Hintergründe zu Einkommensunterschieden - Frauen in Wien

Frauen verdienen deutlich weniger als Männer.

Berufswahl

Zwei Frauen sitzen an einem PC.

Die Hauptgründe dafür liegen einerseits in der Berufswahl der Mädchen und Frauen: Die drei häufigsten von Mädchen gewählten Lehrberufe in Wien waren 2013 die "klassisch" weiblichen Berufe Einzelhandelskauffrau (19,3 Prozent), Bürokauffrau (16,2 Prozent) und Friseurin (11,9 Prozent). Sie wurden von 47,4 Prozent der Mädchen gewählt. 2003 waren es noch 56 Prozent.

Teilzeitarbeit

Andererseits arbeiten Frauen sehr oft in Teilzeit: 2013 arbeiteten 39,2 Prozent aller Wienerinnen in Teilzeit - in Gesamtösterreich waren es 45,5 Prozent - Tendenz steigend. Die Gründe für Teilzeitarbeit sind dabei nicht immer freiwillig: Viele Stellen werden nur in Teilzeit angeboten und es fehlen Kinderbetreuungseinrichtungen beziehungsweise bieten diese nur unzureichende Öffnungszeiten.

Verankerte Rollenklischees

Darüber hinaus wirkt weiterhin das so genannte Ernährermodell: Es geht davon aus, dass der Mann die Hauptverantwortung für das Einkommen trägt und die Frau lediglich dazuverdient. Somit leisten Frauen den Großteil an unbezahlter Arbeit, insbesondere Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflegetätigkeiten. All dies führt nicht nur dazu, dass berufstätige Frauen weniger verdienen, sondern dass sie auch im Alter weniger Pension oder im Fall einer Arbeitslosigkeit weniger Arbeitslosengeld erhalten. Die Armutsgefährdung von Frauen ist dadurch bedeutend höher als die der Männer.

Position des Frauenservice

Das Frauenservice (MA 57) unterstützt Initiativen und Vereine, die das Berufsspektrum von Mädchen und Frauen erweitern und eine Ausbildung in nichttraditionellen Frauenberufen fördern. Darüber hinaus initiiert und unterstützt sie Projekte und Kampagnen wie "4 Wände 4 Hände", die geschlechtsstereotype Rollen- und Berufsbilder in Frage stellen.

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