Wettbewerbsausschreibung

Fuß- und Radwegsteg über den Margaretengürtel in Wien

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Projekttitel: Fuß- und Radwegsteg über den Margaretengürtel in Wien
Standort: Margaretengürtel
Auslober: Magistrat der Stadt Wien, vertreten durch die Magistratsabteilung 19 - Architektur und Stadtgestaltung 1120 Wien, Niederhofstraße 23 Bearbeiter: Dipl.-Ing. Erich Streichsbier undMagistratsabteilung 29 - Brückenbau und Grundbau 1160 Wien, Wilhelminenstraße 93 Bearbeiter: Dipl.-Ing. Peter Spandl
Berater des Auslobers: Architekten Dipl.-Ing. Franz Kuzmich, Dipl.-Ing. Gerhard Kleindienst
Art des Verfahrens: Offener Wettbewerb  - Offener, EU-weiter, zweistufiger, in beiden Stufen anonymer Realisierungswettbewerb im Oberschwellenbereich nach den Bestimmungen des BVergG 2006. Aus den in der 1. Wettbewerbsstufe eingelangten Beiträgen werden 5 TeilnehmerInnen für eine vertiefte Bearbeitung im Rahmen der 2.Wettbewerbsstufedurch das Preisgericht ausgewählt. Die Ausloberin wird nach Abschluss des zweistufigen Wettbewerbes mit den GewinnerInnen ein Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung gemäß BVergG 2006 für die Übertragung der Generalplanerleistungen durchführen.
Themenbereich: Planungen im öffentlichen Raum
Abgabeort: Arch.DI Franz Kuzmich, Wien 4, Klagbaumgasse 9
Termine: 
  Ausgabe der Unterlagen: Ab 29.07.2009
  Konstituierende Sitzung: 08.07.2009
  Abgabe: 05.10.2009 17:00 1. Stufe 5.10.2009 17:00 Uhr
  Jurierung: 1.Stufe 21.10.2009
Aufwandsentschädigung: In der 2. Stufe 5 gleiche Preise je 14.000 zuzüglich 20% Mwst.
Copyright: MA 19

Gegenstand des Wettbewerbes:

Die Stadt Wien beabsichtigt, im Bereich des Bruno Kreisky-Parks eine barrierefreie Fußund
Radwegverbindung über den Margaretengürtel zu errichten.
2006 befasste sich eine interdisziplinäre Gruppe von Architekten, Landschafts-Designern,
Kunstpädagogen, Künstlern und Grafikern im Rahmen des Festivals New Crowned Hope,
geleitet von Peter Sellars, und in Zusammenarbeit mit dem Studio Prix an der Universität für
Angewandte Kunst in Wien mit einem Architekturprojekt, das Anspruch auf einen visionären
Entwicklungsprozess hatte. Die Idee war die Schaffung eines Raumes, der die Aktivitäten
und Menschen, die im Alltag kaum in Berührung kommen, zusammenführt. Als Ergebnis
dieser Idee entstand entsprechend den räumlichen, sozialen und kulturellen
Voraussetzungen eine Kommunikationsplattform alternativen Charakters. Die Vision dazu
war, für das vom Verkehr umschlossene Grundstück am Gaudenzdorfer Gürtel einen
langfristig wirksamen Masterplan zu erarbeiten. Dieser umfasste eine, dem
emissionsbelasteten Ort und dem kontaminierten Boden adäquate Landschaftsgestaltung
auf der Grünlinse sowie eine Nutzungsdurchmischung. Weiters wurde ein Fußgänger- und
Radwegsteg über den Margaretengürtel vorgeschlagen.
Nun soll das Brückentragwerk realisiert werden. Die Fuß- und Radwegverbindung soll die
Erreichbarkeit einer zukünftigen Landschaftsgestaltung optimieren. Der Fuß- und
Radwegsteg soll vom Bruno-Kreisky-Park über die Richtungsfahrbahn Nord des
Margaretengürtels und die Straßenbahntrasse der Linien 6 und 18 führen, um vorläufig die
Grünfläche zwischen den Gürtelfahrbahnen niveaufrei erreichbar zu machen. Zusätzlich zur
Verbesserung der Zugangsmöglichkeit zur mittigen Grünfläche soll eine niveaufreie
Radwegführung in Verlängerung des ¿Wiental- Radwegs¿ von der St. Johann Gasse zur
Grünfläche zwischen den Gürtelfahrbahnen und weiter in Richtung stadtauswärts bzw. in
Richtung Westgürtel ermöglicht werden.
Das technische Objekt eines Gleichrichter-Unterwerks der Wiener Linien ist in das Projekt
zu integrieren, wie auch ein räumliches Konzept für eine zukünftig mögliche soziale
Einrichtung. Teil der Wettbewerbsaufgabe ist die Einbettung sämtlicher Bauwerke in eine
zukünftige mögliche Landschaftsgestaltungsintervention in der Grünfläche zwischen den
Richtungsfahrbahnen des Gürtels (Unterwerk, Sozialeinrichtung und Landschaftsgestaltung
sind aber nicht Auftragsgegenstand!).
In Anlehnung an die Bewertungskategorien Vitruvs, firmitas utilitas venustas, strebt die Stadt Wien vor allem auch für die Realisierung von Brückenbauwerken danach, die Begriffe der
Dauerhaftigkeit firmitas, der Zweckerfüllung utilitas und der
Gestaltungsprinzipien Ordnung, Maßstab und Harmonie venustas,
für die komplexe Herangehensweise an Planungsaufgaben wieder
als Arbeitsmaxime zu verfolgen.
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Stadtentwicklung Wien | Wettbewerbe - Architektur und Städtebau

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