1998: Stadt Wien startet das "Virtuelle Amt" - Geschichte von wien.at

Virtuelles Amt 1998

Das Virtuelle Amt von 1998

Ab 1998 begann die Stadtverwaltung, den Bereich E-Government zu entwickeln. Amtswege sollten erklärt, erleichtert oder ganz erspart werden. Im "Virtuellen Amt" auf wien.at kann zum Beispiel um das Parkpickerl angesucht werden, Staatsbürgerschaftsnachweise und Heiratsurkunden bestellt oder ein Termin für einen neuen Pass oder für die Hochzeit fixiert werden. Amtshelferseiten geben Auskunft und wichtige Informationen zur Erledigung von Amtswegen bei Stadt und Bund. Viele Angelegenheiten können online erledigt werden.

Amtswege online abwickeln

2003 konnten im "Virtuellen Amt" bereits 27 Amtswege online erledigt werden. In 52 Fällen wurde bereits ein Formular zum Herunterladen angeboten, das zu Hause vorab ausgefüllt werden konnte, um damit "auf das Amt" zu gehen. Im Zuge des Projekts "eVienna" (2001 bis 2003) fand der weitere Ausbau des "Virtuellen Amts" statt. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum über 68 Projekte realisiert.

Schnelle Kontaktaufnahme mit der Stadt

Screenshot: Virtuelles Amt von 2005

Das Virtuelle Amt von 2005

2005 umfasste das "Virtuelle Amt" auf wien.at knapp 302 Amtshelferseiten. Zirka 50 Amtswege konnten damals online erledigt werden.

In diesem Jahr wurde die Amtssignatur erstmals in der Stadt Wien eingesetzt.

Eine repräsentative Umfrage brachte für den wien.gv.at-Internetauftritt die Note 1,9 nach dem Schulnotensystem. (Der Hit unter den Angeboten war einmal mehr der Stadtplan.) Bei den sogenannten Amtshelferseiten im Virtuellen Amt waren die Informationen rund um die Anmeldung einer Gemeindewohnung am häufigsten nachgefragt.

Ebenso 2005 war erstmals der Einsatz der Bürgerkarte möglich. Bei den Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen konnte die Wahlkarte damit beantragt werden. Weitere Aufwände zur Identifikation konnten dadurch eingespart werden.

Im April 2010 war die Zahl der Amtshelferseiten bereits auf 570 angewachsen. 185 Amtswege können online direkt abgeschlossen werden.

Online-Abwicklung für Gewerbetreibende

2009 lag der Schwerpunkt im E-Government auf der Umsetzung der sogenannten Dienstleistungsrichtlinie. Gewerbetreibende im EU-Raum sollten online ihre Anträge stellen können und durch einen so genannten Einheitlichen Ansprechpartner im jeweiligen Mitgliedsstaat unterstützt werden. Damit erreichte das Virtuelle Amt einen Aufschwung mit 560 Amtshelferseiten.

Ein Blick in die Zukunft des E-Governments

Einer der Schwerpunkte im Bereich E-Government war damals die Umsetzung des E-Government-Gesetzes. Hier arbeitete die Wiener Stadtverwaltung an der technischen Infrastruktur, zum Beispiel an der elektronischen Zustellung von sogenannten behördlichen "Zustellstücken". Dabei müssen RSa- und RSb-Briefe auf elektronischem Weg abgebildet werden. Dabei spielte auch der ELAK, der elektronische Akt, eine besondere Rolle.

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2001: "Wien Online" wird zu wien.at

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