Projektbeschreibung - Der Transparente Raum

Auftraggeberin: Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57)
Verwaltung des Glaskörpers: Abteilung Bau- und Gebäudemanagement (MA 34)
Architektin: Mag.a Arch. Silja Tillner
Statik: Vasko&Partner, Ing. Lothar Heinrich
Bauaufsicht: MA 24, Ing. Annemarie Pani

Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regional Entwicklung (EFRE) im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative URBAN mitfinanziert.

Kubus aus transparenten Glasscheiben unter der Stadtbahn, Bäume entlang des Gürtels

Ein Glas-Körper, ein transparenter Raum, ist in den Raum unter der Brücke eingeschoben, sozusagen in den "immateriellen","virtuellen" Brückenkörper. Der Glas-Körper ist ein eigenständiger architektonischer Raum im Raum der Brücke. Er füllt den Brückenraum beinahe aus. Der Transparente Raum betont besonders durch die Transparenz des Materiales Glas die Brücke in ihrer Präsenz als Zeichen der gesamten Stadtbahn-Konstruktion.

Die permanente Glasinstallation von VALIE EXPORT hat eine hohe Signalwirkung. Die Skulptur ist ein Kunst-Raum. Sie ist jedoch auch als Aktiv-Raum, als Raum für Ereignisse zu sehen.

Gestaltung und Wirkung

Es handelt sich um architektonische Sprache, ein Zeichensystem in Raum und Zeit geschnitten. Der künstlerische, transparente Glas-Körper ist eine sichtbare Skulptur, die mit dem monumentalen Bau der Brücke einen gleichwertigen Dialog eingeht.

Der "virtuelle" Brückenkörper und Der Transparente Raum sind künstlerischer Raum und gesellschaftlicher Raum, der sich durch seine Transparenz in den urbanen Raum ausdehnt.

Die Transparenz des Glas-Körpers erlaubt den Durchblick von beiden Seiten unter der Brücke. Sie schafft einen Verbindungskörper zwischen den beiden seitlichen Grünstreifen, Gehwegen, beziehungsweise zwischen den beiden Fahrbahnen und den Ufern des Gürtelstromes. Das Fragile des Glases transformiert sich in eine Stärke der Spannung zwischen dem, den Blick undurchlässigen monumentalen Ziegelbau und der Präsenz des durchsichtigen Körpers. Die dynamische Bewegung der Maschinen (U-Bahn-Züge) kreuzt imaginär und auch real den Blick zwischen dem inneren und dem äußeren Gürtel.

Die beiden Sicht-Fronten, also die sichtbaren Glaswände zu den Gürtelseiten, können geöffnet werden. Dadurch wird der Innenraum des Transparenten Raumes zur Passage.

Die unteren viereckigen Umrisse der Glasbox sind mit Lichtfugen betont. Es handelt sich um weißes Neonlicht. Das Licht ist in Bodenspalten eingefügt. Es kreiert eine geometrische Lichtzeichnung im Pflasterboden.

Weiterführende Informationen

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Frauenabteilung der Stadt Wien (Magistratsabteilung 57)
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