Millergasse: Einigung der Bewohnerinnen und Bewohner

Mariahilferinnen und Mariahilfer verständigten sich, die Verkehrssicherheit und Qualität des Wohnumfeldes zu erhöhen. Der Schleichweg durch die Millergasse wird geschlossen.

Video: Bürgerbeteiligung in Mariahilf - Gemeinsam den Bezirk gestalten

In der Diskussion zwischen Anrainerinnen, Anrainern und Fachleuten der Stadt Wien wurde für die neue Millergasse ein guter Kompromiss erreicht. 2019 soll die Umsetzung starten. Parkplätze bleiben weitgehend erhalten. Ausgenommen sind 2 kleinere Bereiche. Hier wird es eine punktuelle Umgestaltung geben. Außerdem wird eine bauliche Maßnahme gesetzt, die eine Durchfahrt mit dem Auto von der Millergasse auf die Mariahilfer Straße unmöglich macht.

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart.

Es wird spürbar weniger überregionaler Verkehr durch die Millergasse fahren.

Details der Änderungen

An 3 Örtlichkeiten wird gestalterisch eingegriffen. Hier werden graue und einige gelbe Pflastersteine verlegt. Als Vorbild dient der Oskar-Werner-Platz.

  • Millergasse 6-8 vor dem Pflegeheim: Verschwenkung der Fahrbahn und Verbreitung des Gehsteiges; Pflanzung von 2 Bäumen auf dem neuen Vorplatz
  • Millergasse 36 vor dem Eingang in den Park: Aufdopplung der Fahrbahn
  • Millergasse 41 bei der Fügergasse: Sackgasse mit Platzgestaltung und Baumpflanzungen

Anrainerinnen und Anrainer möchten vor der Fügergasse einen Platz, der für KFZ-Lenkerinnen und -Lenker nicht befahrbar sein soll. Markus Rumelhart weiß: "Der Abschneider über die Fügergasse in die Mariahilfer Straße wird gekappt. Zudem bekommen wir gestalterischen Spielraum."

Die Müllsammelstelle im oberen Bereich der Millergasse wird neu positioniert. Zusätzliche AnwohnerInnen-Parkplätze sollen eingerichtet werden.

BürgerInnen-Beteiligung: Gut überlegte Entscheidung

Mehr als 200 Personen beteiligten sich persönlich, schriftlich oder elektronisch an der Umgestaltung der Millergasse. Der Prozess dauerte 1 Jahr. Der Bezirk veranstaltete 3 große Diskussionsrunden mit Anrainerinnen und Anrainern. Die letzte fand am 20. November 2018 im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern statt. Dort wurde ein tragfähiger Kompromiss gefasst. "Die Beteiligung verlief nach klaren Richtlinien, transparent und gemeinschaftlich. Es gab keine gestalterischen Vorgaben von uns. Die Bewohnerinnen und Bewohner entschieden selbst", schildert Bezirksvorsteher Markus Rumelhart den Ablauf des Beteiligungsprozesses.

Die Millergasse

Die Millergasse ist eine wichtige Verbindung für Fußgängerinnen und Fußgänger vom U-Bahn-Zugang am Christian-Broda-Platz in das Wohngebiet zwischen Mariahilfer- und Gumpendorfer Straße. Die Häuser ragen auf beiden Seiten der Gasse unregelmäßig hervor. Dadurch ändert sich der Straßenquerschnitt in einigen Bereichen. Sowohl Fahrspur als auch Gehsteige sind in einigen Abschnitten sehr schmal. An beiden Seiten der Fahrbahn kann geparkt werden.

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