Wiens erster "Cooling-Park" im Esterházypark eröffnet

Im September 2020 wurde im 6. Bezirk ein spektakuläres Parkkonzept gegen die Klimawandel-Hitze fertiggestellt.

Umweltstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Markus Rumelhart sitzen auf einer Parkbank im "Cooling Park"

Umweltstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Markus Rumelhart

Die Wiener Stadtgärten gestalteten gemeinsam mit dem Bezirk und dem Haus des Meeres die rund 2.640 Quadratmeter große Fläche im vorderen Bereich des Esterházypark zu einem "Cooling-Park" um.

Kühlung um 6 Grad im "Coolspot"

Im Zentrum steht ein einzigartiger rund 30 Quadratmeter großer "Coolspot": ein kreisförmiger, bepflanzter und beschatteter Aufenthaltsort. Der im August 2020 fertiggestellte "Coolspot" besteht aus 3 Ringen mit Nebeldüsen und ist knapp 3,40 Meter hoch. Durch die intelligente Bauweise kühlt er die Umgebungstemperatur um bis zu 6 Grad ab.

Spektakulär sind auch die 2 "Klimabäume": die fast 3 Meter hohen Nebelduschen mit einem Durchmesser von bis zu 2,20 Meter kühlen die Umgebung mit feinem Sprühnebel.

Kampf gegen "urbane Hitzeinseln"

Video: Erster Coolspot im Esterházypark

Dieses neue Parkkonzept ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die klimawandelbedingte Hitze in der Stadt: "Wir setzen eine Vielzahl von Maßnahmen im Kampf gegen urbane Hitzeinseln - eine davon ist der neue Cooling-Park, mit seinem Cool-Spot als Herzstück der Anlage. Ein absolutes Leuchtturm-Projekt für die Klimamusterstadt Wien. Ich freue mich sehr, dass wir dieses einzigartige Konzept im Esterházypark umsetzen konnten", sagt Umweltstadträtin Ulli Sima. "Der Cooling-Park ist nicht nur eine tolle neue Attraktion für unseren Bezirk, sondern auch eine spektakuläre Innovation am Puls der Zeit. Er soll für seine Besucherinnen und Besucher aber nicht nur ein Ort der Entspannung und Hitzeentlastung sein, sondern auch Wissen und Bewusstsein zum Thema klimawirksame Maßnahmen vermitteln", erläutert Bezirksvorsteher Markus Rumelhart.

Entsiegelung und neue Bepflanzung

Neben der Kühlung durch Wasser sind Pflanzen ein wesentliches Gestaltungselement des "Cooling-Parks". Durch Entsiegelung von Beton und Asphaltflächen kommen zu den bestehenden Bäumen und Pflanzen neue Gräser- und Staudenbeete sowie Bäume hinzu.

Mehrere schlangenförmige Bänke, die einer ganzen Schulklasse Platz bieten, und über 30 neue Bänke und Stühle schaffen zusätzliche Sitzgelegenheiten für die Besucherinnen und Besucher. Zudem wurde der Park insgesamt um mehr als 200 Quadratmeter vergrößert.

Wissenschaftliche Begleitung

Beim innovativen Parkprojekt floss nicht nur viel Know-how in die Planung und Errichtung. Der "Cooling-Park" wird 2 Jahre lang als Forschungsprojekt begleitet. Dieses beinhaltet sowohl die Evaluation als auch die Anpassung der technischen Maßnahmen und vor allem auch den Wissenstransfer zwischen Forschung und praktischer Umsetzung.

Kooperationen

Die Planung des "Cooling-Parks" erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem 6. Bezirk, den Wiener Stadtgärten und dem von der Stadt Wien beauftragten Wiener Landschaftsarchitekturbüro Carla Lo, das für die Planung der Parkneugestaltung im Esterházypark verantwortlich war. Das Designteam Breathe Earth Collective und die Green4Cities GmbH ergänzten das Konzept mit der kühlenden Architektur und Technik im Park im Rahmen des Forschungsprojektes "Tröpferlbad 2.0". Dabei wurde eine ähnliche Form des "Coolspot" im Mai 2019 am Schlingermarkt errichtet. Dort wurde seine kühlende Wirkung von den Marktbesucherinnen und –besuchern erprobt. Das Projekt "Tröpferlbad 2.0" ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des Förderprogramms "Smart Cities Demo - Living Urban Innovations" des Klima-und Energiefonds.

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