Zeichen gegen Gewalt an Frauen am Rathaus

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Wiener Gemeinderat, dem Magistrat und von NGOs sowie der Polizei.

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (Mitte) mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Wiener Gemeinderat und dem Magistrat sowie von NGOs und Polizei.

Am Wiener Rathaus wurde am 23. November 2017 die Fahne der Menschenrechtsorganisation "Terre des Femmes" gehisst. Sie hängt mit dem Schriftzug "Frei leben ohne Gewalt" traditionell vor zahlreichen öffentlichen Gebäuden, um die Bevölkerung für das Thema Gewalt an Frauen zu sensibilisieren. Sie weist auch auf die internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" hin, die am 25. November startete.

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger: "Gewalt an Frauen geht uns alle an, auch Männer. Leider ist der gefährlichste Ort für Frauen immer noch das eigene Schlafzimmer. Aber auch die Debatte zu #metoo zeigt, dass sexuelle Belästigung noch nicht der Vergangenheit angehört. Frauen müssen in Wien aber sicher ihr Leben gestalten können, dafür setze ich mich, gemeinsam mit engagierten Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, ein."

Daten und Fakten aus dem Wiener Gleichstellungsmonitor 2016

Der Frauenanteil der Opfer von Vergewaltigungen liegt in Wien bei 96 Prozent, beim Delikt der geschlechtlichen Nötigung sogar bei 99 Prozent. Auch im Bereich des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person sind zu 81 Prozent Frauen die Opfer. 2015 standen 41 Prozent der Vergewaltigungsopfer in einem Bekanntschaftsverhältnis zu den Täterinnen und Tätern, gefolgt von Familienbeziehungen mit Hausgemeinschaft (23 Prozent). Auch beim Tatbestand der geschlechtlichen Nötigung sind Bekannte zu 51 Prozent Täterinnen und Täter.

Auch eine Analyse der Erstgespräche beim 24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien zeigen, dass Frauen Gewalt insbesondere durch den Partner oder Ex-Partner erfahren.

Dichtes Gewaltschutznetz

Wien verfügt im europäischen Vergleich über eines der dichtesten und am leichtesten zugänglichen Netze an Beratungsstellen sowie Krisen- und Schutzeinrichtungen für Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden. Mit dem 24-Stunden Frauennotruf, den Wiener Frauenhäusern und dem Frauentelefon stellt die Stadt Wien wichtige Erstanlaufstellen bei Gewalterfahrung zur Verfügung. Förderungen für NGOs und Vereine komplettieren das Gewaltschutznetz.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
wien.at-Redaktion
Kontaktformular