Mariahilfer Bezirksschreiberin 2021

Barbara Kadletz ist die Gewinnerin des 2. Literaturstipendiums des 6. Bezirks. In ihrem im Dezember 2021 veröffentlichten Text "Zum Schuster-Michl oder eine Sehnsucht" widmet sie sich der Legende einer mysteriösen Gastwirtschaft.

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart und Barbara Kadletz, Gewinnerin des Mariahilfer Literaturstipendiums 2021

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart und die Jury gratulierten der Gewinnerin des Mariahilfer Literaturstipendiums, Barbara Kadletz.

Die Bezirksvertretung Mariahilf vergab 2021 zum 2. Mal ein mit 2.200 Euro dotiertes Literaturstipendium. Barbara Kadletz setzte sich mit ihrem Konzept bei der Jury durch.

"Zum Schuster-Michl oder eine Sehnsucht"

In ihrer Kurzgeschichte erzählt Barbara Kadletz eine alte Mariahilfer Legende.

Der Text "Zum Schuster-Michl oder eine Sehnsucht" steht als Download zur Verfügung:

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Barbara Kadletz und ihr Werk

Barbara Kadletz ist Buchhändlerin und freie Schriftstellerin. Sie lebt in Wien. Wenn sie nicht die Bücher anderer verkauft, schreibt sie an ihren Texten oder spricht über Literatur als Moderatorin, Rezensentin oder in ihrem wöchentlichen Blog "Das Buch zum Wochenende".

In ihrem zur Bezirksschreiberin prämierten Werk schreibt Barbara Kadletz über die alte Legende, von der nur einige wenige wissen: "Wenn du nach der Sperrstunde noch durstig bist oder dich sehnsüchtig nach einer Bar umblickst, dann kann es passieren, dass dir die Gastwirtschaft des alten Schuster-Michl erscheint. Doch Vorsicht ist geboten: Niemand, der diese sagenumwobene Bar je betreten hat, ist danach wiedergesehen worden. Es heißt, der Schuster-Michl fange darin sehnsüchtige, durstige Seelen, um damit irgendwann seine eigene zu retten und sich von einer alten Schuld zu befreien."

2. Mariahilfer Literaturwettbewerb

2021 wurde das Literaturstipendium zum 2. Mal ausgeschrieben. Und das mit Erfolg. 34 Bewerbungen langten im Büro der Bezirksvorstehung ein. "Die Jury hatte die Qual der Wahl, weil die Beiträge durchwegs gut waren", berichtet Professor Kilian Franer, Jurymitglied und Vorsitzender der Mariahilfer Kulturkommission.

Am Wettbewerb durften Hobbyautor*innen und Profischriftsteller*innen teilnehmen. Der Text sollte sich auf den 6. Wiener Gemeindebezirk beziehen. Als Inspiration weist Bezirksvorsteher Markus Rumelhart auf den kulturellen Schwerpunkt in diesem Jahr hin. Dieser lautet "Sehnsucht". "Die Pandemie macht allen zu schaffen, den schöpferisch Tätigen genauso wie den Kunstgenießern. Der Begriff Sehnsucht soll die Hoffnung eines baldigen Wiedersehens, Wiedererlebens sowie Neuentdeckens wecken.

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart erklärt: "Mit dem Mariahilfer Literaturwettbewerb wollen wir zum Schreiben ermutigen. Zudem hatten wir im Sinn, dass sich die Autor*innen mit dem 6. Bezirk und mit unserem Kulturschwerpunkt "Sehnsucht" auseinandersetzen, so wie es Barbara Kadletz mit dem Schuster-Michl tun wird."

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