Gender Budgeting in Wien - Umsetzungsbeispiel von Gender Mainstreaming

Gender Budgeting als finanzpolitisches Instrument des Gender Mainstreaming wird in Wien bereits konkret angewendet.

Die Wiener Landesregierung beschloss im Jänner 2005 die Erweiterung von Gender Mainstreaming um den Aspekt des Gender Budgeting. Seit Anfang Juli 2005 ist Gender Budgeting in der Geschäftseinteilung für den Magistrat der Stadt Wien verankert und der Abteilung Finanzwesen (MA 5) zugewiesen.

Seit dem Budget für das Jahr 2006 gibt es erstmals in Österreich ein eigenes Kapitel für Gender Budgeting im Voranschlag und in den entsprechenden Rechnungsabschlüssen. Neu gegenüber der Vorgangsweise anderer öffentlicher Stellen ist, dass nicht nur Teilbereiche des Budgets beleuchtet, sondern erstmals alle Budgetansätze auf ihre Geschlechterrelevanz hin überprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsmarkt und beim Einkommen.

Gender Budgeting auf Bezirksebene - Pilotbezirk Meidling

Der 12. Bezirk stellte sich im Jahr 2005 als Gender Budgeting-Pilotbezirk zur Verfügung. Analysiert wurden alle durch den Bezirk steuerbaren Ausgaben. Das sind alle Angelegenheiten, in denen der Bezirk die Haushaltsmittel gemäß § 103 Abs. 1 der Wiener Stadtverfassung verwaltet.

Das Ergebnis ist ein kommentierter Bezirksvoranschlag, der eine geschlechtsspezifische Darstellung der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Zielgruppen enthält. Zudem zeigt er bei nahezu allen für den Bezirk anordnungsbefugten Magistratsdienststellen auf, welche Maßnahmen in Hinblick auf eine gendergerechte Verteilung der Mittel oder Verbesserung beim Angebot der Dienstleistungen geplant sind.

Den Bericht und den Folder kann bei der MD – Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit, Dezernat Gender Mainstreaming bestellt werden per Telefon: +43 1 4000-75114 oder E-Mail: gm@md-os.wien.gv.at.

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