Benennung von zwei Gemeindebauten

Landtagsabgeordneter Stürzenbecher und Bezirksvorsteher Markus Rumelhart ziehen das rot, weiß, rote Tuch von der Erläuterungstafel

Enthüllung der Erläuterungstafel für den Hubert-Feilnreiter-Hof.

Am 17. Mai enthüllten Landtagsabgeordneter Dr. Kurt Stürzenbecher, Vorsitzender des Wohnbauausschusses im Landtag, und Bezirksvorsteher Markus Rumelhart die Benennungstafeln für zwei städtische Wohnhausanlagen in der Magdalenenstraße.

Offiziell heißt der Gemeindebau auf Hausnummer 3-7 Hubert-Feilnreiter-Hof. Das Nachbarhaus auf Nummer 13 wurde nun in Elfi-Dassanowsky-Hof benannt.


Namensgebung als Ehrung für Politiker und Künstlerin

Video: Neubenennung Gemeindebauten in Mariahilf nach erfolgreicher Sanierung

Zur Person Hubert Feilnreiter

Am 26. November 1911 in Favoriten geboren, übersiedelte Hubert Feilnreiter 1939 nach Mariahilf. Er war ab 1950 SPÖ-Bezirksrat, von 1959 bis 1969 Bezirksvorsteher-Stellvertreter und von 1969 bis 1977 Bezirksvorsteher.

Er war maßgeblich an der U-Bahn-Planung für die Mariahilfer Straße beteiligt. Angebote für Kinder waren ihm ein Herzensanliegen - früh engagierte er sich auch bei den Kinderfreunden, den Roten Falken und im Arbeiterturnverein. Als Bezirksvorsteher eröffnete Feilnreiter zum Beispiel den Kleinkinderspielplatz im Esterházypark.

Ausgezeichnet wurde er mit dem "Goldenen Ehrenzeichen des Landes Wien". Am 6. Jänner 2007 verstarb Hubert Feilnreiter im 96. Lebensjahr.

Zur Person Elfi Dassanowsky

Die Filmproduzentin, Opernsängerin und Musikprofessorin Elfriede "Elfi" von Dassanowsky wurde am 2. Februar 1924 in Wien geboren. Mit 15 Jahren war sie (bis heute) die jüngste Frau, die in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst zugelassen wurde. In dieser Zeit gab sie unter anderem Curd Jürgens Klavierunterricht. Später weigerte sie sich NS-Organisationen beizutreten. Als Konsequenz musste sie zwei Jahre Zwangsarbeit in einer Zigarettenfabrik leisten.

Ihre Bühnenkarriere startete sie 1946 mit "Figaros Hochzeit" am Stadttheater St. Pölten. Sie war bald Star in Operettenrevuen, außerdem Mitbegründerin mehrerer Musiktheaterbühnen. 1946 gründete Dassanowsky als allererste Österreicherin mit Emmerich Hanus ein Filmstudio - Belvedere Film - und entdeckte Größen wie Nadja Tiller oder Oskar Werner.

Ab 1962, nach ihrer Hochzeit, lebte sie in Los Angeles, wo sie als Stimmtrainerin für Hollywood-Größen und als Klavierlehrerin arbeitete. Dassanowsky verstarb am 2. Oktober 2007. Beigesetzt wurde sie in einem Ehrengrab der Stadt Wien am Zentralfriedhof.

Generalsanierung beendet

Die beiden Wohnhausanlagen in der Magdalenenstraße wurden zwischen 2017 und 2018 saniert. Dabei ließ Wiener Wohnen die Dächer erneuern. Zudem wurden Aufzüge und Haustechnik nachgerüstet sowie Fahrradabstellplätze errichtet. Besonders freuen sich die Mieterinnen und Mieter über den Austausch der Fenster und Türen. Mit der gedämmten Fassade, die einen neuen Anstrich bekam, haben sich ihre Heizkosten verringert.

Markus Rumelhart:

Die Belastungen für die Umwelt konnten mit den Maßnahmen gesenkt werden!

Am Ende der Sanierung brachte Wiener Wohnen die jeweiligen Beschriftungen sowie die Erläuterungstafeln zur Benennung der beiden Gemeindebauten an.

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