Der Vorort Windmühle

Am 23. März 1562 überließ Kaiser Friedrich I. dem Reichsherold Johann Fracolin den "öden Grund" des in der ersten Türkenbelagerung zerstörten Franziskanerklosters Sankt Theobald mit der Auflage, hier Windmühlen zu errichten. Dieser ließ jedoch nur eine einzige Mühle auf dem Grund der heutigen Capistrangasse 10 bauen, ansonsten verkaufte er Gründe und errichtete Miethäuser, die zum Kern der kleinen Vorstadt wurden.

Im 16. Jahrhundert befand sich hier ein wichtiges Weinbaugebiet: 1573 wurde in dreizehn von 37 Häusern Wein ausgeschenkt. Offene Baulücken wurden zu Beginn des 17. Jahrhunderts verbaut. Damals hatte der Ort schon 40 Häuser. Der letzte Grundherr, Jakob Mägerl, verkaufte den Windmühlengrund um 6.000 Gulden an die Stadt Wien, der fortan auch seine 41 Untertanen unterstanden.

Quelle: Mariahilf - Das Bezirksbuch

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