Evangelische Pfarrkirche Gumpendorf - Gustav Adolf Kirche

Die evangelische Pfarrkirche Gumpendorf - Gustav Adolf Kirche

Die Gustav Adolf Kirche zählt zu den größten und bedeutendsten evangelischen Gotteshäusern Wiens. Sie ist die älteste evangelische-lutherische Kirche im Wiener Vorstadtbereich. Sie wurde 1846 vom Architekt Professor Ludwig Förster gebaut. Ihm assistierte der dänische Architekt und Schwiegersohn Theophil Hansen.

Kirche ohne Glockenturm

Der fehlende Glockenturm der Kirche hat folgende Ursache: Damals durften keine evangelische Kirchen errichtet werden. Erlaubt waren nur Bethäuser, die weder Turm noch Glocken oder etwa einen direkten Zugang von der Straße haben durften. Deshalb existiert noch heute der kleine Seiteneingang in der Hornbostelgasse.

Übrigens dachte Förster auch an die spätere Errichtung eines Turmes im gleichen Stil, den romantischen Historismus. Er hoffte nämlich, dass das Verbot bald fallen würde. Es hat sich aber gezeigt, dass aufgrund der statischen Schwierigkeiten ein Turmbau nicht möglich sein wird.

Die Einweihung

Am 6. Jänner 1849 wurde die Grundsteinlegung vorgenommen. Unter den Altar wurde ein Denkstein gesetzt, dazu mehrere in einem gläsernen Gefäß wohl verschlossene Münzen in Gold und Silber der Jahre 1848/49, die Baupläne und eine Pergamentrolle mit einer Denkschrift, die in einer Blechrolle verwahrt wurde.

Während der Kriege wurde die Kirche mehrmals beschädigt und danach renoviert. Die letzte Restaurierung erfolgte in den 1980er-Jahren. Mit einem Festgottesdienst am 4. Oktober 1987 wurde die neue Außenfassade gefeiert.

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