter (ab 16 Jahre) sind, jedoch aufgrund ihrer fremden Staatsbürgerschaft auf Bundes- und Gemeindeebene nicht wählen dürfen. Einzig auf Bezirksebene ist es EU-Bürgerinnen und -Bürgern gestattet ihre Stimme bei Bezirksratswahlen abzugeben.

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Goran Novakovic (Magistratsabteilung 17)
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