Best Practice - "Werkstadt Junges Wien"

Beim größten Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt Wiens von Februar bis April 2019 nahmen 22.581 Kinder und Jugendliche in 1.309 Workshops teil. Die Ergebnisse der Werkstadt Junges Wien sind Grundlage der Wiener Kinder- und Jugendstrategie. Sie soll im Jahr 2020 beschlossen werden.

Zukunft der Stadt mitgestalten

Ein Mädchen trägt ein anderes Mädchen auf dem Rücken, beide lachen. Im Hintergrund gezeichnete Menschen, Häuser und andere Objekte

In Schulen, Kindergärten, Horten, Jugendzentren und vielen anderen Orten in Wien machten sich Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 19 Jahren Gedanken über ihre Stadt. Gemeinsam mit Pädagoginnen und Pädagogen erarbeiteten sie Ideen und Vorschläge, wie Wien aus der Perspektive junger Menschen noch besser werden kann.

Bildungs- und Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky:

In Wien leben über 360.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre. Sie haben ein Recht darauf, die Zukunft der Stadt mitzugestalten. Wir haben uns das Ziel gesetzt, mindestens 10.000 Kinder und Jugendliche in mindestens 500 Workshops zu erreichen. Es freut mich, dass wir mehr als doppelt so viele junge Menschen erreicht haben.

Was läuft gut? Was gehört verändert?

Was läuft gut in Wien, was eher weniger? Was gehört verändert? Das waren die Fragen, die in den hunderten "Werkstätten" bearbeitet wurden. Die Antworten der Kinder und Jugendlichen, ihre Ideen und Vorschläge wurden anschließend ausgewertet.

Ergebnisse als Grundlage der Kinder- und Jugendpolitik

Die Ergebnisse der Werkstadt Junges Wien bilden die Grundlage für die Wiener Kinder- und Jugendstrategie, die Anfang 2020 beschlossen werden soll. Zuvor werden die wichtigsten Themen und Ziele für die Strategie, die aus den Ergebnissen herausgefiltert werden, präsentiert und den Kindern und Jugendlichen rückgemeldet.

Bis zum Herbst 2019 werden die Themen ausformuliert, mit Inhalten und Maßnahmen aus allen Bereichen der Stadt ergänzt, und in die Wiener Kinder- und Jugendstrategie gegossen. Noch bevor die fertige Kinder- und Jugendstrategie im Gemeinderat beschlossen wird, wird im Herbst eine "Konferenz der Kinder und Jugendlichen" darüber beraten.

Gelebte junge Demokratie

Bildungs- und Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky:

Von der Befragung bis zur Umsetzung der Kinder- und Jugendstrategie: bei jedem Schritt werden Kinder und Jugendliche eingebunden. Die Werkstadt Junges Wien ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern gelebte junge Demokratie.

Mitbestimmung für alle Kinder und Jugendliche

Mehr als 1.300 Workshops zur "Werkstadt Junges Wien" fanden in folgenden Einrichtungen statt:

  • Mehr als 270 Schulen
    • Darunter alle Berufsschulen
  • Kindergärten
  • Jugendzentren
  • Anderen Standorten der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Weitere Workshops fanden in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, einer Justizanstalt, im Allgemeinen Krankenhaus, einem Ambulatorium für psychisch kranke Kinder und Jugendliche, in Pflichtschulabschlusskursen, Produktionsschulen und in Kultureinrichtungen statt.

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