Hilfe für Heim-Opfer

Das Projekt "Hilfe für Opfer von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt" endete. Auch danach unterstützt die Stadt Wien die Opfer weiter.

altes Foto vom Schloß Wilhelminenberg

Nach der Beendigung des Projekts "Hilfe für Opfer von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt" wird die Kinder- und Jugendanwaltschaft gemeinsam mit dem Psychosozialen Dienst Wien rechtliche und psychotherapeutische Hilfestellung leisten. Offene Fälle können bis Ende 2018 abgerechnet werden.

Anlaufstellen

Die Stadt Wien hat im April 2010 nach Bekanntwerden von Gewalt- und Missbrauchsvorwürfen in Heimen der Stadt unverzüglich mit der Aufarbeitung des dunklen Kapitels der Wiener Jugendwohlfahrt begonnen.

Die Opferschutzeinrichtung Weisser Ring wurde als Anlaufstelle eingerichtet und übernimmt bis heute die Betreuung der Betroffenen sowie die unbürokratische Abwicklung der therapeutischen, rechtlichen und finanziellen Hilfestellungen. Der Weisse Ring hat bereits über 2.700 Fälle behandelt. In rund 2.050 Fällen wurden finanzielle Unterstützungen und in über 1.580 Fällen die Kostenübernahme einer Psychotherapie beschlossen.

Alle Betroffenen, die in Einrichtungen des Wiener Jugendamtes gelebt haben und dort Gewalt erleben mussten, konnten und können sich bei der Ombudsstelle der Kinder- und Jugendanwaltschaft melden.

Insgesamt hat die Stadt Wien seit 2010 Mittel in Höhe von 52,53 Millionen Euro bereitgestellt. Damit hat die Stadt Wien finanzielle Hilfestellung und die Kosten für Psychotherapie leisten können.

Jugendwohlfahrt heute

Die Jugendwohlfahrt hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Transparenz, eine hohe Qualitätssicherung und ein dichtes Netz an Kontrollinstanzen sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendlichen sicher und gut betreut leben können. Kleine Wohneinheiten und der Personalschlüssel sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendlichen in einer altersadäquaten Umgebung aufwachsen. Abschottung in geschlossenen Systemen gibt es nicht mehr.

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