Leitbild für das neue Loquaigrätzel

Die obere Otto-Bauer-Gasse wird Begegnungszone, die Königseggasse Fußgängerzone und der Loquaipark wird neu geplant.

Das Straßenschild Loquaiplatz vor der Begrünung des Parks und daneben befindlichem Gehsteig und schräg parkende Autos

Seit September 2017 entwickelten Bewohnerinnen und Bewohner, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Planungsfachleute der Stadt Wien das Leitbild für das Loquaigrätzel. Das Gebiet umfasst die Otto-Bauer-Gasse, die Schmalzhofgasse, die Königseggasse und den Loquaiplatz. Am 9. April 2018 präsentierte Bezirksvorsteher Markus Rumelhart in der abschließenden Grätzelkonferenz das Ergebnis.

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart:

Wir führten eine lebhafte Diskussion, die über ein Schwarz-Weiß-Denken hinausging. Miteinander erarbeiteten wir ein Leitbild, das den Grundstein für die Veränderung im Grätzel legen wird - Veränderungen, die unseren Bezirk noch liebens- und lebenswerter machen werden.

Handlungsbedarf und Qualitätskriterien festgelegt

Das Leitbild für das Loquaigrätzel gliedert sich in die Punkte "Identität", "Begrünung" und "Verkehr". Sie sind mit Qualitätskriterien versehen. Grundsätzlich soll die Identität erhalten und gleichzeitig die Qualität des Grätzels gesteigert werden. Das wird mit der Neugestaltung einzelner Bereiche gelingen. Im Beteiligungsprozess fanden die Bürgerinnen und Bürger, dass in der oberen Otto-Bauer-Gasse, in der Königseggasse und im Loquaipark Handlungsbedarf besteht.

Begegnungszone in der Otto-Bauer-Gasse

Beispielgebendes Rendering der Begegnungszone in der Otto-Bauer-Gasse.

So könnte die Begegnungszone in der Otto-Bauer-Gasse aussehen.

Die Otto-Bauer-Gasse wird durch bauliche Maßnahmen an der Mariahilfer Straße als Sackgasse erkennbar gemacht. Ebenso wird sie zur Zone des Einkaufens und des Verweilens. 2019 werden Gehsteige und Fahrbahn auf ein Niveau gehoben und gepflastert. Gehsteigkanten fallen weg. Auf der entstehenden Fläche werden alle künftig gleichberechtigt, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Autofahrerinnen und Autofahrer mit höchstens Tempo 20, unterwegs sein. AnrainerInnen-Parkplätze und Lieferzonen bleiben bestehen. Pflanzentröge und Sitzbänke werden aufgestellt. Unternehmen sowie Anrainerinnen und Anrainer können den Bereich vor ihrem Geschäft oder Wohnhaus mit Blumen oder Sitzgelegenheiten verschönern.

Neue Fußgängerzone in der Königseggasse

Beispielgebendes Rendering der Fußgängerzone in der Königseggasse

So könnte die Fußgängerzone in der Königseggasse aussehen.

In der letzten Diskussion über das Leitbild entschieden die Anwesenden, in der Königseggasse zwischen Loquaiplatz und Otto-Bauer-Gasse eine Fußgängerzone einzurichten. Diese Gestaltungsvariante bringt Platz, um Bäume zu setzen und die Schanigärten neu zu ordnen. Die autofreie Zone lädt zum Verweilen ein und bildet eine Verbindung zum Loquaipark. Der Umbau soll 2019/2020 starten.


Loquaipark: Grundlagen für eine Gesamtplanung

Übersichtsplan aus der Vogelperspektive des Loquaiparkes mit einer Einteilung der Nutzungsmöglichkeiten

Der Park wird mit den BürgerInnen neu geplant.

Im Prozess waren sich die Bürgerinnen und Bürger einig, die Parkanlage am Loquaiplatz zu erneuern. Die gestalterische Einheit soll besser wahrgenommen und die Nutzbarkeit erhöht werden. Ruhe, Begegnung, Spiel und Verweilen sollen in diesem innerstädtischen Erholungsraum besser möglich sein.

Erste Vorkehrungen, wie das Auslichten der Sträucher und das Öffnen der Tore in den Ruhebereich, wurden bereits umgesetzt. Im Juni wird die Toilettenanlage umgebaut und barrierefrei.

Die Planung der Parkanlage werden die Wiener Stadtgärten (MA 42) und die Bezirksvorstehung gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohner 2019 angehen. 2020 möchte der Bezirk dann mit dem Umbau beginnen.

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