Die drei Grundsätze des Leitfadens für geschlechtergerechtes Formulieren

Paarform

Paarform ist die beste Lösung, weil sie alle deutlich anspricht: zum Beispiel "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter". Bei der Reihenfolge ist das "Titanic-Prinzip" zu beachten: Die weibliche Bezeichnung kommt vor der männliche Bezeichnung.

Sparform mit Binnen-I

Das Binnen-I ist die Kurzform der Paarform. Wenn die Paarform an Grenzen stößt, etwa bei Überschriften, Tabellen, Formularen oder E-Mails, kann das Binnen-I verwendet werden.

Beispiel: MitarbeiterInnen

Weglassprobe

Wird die Endung "-In" oder "-Innen" weggelassen, sollte noch ein korrektes Wort übrigbleiben.

Beispiel: Bei "MitarbeiterInnen" bleibt bei der Weglassprobe "Mitarbeiter" übrig.

Geschlechtsneutrale Formulierungen

Geschlechtsneutrale Formulierungen sind eine gute Lösung, wenn Texte durch die Paarform schwer lesbar werden. Das kann besonders bei Gesetzestexten mit vielen Wortwiederholungen sinnvoll sein.

Beispiele

  • Statt: Die Fahrtkostenbeihilfe gebührt nur Schülerinnen und Schülern, die auch Heimbeihilfe beziehen.
    Besser: Für Fahrtkostenbeihilfe muss der Bezug von Heimbeihilfe nachgewiesen werden.

  • Statt: Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter
    Besser: Abteilungsleitung

Weitere Tipps

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