Grundlagenforschung für Gumpendorfer Straße

Laut der Untersuchung eines Verkehrsbüros bietet die Gumpendorfer Straße viel Potential für Verbesserungen. Nun soll ein Bürger*innen-Beteiligungsprozess zur Neugestaltung der Straße folgen.

Eine Straße mit Radfahrern und Autos, daneben ein Gehsteig

Der breit angelegte Bürger*innen-Beteiligungsprozess zur Neugestaltung der Gumpendorfer Straße wurde vom Mariahilfer Bezirksparlament beschlossen. In dem öffentlichen Verfahren möchte der Bezirk der Gumpendorfer Straße ein neues Erscheinungsbild geben, das den modernen Anforderungen unterschiedlichster Nutzergruppen gerecht wird. Als Basis für diesen Bürger*innen-Prozess braucht es das Wissen um das "Potential der Straße".

Das Verkehrsbüro komobile erhob in den vergangenen Monaten die Grundlagen. Das Untersuchungsgebiet umfasste die gesamte Gumpendorfer Straße in einer Länge von 2,4 Kilometern.

Das Ergebnis dient nun als Grundlage für den Diskurs mit den Menschen und für die weiteren Planungsschritte. Derzeit arbeitet der Bezirk an den Ausschreibungsunterlagen für den Bürger*innen-Beteiligungsprozess.

Nur geringer Grünanteil

"Es ist nicht überraschend, dass im dichten Häusermeer mehr als 99 Prozent der Fläche verbaut und versiegelt sind", so Bezirksvorsteher Markus Rumelhart. "Der Grünanteil liegt bei 0,2 Prozent. Es haben lediglich 7 Bäume eine Meldeadresse auf der Gumpendorfer Straße. Da gibt es sicherlich Potential für mehr Grün und abwechslungsreichere, wasserdurchlässige Oberflächen."

Den Spielraum für gestalterische Maßnahmen gibt der öffentliche Verkehr vor. Die Buslinie 57A ist eine wichtige Querverbindung im Bezirk. Auch für die Buslinie zeigt die Untersuchung Möglichkeiten auf, die Verbesserungen für die Fahrgäste bringen. Große Chancen für gestalterische Maßnahmen werden in den Kreuzungsbereichen und auf den Plätzen entlang der Gumpendorfer Straße gesehen.

Erste Ergebnisse der Studie

Parken auf der Gumpendorfer Straße

  • Pkw:
    • Summe der öffentlichen Stellplätze: 348
    • Summe der Stellplätze in Ladezonen: 44
    • Sonderparkplätze (Behinderten-Parkplätze, Botschaften, Elektroladestellen und Ähnliches): 7
    • Anwohner*innen-Parkplätze: 0
  • Fahrrad und Motorrad:
    • Summe der Fahrradabstellplätze: 114
    • Summe der Motorradabstellplätze (März bis Oktober): 19
    • Summe der Mopedsharing-Stellplätze: 0

Flächenverteilung auf der Gumpendorfer Straße

  • Fahrbahn: 50,9 %
  • Gehsteig: 33,0 %
  • Parkplatz: 10,8 %
  • Schutzweg: 4,5 %
  • Grünfläche: 0,2 %
  • Sonstiges (Straßenmobiliar, Verkehrsinsel, Wände, Mauern, et cetera): 0,6%

Markus Rumelhart fühlt sich mit dem ausführlichen Bericht für das Beteiligungsverfahren gewappnet: "Über Änderungen reden wir unvoreingenommen mit den Bürgern, denn letzten Endes sind sie es, die über die Zukunft der Gumpendorfer Straße konsensual entscheiden."

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