Anmelden zum Töchtertag 2017

Mädchen bestaunen ein Dokument.

Am 27. April 2017 öffnen mehr als 160 Unternehmen ihre Türen für rund 3.000 Mädchen, die ihr Talent für Technik, Naturwissenschaften, IT und Handwerk entdecken wollen. Interessierte können sich ab sofort online anmelden.

Ob Mechanikerin, Physikerin oder Schiffskapitänin, Mädchen stehen genauso viele Karrierewege offen wie Burschen. Auch wenn es immer mehr Frauen gibt, die in typische "Männerdomänen" vordringen, sind Frauen in vielen Bereichen nach wie vor in der Unterzahl. Eine Initiative, die sich seit bereits 16 Jahren dafür einsetzt, dem entgegenzuwirken, ist der Wiener Töchtertag.

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger: "An diesem Aktionstag wollen wir Mädchen zeigen, dass ihnen genauso viele Möglichkeiten offenstehen wie Burschen. Die Mädchen können verschiedene Berufe kennenlernen und haben die Möglichkeit, noch ungeahnte Talente zu entdecken."

Anmelden - bis 14. April 2017

Mädchen noch immer unterrepräsentiert

Das Geschlechterverhältnis ist in der Technik, im Handwerk und in den Naturwissenschaften noch lange nicht ausgeglichen. Diese Schieflage beginnt schon in der Ausbildung. Rund die Hälfte der weiblichen Lehrlinge entscheidet sich für eine Ausbildung als Handelskauffrau, Bürokauffrau und Friseurin. Das sind Berufe, in denen die Verdienstchancen viel geringer sind als in männerdominierten Jobs wie Elektrotechnik oder Mechanik.

Plus bei Informations- und Kommunikationstechnik

Der Frauenanteil im zukunftsträchtigen Informations- und Kommunikationstechnik-Bereich steigt tendenziell in den höheren berufsbildenden Schulen sowie an den Universitäten an. Zwischen 2012 und 2015 ist der Frauenanteil im nichtakademischen Bereich (HTL) von 12 auf 15 Prozent und in den akademischen Berufen von 18 auf 19 Prozent gestiegen. Damit gelingt es Frauen, in den stark männerdominierten technischen höherbildenden Schulen Fuß zu fassen.

Selbstbewusstsein als Schlüssel

Wie eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, kann ein Mangel an Selbstbewusstsein der Grund sein, wieso Mädchen oft vor den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zurückschrecken. Sarah-Jane Leslie und ihr Team von der Princeton University fanden heraus, dass sich Mädchen bereits im Volksschulalter weniger oft als "genial" bezeichnen als gleichaltrige Buben. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, sind Vorbilder wichtig. Selbstbewusste, erfolgreiche Frauen, die in "frauenuntypischen" Branchen arbeiten, können jungen Mädchen das nötige Selbstbewusstsein mitgeben.

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