Öffentliche Beleuchtung - Umsetzungsbeispiel von Gender Mainstreaming

Frauen fühlen sich im öffentlichen Raum öfter als Männer belästigt oder gefährdet. Sie haben ein ausgeprägteres Sicherheitsbedürfnis.

Wegbeleuchtung im Resselpark

Der gesamte Gehweg ist ausgeleuchtet (Beispiel Beleuchtung Resselpark).

Ausgeleuchtete Rad

Auch die Fahrradständer sind ausgeleuchtet (Beispiel Beleuchtung Resselpark).


Lösungsansätze

Frauen und Männer profitieren gleichermaßen von gut funktionierender Straßenbeleuchtung. Durch den Einsatz und die optimale Anordnung hochwertiger Lichttechnik werden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigt. Der Schwerpunkt liegt auf den nicht motorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern - dies sind insbesondere Frauen, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen.
Eine verstärkte Berücksichtigung der Ausleuchtung von Gehsteigen statt einer ausschließlichen Beleuchtung der Fahrbahn tragen zur gendergerechten Umsetzung der öffentlichen Beleuchtung bei.

Beispiele

Projekt: Verlängerung Straßenbahnlinie 26 von Wagramer Straße bis Hausfeldstraße

  • Bauabschnitt 1 – Neue Beleuchtungsanlage am Kagraner Platz: Die Beleuchtung in der Parkanlage, auf den Gehsteigbereichen und am Schutzweg wurde verbessert. Die Planung berücksichtigte neben besseren Leuchten und stärkeren Leuchtmitteln auch die örtlichen Gegebenheiten. Somit ist vor Ort mehr Lichtstärke als in den einschlägigen Normen gefordert vorhanden.
  • Bauabschnitt 2 - Ausleuchtung des Stationsbereiches im Gewerbepark Stadlau, Fußweg Pogrelzstraße: Die Planung berücksichtigte die baulichen Gegebenheiten durch die U-Bahn. Zur Vermeidung von Angsträumen (Behinderung der Lichtkegel durch die Stützen) sind beim Fußweg unter der U-Bahntrasse mehr Leuchten als nötig angebracht.
  • Bauabschnitt 3 – Ausleuchtung des Schulweges Oberfeldgasse bis Hausfeldstraße: Auf eine ausreichende Ausleuchtung der umliegenden Schutzwege wurde geachtet.
Neue Beleuchtungsanlage am Kagraner Platz

Neue Beleuchtungsanlage am Kagraner Platz (Bauabschnitt 1)

Ausleuchtung des Stationsbereiches im Gewerbepark Stadlau

Ausleuchtung im Bereich Unterführung Hausfeldstraße (Bauabschnitt 3)


Umsetzung

Nach dem Prinzip "Sehen und gesehen werden" versucht die Abteilung Wien leuchtet (MA 33), die Sicherheit und das persönliche Sicherheitsgefühl zu erhöhen und damit Chancengleichheit in der Mobilität zu ermöglichen.

  • Bei den laufenden Instandhaltungen verbessert die MA 33 die bestehenden Beleuchtungen im Sinne des Gender Mainstreaming und reduziert somit Angsträume im öffentlichen Raum..
  • Die MA 33 setzte eine Parkoffensive um, bei der die Beleuchtungssituation in 200 Parks einer kritischen Bestandsaufnahme unterzogen wurde.
  • Zusätzlich erarbeitete die MA 33 mit der für die Verkehrsorganisation zuständigen Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) einen Maßnahmenplan für problematische Schutzwege.

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