Mariahilf setzt sichtbares Zeichen für Menschen mit Behinderung

Am 3. Dezember 2021, dem Tag für Menschen mit Behinderung, setzte Mariahilf ein sichtbares Zeichen. Inklusion und das Abbauen von baulichen Barrieren ist ein großes Anliegen im 6. Bezirk.

2 stehende Männer und Frau im Rollstuhl halten lila Stoffband

Am 3. Dezember war der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Die globale Kampagne Purple Light Up (englisch für "Lila leuchtet auf") setzte an diesem Tag rund um die Welt ein sichtbares Zeichen für Menschen mit Behinderungen. Symbolisch wurde die Farbe "Purple" (Lila/Violett) in unterschiedlichen Aktionen verwendet, bei der auch Mariahilf mitmachte.

Am Amtshaus in der Amerlingstraße wurden drei 6 Meter lange violette Stoffbahnen aufgehängt.

"Die Öffentlichkeit soll so auf die Herausforderungen von Menschen mit Behinderung hingewiesen werden. Und wir wollen ein Zeichen für unseren Einsatz für ihr Wohlergehen setzen", erklärt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart.

Mariahilferin Susanne Prager-Schugardt geht noch weiter und sagt: "Ich fühle mich nicht behindert. Ich bin querschnittsgelähmt."

Robert Öllinger, Senior DisAbility Management Consultant und Experte für barrierefreies Bauen, unterstützt Prager-Schugardt: "Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen möchten ein selbstbestimmtes Leben führen können". Er selbst ist Usher-Betroffener. Das Usher-Syndrom ist ein seltener Gendefekt, der beide Fernsinne (Sehen und Hören) betrifft.

Barrierefreiheit im Bezirk für ein selbstbestimmtes Leben

Zuletzt wurden im Bezirk folgende Barrieren im öffentlichen Raum oder in Gebäuden beseitigt:

  • 2021 wurden im Amtshaus des Bezirks in jedem Stockwerk barrierefreie Toiletten errichtet.
  • Beim Umbau des Schulgebäudes in der Mittelgasse und Spalowskygasse wird unter anderem ein Aufzug eingebaut.
  • Der Schulweg wurde optimiert: Der Gehsteig in der Liniengasse wurde verbreitert.

"Bei unseren Bemühungen Mariahilfs Plätze, Straßen und Gassen zu verbessern, steht stets die Barrierefreiheit im Fokus, damit alle Menschen eigenständig am öffentlichen Lebens teilhaben können", bekräftigt Markus Rumelhart.

Weitere Aktionen

Das Mariahilfer Amtshaus macht derzeit auf mehrere Aktionen in der Stadt aufmerksam. Am Welt-Aids-Tag am 1. Dezember wehte die "Red Ribbon"-Fahne in der Amerlingstraße. Wenige Tage später wird wieder die Fahne der Menschenrechtsorganisation "Terre des Femmes" gehisst - als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

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