Zweiter Wiener Gleichstellungsmonitor

Am 21.9.2017 wurde der zweite Wiener Gleichstellungsmonitor präsentiert. In wichtigen Bereichen sind Verbesserungen zu verzeichnen. Neue Maßnahmen sollen die Gleichstellung von Frauen und Männern weiter vorantreiben.

Waagschale mit einer Frauen-Plastikfigur und eine weitere mit einer Männer-Plastikfigur

Der Gleichstellungsmonitor 2016 baut auf dem ersten Gleichstellungsmonitor 2013 auf und ermöglicht mit dem Vergleich über drei Jahre eine erste Einschätzung über die Veränderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wien. Er orientiert sich an von der Stadt formulierten Gleichstellungszielen. Dabei werden viele unterschiedliche Lebensbereiche sowie Datengrundlagen einbezogen.


Frauenstadträtin Sandra Frauenberger:

Frauen bilden mit 51 Prozent die Mehrheit der Wiener Bevölkerung. Wien ist die Stadt für Frauen, das zeigen auch die Ergebnisse des zweiten Wiener Gleichstellungsmonitors. Wir konnten in den letzten drei Jahren viel bewegen: Die Vereinbarkeit wurde verbessert, der Gender Pay Gap verringert sich und es gibt mehr Frauen in Führungspositionen.

Ergebnisse

Zentrale Ergebnisse zeigen deutliche Fortschritte:

  • Die Betreuungsquote von Kindern bis zu zwei Jahren ist von 35 auf 40 Prozent gestiegen.
  • Die Erwerbstätigenquote unterscheidet sich zwischen Frauen und Männern weniger als im Österreichschnitt und die Teilzeitquote bei Frauen ist in Wien niedriger.
  • Die Väterbeteiligung beim Kinderbetreuungsgeld ist gestiegen.
  • Der Frauenanteil konnte in den Führungspositionen an Wiens Schulen, in Sportinstitutionen und in den Leitungsfunktionen des Wiener Krankenanstaltenverbundes erhöht werden.
  • Der Anteil von Frauen mit maximal Pflichtschulabschluss wurde von 61 Prozent auf 59 Prozent gesenkt.
  • Der Gender Pay Gap verringert sich bei unselbstständigen Erwerbstätigen und beträgt mittlerweile 14 Prozent.

Beratungsschwerpunkt für Alleinerzieherinnen ab Ende September

Die Abteilung Frauenförderung und Koordinierung von Frauenangelegenheiten (MA 57) startet Ende September 2017 einen Beratungsschwerpunkt für Alleinerzieherinnen am Frauentelefon.

Zwei Fünftel der Familien mit drei und mehr Kindern und knapp ein Viertel der Familien mit zwei Kindern sind armutsgefährdet. 85 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen - bei ihnen beträgt die Armutsgefährdung sogar 34 Prozent. 13.569 Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher bezogen 2016 in Wien Mindestsicherung, weil das Einkommen nicht zum Auskommen ausreicht oder Unterhaltszahlungen ausbleiben.

Frauentelefon 01 408 70 66

Bewusstseinskampagne für Mädchen

Alarmierende Ergebnisse wurden bei der Körperwahrnehmung von Mädchen und Buben verzeichnet. Nur die Hälfte der unter- und normalgewichtigen Mädchen bezeichnet ihren eigenen Körper als "gerade richtig", 38 Prozent finden sich zu dick. Mädchen schätzen ihr Gewicht noch immer deutlich kritischer ein als Buben.

Grundlage für Essstörungen sind häufig unrealistische Schönheitsideale, die durch die Darstellung von Frauen vor allem in den Medien, Filmen und Serien geprägt sind.

Mit dem Programm Frauengesundheit wird ein Schwerpunkt zur Steigerung eines positiven Körpergefühls von Mädchen gestartet. Unser Ziel ist es, möglichst viele Mädchen zu erreichen und das Bewusstsein dafür zu stärken, dass sie sich in ihrem Körper wohlfühlen und die vermittelten Schönheitsideale unrealistisch sind.

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Frauenabteilung der Stadt Wien (Magistratsabteilung 57)
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