Baptistengemeinde

Die erste Baptistengemeinde in Österreich wurde im Jahr 1869 von Edward Millard (Baptist und Leiter der "British and Foreign Bible Society" in Wien) sowie dem Hamburger Johann Gerhard Oncken (Gründer der Baptisten in Deutschland) gemeinsam mit neun anderen Baptisten im Turmzimmer des Heinrichshofes im 1. Bezirk gegründet. Zunächst traf sich die kleine Gruppe in Privatwohnungen, später auch in einem Mietlokal in der Magdalenenstraße.

1921 wurde der "Hilfsverein der Baptisten" gegründet, weil zum Kauf eines Grundstückes und zum Neubau eine Rechtspersönlichkeit erforderlich war. Durch finanzielle Unterstützung der nordamerikanischen deutschsprachigen Baptisten konnte von August Wiegand jun. in der Mollardgasse 35 das dreistöckige Gemeindehaus mit großem Saal für den Gottesdienst, Taufbecken und Empore am 7. Dezember 1924 eingeweiht werden.

Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude leicht beschädigt. Kurz nach Kriegsende erneuerten englische Besatzungssoldaten die Fensterscheiben an den Hausfassaden. Die sonstigen Beschädigungen beseitigten Gemeindeglieder. Die Jugendgruppe baute später den Gewölbekeller als Veranstaltungsraum aus.

Die Baptisten sind seit 2013 als Freikirche staatlich anerkannt. In ganz Österreich gibt es derzeit mehr als 30 Gemeinden, die zum Bund der Baptistengemeinden in Österreich gehören.

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