Stadt Wien erhöht Budget für Gewaltschutz

Die Stadt Wien erhöht das Budget für Gewaltschutz und Gewaltprävention. Allein 2022 investiert die Stadt Wien insgesamt rund 10 Millionen Euro in den Gewaltschutz. Das ist eine Erhöhung von rund 3 Millionen Euro.

2 Politikerinnen und 1 Politiker halten Schilder

v.l.n.r.: Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal, Bürgermeister Michael Ludwig und Gemeinderätin und Klubobfrau Bettina Emmerling

Bürgermeister Michael Ludwig: "In unserer Stadt ist kein Platz für Gewalt gegen Frauen! Gewaltschutz muss auf mehreren Ebenen ansetzen. Ein wichtiger Eckpfeiler ist hier die zusätzliche Investition in Täter- und Präventionsarbeit, um Gewalttaten im besten Fall verhindern zu können."

Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal: "Frauen, die von Gewalt betroffen sind, brauchen schnell und unbürokratisch Hilfe. Darum verdoppeln wir die Mittel für die Gewaltschutzvereine – um Frauen noch besser unterstützen zu können."


Maßnahmen des Gewaltschutz-Pakets

  • Verdoppelung der Mittel für Wiener Gewaltschutzvereine (zusätzlich zur Finanzierung der 4 Wiener Frauenhäuser):
    • Zusätzliche Mittel für Beratung und Betreuung von Gewaltopfern sowie Präventionsprojekte und -workshops
    • Ausbau niederschwelliger Angebote: Im Mittelpunkt stehen Prävention und Intervention bei Gewalt sowie nachhaltige Unterstützungsmaßnahmen, wie schriftliche oder telefonische Beratungsangebote oder persönliche Einzel- beziehungsweise Gruppenberatungen, Prozessbegleitungen, andere Begleitungen außerhalb der Beratungsstellen oder Workshops zu dem Thema.
    • Krisen- und Konfliktberatung
  • 3-mal so viel Mittel fließen in Täterarbeit und Präventionsarbeit mit Männern der Männerberatung Wien (150.000 Euro statt bisher 50.000 Euro)
    • Ausbau der Anti-Gewalt-Trainings: Das Anti-Gewalt-Programm ist ein "Training für Männer zur Beendigung von gewalttätigem Verhalten in Paarbeziehungen und Unterstützungsprogramm für Opfer". Derzeit gibt es das nur für Klienten, die vom Gericht zugewiesen werden. Künftig können Männer auch freiwillig daran teilnehmen.
    • Gewaltprävention in der Jugendarbeit
    • Trainingsprogramm zum Beenden von Gewalt im öffentlichen Raum und in Paarbeziehungen
    • Therapie von Straftätern
  • Erweiterung des Programms "Respekt. Gemeinsam Stärker" um einen Gewaltschutz-Schwerpunkt: Es wird verstärkte Präventionsarbeit an Schulen mit Burschen und Mädchen geben. Ab dem nächsten Schuljahr sollen an den 10 Wiener Schulen, an denen "Respekt" umgesetzt wird, zusätzlich Schwerpunkte wie Gleichberechtigung, das Aufbrechen von Rollenbildern und Gewaltprävention verstärkt thematisiert werden.
  • Ausbau der Wiener Kinder- und Jugendhilfe (WKJH): Die Anlaufstelle steht Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Der Personalbedarf wurde evaluiert. Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe stockt in einer ersten Etappe die Dienstposten für den Kinderschutz in diesem Jahr um 18 Vollzeit-Stellen in der Sozialarbeit auf. Außerdem wird das Angebot des ambulanten Kinderschutzes (familienunterstützende Angebote) 2021 massiv ausgebaut.
  • Wienweite Informations- und Bewusstseinskampagne zum Thema mit Schwerpunkt Zivilcourage
  • 5. Frauenhaus und Frauenhaus für junge Frauen und Mädchen: Die Stadt Wien errichtet bis 2022 ein 5. Frauenhaus mit weiteren 50 Plätzen. Außerdem wird ein bestehendes Frauenhaus in ein Frauenhaus mit Schwerpunkt auf Mädchen und junge Frauen umgebaut. Es wird dann 225 Plätze in Wien geben. (Derzeit gibt es 175 Plätze für Frauen und Kinder)
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